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Olympia 2016
Tokio plant Auslagerung von Olympia-Stätten für 2020

Olympia Tokio plant Auslagerung von Olympia-Stätten für 2020

Die Kosten laufen den Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio 2020 davon. Jetzt sollen einige Wettkämpfe ausgelagert. Einige würden dann hunderte von Kilometern weit entfernt stattfinden. Das Konzept der kompakten Spiele ist längst erledigt.

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Tokio kämpft mit den Kosten für Olympia. Foto: Kiyoshi Ota

Tokio. Wegen zu hoher Kosten für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio werden möglicherweise weitere Wettkämpfe aus der japanischen Metropole ausgelagert.

Wie japanische Medien berichteten, will ein mit der Kostenüberprüfung beauftragtes Gremium der Stadt vorschlagen, die Pläne für drei Austragungsorte drastisch zu ändern.

Statt wie geplant für 49,1 Milliarden Yen (435 Millionen Euro) eine neue Anlage für die Ruder- und Kanuwettbewerbe in Tokio zu bauen, könnten diese in einer bestehenden Anlage außerhalb der Hauptstadt stattfinden. Im Gespräch ist die 440 Kilometer nordöstlich von Tokio gelegene Stadt Tome.

Die geplanten Änderungsvorschläge beträfen zudem eine Schwimmhalle, die 68,3 Milliarden Yen (606 Millionen Euro) kosten würde, und eine Volleyball-Arena (40,4 Mrd Yen/368 Millionen Euro). Das von Tokios neuer Gouverneurin Yuriko Koike eingesetzte Experten-Gremium legt seine Vorschläge am Donnerstag vor.

Tokio hatte 2013 den Olympia-Zuschlag erhalten und kompakte Spiele versprochen. 28 der 31 Wettkampfstätten sollten innerhalb eines Radius von acht Kilometern um das Olympische Dorf liegen. Doch seither hat es bereits mehrere Änderungen gegeben.

So sollen unter anderem für die Basketball-und Radwettbewerbe bestehende Anlagen außerhalb Tokios verwendet werden. Koike war angetreten, die steigenden Baukosten, die sich nach Schätzungen auf inzwischen 2 bis 3 Billionen Yen (17,7 bis 26,5 Milliarden Euro) belaufen, überprüfen zu lassen.

Es ist nicht das erste Problem für die Olympia-Organisatoren. So musste auch der Bauplan für das Hauptstadium wegen der stark gestiegenen Kosten völlig überarbeitet werden. Zudem wurde nach Plagiatsvorwürfen ein neues Logo gewählt, außerdem geht die französische Staatsanwaltschaft einem Bestechungsverdacht im Zusammenhang mit der Vergabe der Spiele nach.

Außerdem verzögert sich der Umzug des weltberühmten Fischmarkts Tsukiji, wodurch der Zeitplan zum Neubau von Straßen zwischen dem Stadtzentrum und dem geplanten Areal für das olympische Dorf möglicherweise durchkreuzt würde.

dpa

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