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Olympia 2016
Straßenradrennen als Bergetappe - Favorit Froome

Olympia Straßenradrennen als Bergetappe - Favorit Froome

So schwer war es noch nie. 4000 Höhenmeter und ein giftiger Anstieg kurz vor Schluss warten auf die Radprofis beim Straßenrennen. Zu den Favoriten zählen die Rundfahrt-Stars wie Froome oder Nibali. Die Deutschen dürften keine Rolle spielen.

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Nach seinem Tour-de-France-Sieg will Christopher Froome nun den Olympiasieg.

Quelle: Kim Ludbrook

Rio de Janeiro. Das olympischen Straßenradrennen gleicht am Samstag fast schon einer Bergetappe bei der Tour de France. 4000 Höhenmeter müssen die Radprofis auf dem fast 260 Kilometer langen Kurs zurücklegen.

Entsprechend gehören die bergfesten Fahrer wie der britische Toursieger Chris Froome zu den Favoriten. Die deutsche Mannschaft hat allenfalls Außenseiter-Chancen, zumal im Vier-Mann-Team der angeschlagene Tony Martin und Bahnradfahrer Maximilian Levy nicht groß mithelfen können.

STRECKE: Das Straßenradrennen ist vermutlich das schwerste in der Olympia-Geschichte. Gut 4000 Höhenmeter müssen die Fahrer auf den 256,4 Kilometern mit Start und Ziel an der Copacabana zurücklegen. Höhepunkt des Rennens ist kurz vor Schluss die Vista Chinesa, ein achteinhalb Kilometer langer Anstieg mit durchschnittlich 5,7 Prozent Steigung. Danach wartet vor dem Ziel nur noch die Abfahrt.

FAVORITEN: Chris Froome will seinen Tour-de-France-Sieg vergolden und zählt zu den größten Favoriten. "Es wäre unglaublich, den Erfolg von Bradley Wiggins mit Tour- und Olympiasieg in einem Sommer zu wiederholen", sagt Froome, dessen Chancen im Zeitfahren am Mittwoch wohl noch größer sind. Schließlich wartet nach dem Schlussanstieg noch eine Abfahrt, womit beim Briten die Kletter-Qualitäten womöglich nicht so entscheidend zur Geltung kommen. So zählen die ebenfalls bergfesten Stars Alejandro Valverde (Spanien) und Ex-Toursieger Vincenzo Nibali (Italien) zu den weiteren Siegkandidaten.

DEUTSCHE: Die deutschen Fahrer haben allenfalls Außenseiterchancen. Youngster Emanuel Buchmann und Simon Geschke müssten schon eine gute Ausreißergruppe erwischen, um eine Chance auf eine Medaille zu haben. "Mit etwas Glück ist vielleicht eine gute Platzierung drin. Eine Medaille wäre zu hoch gegriffen", sagt Geschke und Buchmann ergänzt: "Wenn das Finale losgeht, kann ich mit den Besten nicht mithalten." Der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin wird indes wegen seines lädierten Knies nur einen Kurzeinsatz als Trainingseinheit für den Kampf gegen die Uhr am Mittwoch abhalten.

SEITENWECHSEL: Als vierter deutscher Fahrer wird Maximilian Levy am Start stehen. Der frühere Bahnrad-Weltmeister wird aber nicht allzu lang im Feld mitrollen. Der Bund Deutscher Radfahrer nutzt im Fall Levy eine Lücke im Reglement, da die drei deutschen Plätze im Bahn-Sprintbereich schon belegt sind. "Mal sehen, wie lange es für mich geht", sagt Levy, der im Keirin und im Sprint starten soll.

HISTORIE: Zweimal konnten deutsche Fahrer das olympische Straßenrennen gewinnen. Zuletzt war dieses Kunststück Jan Ullrich bei den Sommerspielen 2000 in Sydney geglückt, als das Team Telekom mit dem Zweiten Alexander Winokurow (Kasachstan) und dem Dritten Andreas Klöden gar einen Dreifach-Sieg herausgefahren hatte. Der erste deutsche Sieg war 1988 Olaf Ludwig in Seoul geglückt. Vor vier Jahren war indes Dopingsünder Winokurow als 38-Jähriger der große Coup vor dem Buckingham Palace geglückt. Am häufigsten triumphierten die Italiener, die schon fünfmal gewannen.

dpa

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