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Olympia 2016
Das war die Nacht bei den Olympischen Spielen

Rio de Janeiro Das war die Nacht bei den Olympischen Spielen

Sprintstar Usain Bolt holt zum dritten Mal in Folge olympisches Gold. Der Südafrikaner Wayde van Niekerk läuft einen neuen Weltrekord und die deutschen Volleyballerinnen sorgen für Spannung. Was in der Nacht bei den Olympischen Spielen in Rio passiert ist, lesen Sie hier.

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Der Südafrikaner Wayde van Niekerk freut sich über einen Weltrekord (oben, v.l.), die deutschen Volleyballdamen und die Kunstturnerin Sophie Schrader (unten, v.l.) feiern historische Siege, Sprintstar Usain Bolt holt zum dritten Mal olympisches Gold über 100 Meter.

Quelle: afp/dpa/Montage

Rio de Janeiro. 16 Medaillen konnte Deutschland bisher bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro holen – in der Nacht kam eine historische dazu. Die Kunstturnerin Sophie Scheder hat die Bronzemedaille geholt – die erste am Stufenbarren seit 28 Jahren. Noch einen historischen Sieg verbuchten die deutsche Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst: Als erstes deutsches Frauenteam überhaupt zogen die beiden ins Halbfinale bei Olympischen Spielen ein.

Die wichtigsten Ergebnisse der Nacht:

  • Leichtathletik : Superstar Usain Bolt hat als erster Sprinter der Geschichte zum dritten Mal in Serie Olympia-Gold über 100 m gewonnen. Der Jamaikaner setzte sich in Rio de Janeiro in 9,81 Sekunden gegen seinen US-Dauerrivalen Justin Gatlin durch. Bronze sicherte sich der Kanadier Andre de Grasse. Der Südafrikaner Wayde van Niekerk hat in Weltrekordzeit Gold über die 400 m gewonnen. Der Weltmeister unterbot in 43,03 Sekunden die 17 Jahre alte Bestmarke des US-Amerikaners Michael Johnson um 15 Hundertstelsekunden. Silber ging an London-Olympiasieger Kirani James aus Grenada, Bronze holte sich Peking-Olympiasieger LaShawn Merritt aus den USA.

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  • Kunstturnen : Sophie Scheder hat in Rio de Janeiro am Stufenbarren sensationell die olympische Bronzemedaille gewonnen. Die Chemnitzerin belegte mit 15,566 Punkten Rang drei. Es war die erste Medaille einer deutschen Turnerin seit Sprung-Silber von Oksana Chusovitina 2008 in Peking. Elisabeth Seitz aus Stuttgart wurde mit 15,533 Punkten knapp dahinter Vierte. Gold ging wie schon vor vier Jahren in London an die Russin Alija Mustafina mit 15,900 Zählern. Silber holte Madison Kocian aus den USA.

  • Tennis : Der britische Star Andy Murray hat zum zweiten Mal nach den Spielen von London 2012 olympisches Gold gewonnen. Der zweimalige Wimbledonsieger setzte sich im Finale von Rio gegen den Argentinier Juan Martin del Potro nach 4:02 Stunden mit 7:5, 4:6, 6:2, 7:5 durch. Murray wiederholte damit als erster Tennisprofi der Olympia-Geschichte seinen Einzel-Triumph. Bronze ging an Kei Nishikori aus Japan, der Rafael Nadal bezwang.
  • Tischtennis : Die deutschen Männer greifen in Rio de Janeiro nach ihrer insgesamt dritten olympischen Team-Medaille. Die Mannschaft um Deutschlands Fahnenträger Timo Boll setzte sich in der Runde der letzten Acht am Sonntag gegen Europameister Österreich souverän mit 3:1 durch und steht damit im Halbfinale. Gegner dort ist am Montag um 15.00 Uhr OZ/21.00 Uhr MESZ Vize-Weltmeister Japan.
  • Boxen : Artem Harutyunyan hat den deutschen Boxern bei den Olympischen Spielen in Rio den ersten Sieg beschert. Der EM-Dritte aus Hamburg setzte sich im Halbweltergewicht gegen den Kanadier Arthur Biyarslanow nach Punkten mit 2:0 durch und trifft am Dienstag im Viertelfinale auf Batuhan Gozgec. Der Türke gewann gegen Joedison Teixeira aus Brasilien.
  • Wasserspringen : Nora Subschinski hat im Olympia-Finale vom 3-m-Brett den neunten Platz belegt. Die 28 Jahre alte Berlinerin erreichte 317,10 Punkte und konnte in den Kampf um die Medaillen wie erwartet nicht eingreifen. Gold ging beim chinesischen Doppelsieg an die Weltmeisterin Shi Tingmao vor der WM-Zweiten He Zi und der italienischen Europameisterin Tania Cagnotto.
  • Hockey : Der Traum vom goldenen Hattrick lebt. Die deutschen Männer sind in einem verrückten Krimi beim 3:2 gegen Neuseeland zum vierten Mal in Serie bei Olympischen Spielen ins Halbfinale eingezogen. Das Team von Bundestrainer Valentin Altenburg drehte ein schon verloren geglaubtes Spiel. Florian Fuchs sicherte den Sieg mit der Schlusssirene. Zuvor hatte Kapitän Moritz Fürste per Doppelschlag für den Ausgleich gesorgt.

