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Olympia 2016
Das ist in der Nacht bei Olympia passiert

Bretschneider, DFB, Vargas Koch Das ist in der Nacht bei Olympia passiert

Ein Schützenfest, eine Medaille und wieder mehrere Enttäuschungen: Für die deutschen Athleten läuft es weiterhin nicht nach Plan in Rio. Aufregung gibt es abseits des fünften Wettkampftags: Auf die olympische Pferdesport-Anlage wurde geschossen.

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In der Verlängerung holte Judoka Laura Vargas Koch (re. oben) die einzige deutsche Medaille am fünften Wettkampftag. Enttäuschend verlief das Finale für Schwimmer Marco Koch (li. oben).

Quelle: dpa

Rio. Judoka Laura Vargas Koch hat die vierte deutsche Medaille bei den Olympischen Spielen gewonnen. Ansonsten erfüllten sich am fünften Wettkampftag in Rio de Janeiro etliche deutsche Hoffnungen wieder einmal nicht.

Die wichtigsten Ergebnisse der Nacht im Überblick

  • Schwimmen: Den deutschen Schwimmern droht ein medaillenloses  Debakel wie 2012. Weltmeister Marco Koch wird über 200 Meter Brust nur Siebter. Dimitri Balandin aus Kasachstan holt unerwartet Gold. Rückenschwimmer Christian Diener und Lagen-Spezialist Philip Heintz erreichen immerhin jeweils die Finals über 200 Meter. Schnellster Mann über 100 Meter ist der Australier Kyle Chalmers. Über 200 Meter Schmetterling siegt die Spanierin Mireia Belmonte Garcia. Die Freistil-Staffel der Frauen über 4 x 200 Meter geht an die USA.
  • Judo: Laura Vargas Koch hüpfte über die Matte und war kaum einzufangen: Die Berlinerin bescherte den zuvor chronisch erfolglosen deutschen Judoka mit Bronze die erste Medaille in Rio. Die 26-Jährige setzte sich im kleinen Finale der Klasse bis 70 kg gegen die spanische Vizeweltmeisterin Maria Bernabeu in der Verlängerung durch. Der deutsche Chef de Mission Michael Vesper war freudig überrascht: "Bronze hatten wir hier nicht auf der Liste."

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  • Turnen: Den deutschen Herren bleibt im Einzel-Mehrkampffinale nur die Nebenrolle. Marcel Nguyen, 2012 Olympia-Zweiter, kommt auf Rang 19, Andreas Bretschneider ist einen Platz dahinter. Erneut misslang dem Chemnitzer dabei der Versuch, erstmals den von ihm kreierten Doppelsalto mit zwei Schrauben in gestreckter Ausführung vor einem internationalen Kampfgericht zu präsentieren. Damit findet das schwerste Element der Turn-Geschichte (" Bretschneider 2") weiterhin keine Aufnahme in das Regelwerk. Bei beiden vorangegangen Olympia-Wettkämpfen war der Sachse an der gehockten Ausführung des " Bretschneider" gescheitert. Olympiasieger wird erneut der Japaner Kohei Uchimura.
  • Wasserspringen: Patrick Hausding und Stephan Feck verpassten bei widrigsten Bedingungen im Synchron-Wettbewerb vom 3-m-Brett die Medaille. Die WM-Sechsten sprangen als Vierte deutlich an Bronze vorbei.
  • Fußball: Die DFB-Männer schaffen im Vorrundenfinale gegen Fidschi ein 10:0 und ziehen als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein. Gegner am Samstag ist Portugal. Gastgeber Brasilien schafft es ebenfalls in die nächste Runde durch das 4:0 gegen Dänemark.
  • Beachvolleyball: Die Hamburger Markus Böckermann und Lars Flüggen verlieren auch ihr drittes Vorrundenspiel und müssen nach einem 0:2 (14:21, 17:21) gegen die Russen Nikita Liamin und Dmitri Barsuk die letzte kleine Hoffnung auf das Erreichen der K.o.-Runde begraben.
  • Gewichtheben: Nico Müller belegt in der Gewichtsklasse bis 77 Kilogramm den zehnten Platz. Der Kasache Nijat Rachimow und der Chinese Lyu Xiaojun kommen auf das gleiche Ergebnis. Am Ende gewinnt Rachimow Gold - weil er 640 Gramm weniger wiegt als Lyu.
  • Dieser Moment wird in Erinnerung bleiben: Bei ihrem Synchron-Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett tauchen die Wasserspringer in grünes Wasser ein. Grund für den Farbwechsel ist eine defekte Umwälzanlage und ein dadurch verursachter zu hoher PH-Wert. Chefbundestrainer Lutz Buschkow nimmt es gelassen: "Es ist weiter Wasser, ob grün oder blau." 
  • Die deutsche Ausbeute des vierten Rio-Tages: Bis auf Bronze für Judoka Laura Vargas Koch ist da nicht viel. Vor allem die Radprofis haben sich beim Zeitfahren mehr ausgerechnet. Der dreimalige Weltmeister Tony Martin wird Zwölfter. Ex-Weltmeisterin Lisa Brennauer muss sich mit Rang acht begnügen.
  • Und sonst noch? Ein zweiter Schuss binnen weniger Tage auf die olympische Pferdesport-Anlage sorgt für Aufregung. Dieses Mal wird ein Projektil im Stallbereich gefunden. Schon am Samstag war im Pressezelt des Reitsport-Geländes, das in einem großen Militärbereich liegt, ein Schuss eingeschlagen. Anschließend erklärten die örtlichen Organisatoren, dass der Schuss aus einer Favela gekommen sei.

dpa/sid/RND/zys

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