  • Beachvolleyball : Laura Ludwig und Kira Walkenhorst greifen nach einer olympischen Medaille. Das deutsche Top-Duo besiegte die Kanadierinnen Sarah Pavan und Heather Bansley nach einer überzeugenden Vorstellung mit 2:0 nach Sätzen und zog als erstes deutsches Frauenteam überhaupt ins Halbfinale bei Olympischen Spielen ein.
  • Leichtathletik : Die deutsche Meisterin Ruth Sophia Spelmeyer aus Oldenburg ist bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Halbfinale über 400 m ausgeschieden. Die 25-Jährige kam in 51,61 Sekunden ins Ziel und wurde in ihrem Lauf Sechste. In der ersten Runde hatte Spelmeyer ihre Bestzeit um fast eine halbe Sekunde auf 51,43 Sekunden gesteigert. Spelmeyer war die erste Deutsche in einem olympischen Halbfinale über die Stadionrunde seit 1996.
  • Leichtathletik : Diskus-Olympiasieger Christoph Harting hat sich für sein Verhalten bei der Siegerehrung entschuldigt. Er sei noch voller Energie gewesen. Er hätte mit den Dingen vielleicht anders umgehen können, sagte Harting bei einem Gespräch im Deutschen Haus. Er habe es genießen wollen, auf seine Weise. Er wolle sich bei allen, die sich auf den Schlips getreten fühlten, entschuldigen. DOSB: Die Halbzeit-Bilanz von DOSB-Präsident Alfons Hörmann bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro fällt durchwachsen aus. Licht und Schatten wechselten sich ab, sagte Hörmann am Sonntag. Der 55-Jährige kritisierte vor allem die enttäuschenden Leistungen der Schwimmer und Fechter. Erfreulich seien hingegen die Ergebnisse der Reiter und Schützen.
  • Dieser Moment wird in Erinnerung bleiben : Dieser Heiratsantrag ließ die Herzen aller Romantiker höher schlagen. Nach Silber im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett sah die Chinesin He Zi im Sonnenuntergang plötzlich ihren knieenden Freund Qin Kai vor sich. Der Bronzemedaillengewinner offerierte der 24-Jährigen das speziellste Edelmetall: Den Ehering. "She said Yes" stand auf der Anzeigetafel des Maria Lenk Aquatics Centre - das Publikum jubelte. Arm in Arm verfolgten Olympiasiegerin Shi Tingmao (China) und die Dritte Tania Cagnotto das olympische Rührstück.
  • Und sonst noch? Der Deutsche Olympische Sportbund schreibt das ausgegebene Medaillenziel von 44 mal Edelmetall ab. "Es zeichnet sich ab, dass wir die in London gesetzte Marke nicht erreichen werden", räumte Delegationsleiter Michael Vesper ein. Vor dem zehnten Wettkampftag hat das deutsche Team achtmal Gold, fünfmal Silber und viermal Bronze gewonnen.

sid/dpa /RND/are

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