Startseite HAZ
Volltextsuche über das Angebot:

Olympia 2016
Hannovers Hochspringer für Rio

Eike Onnen Hannovers Hochspringer für Rio

Der Preis der Beharrlichkeit — Eike Onnen von Hannover 96 geht in Rio als Hochspringer an den Start.vSchon 2008 stand er im Aufgebot für die Spiele in Peking. „Ich war komplett eingekleidet“, sagte Onnen. Eine Entzündung am Sprungfuß zwang ihn aber zur Absage wenige Tage vor den olympischen Wettkämpfen.

Voriger Artikel
2:2 gegen Mexiko: deutsche Fußballer olympiareif
Nächster Artikel
Die Sommerspiele in Rio haben begonnen!

Eike Onnen mischt mit Mitte 30 in der Weltelite mit und feierte jüngst seine Medaillenpremiere bei der EM in Amsterdam. 

Quelle: dpa

Hannover/Rio de Janeiro. Eike Onnen war etwas traurig. „Ich wäre gern bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele im Stadion dabei gewesen“, sagte der Hochspringer von Hannover 96. Die Spiele von Rio werden in der Nacht zum heutigen Sonnabend eröffnet, doch die Planung der Deutschen Olympischen Sportbundes sieht vor, dass die Leichtathleten derzeit noch in Deutschland trainieren und erst am Dienstag nach Rio de Janeiro fliegen. Ihre Wettkämpfe beginnen erst in der zweiten Olympia-Woche.

Der kleine Wermutstropfen der verpassten Eröffnung weicht aber einer großen Freude, dass sich der olympische Traum für den Hannoveraner endlich erfüllt hat. Schon 2008 stand er im Aufgebot für die Spiele in Peking. „Ich war komplett eingekleidet“, sagte Onnen. Eine Entzündung am Sprungfuß zwang ihn aber zur Absage wenige Tage vor den olympischen Wettkämpfen.

Zur Person: Eike Onnen

Geburtsdatum: 3. August 1982 in Hannover.
Geschwister: Onnen hat zwei jüngere Brüder und zwei jüngere Schwestern, die alle Talent für die Leichtathletik haben. Lasse (Sprint) und Kjell (Weit- und Dreisprung) gehören zu den besten Niedersachsen. Die zwölf Jahre jüngere Imke ist eines der größten deutschen Hochsprung-Talente (1,89 Meter). Maie startete bei der Junioren-EM, die Hürdenläuferin und Weitspringerin hat ihre Karriere aber beendet. Seine Mutter und Trainerin Astrid Fredebold-Onnen war 1978 deutsche Meisterin im Fünfkampf.
Hobbys: Beachvolleyball.
Musik: „Der Rhythmus muss stimmen.“
Erfolge: EM-Dritter 2016, WM-Siebter 2007, Fünfter bei der U-23-EM 2003, fünfmal deutscher Freiluft-Meister.
Der Plan nach Rio: Onnen will sich zum Osteopathen ausbilden lassen – und weiter hochspringen.

Acht Jahre später dagegen läuft alles wie am Schnürchen bei Onnen – und das ist bemerkenswert nach einer Karriere mit Glanzpunkten, aber auch Wellentälern. „Ich bin verletzungsfrei durch den Winter gekommen“, sagte Onnen. Und Astrid Fredebold-Onnen, Mutter und langjährige Trainerin, bestätigte: „Eike ist stabil, der Fuß hält den hohen Belastungen stand.“

Bemerkenswert ist die Beharrlichkeit und Beständigkeit des Hochspringers. Am Mittwoch feierte Onnen seinen 34. Geburtstag. In diesem Alter beendete der Kubaner Xavier Sotomayor, mit 2,45 Metern immer noch Weltrekordhalter, seine Laufbahn. Und Carlo Tränhardt, der mit 2,37 Metern die deutsche Bestmarke hält, ließ in jenem Alter seine Karriere ebenfalls ausklingen. Der Hannoveraner aber nimmt Fahrt auf. Onnen meisterte früh die Normen für die Europameisterschaften und die Olympischen Spiele, er sicherte sich das Rio-Ticket endgültig schon im Juni mit dem Gewinn des deutschen Meistertitels und sprang in jenem Monat auch das erste Mal in diesem Jahr über 2,30 Meter.

Es folgte der Juli mit einem 2,32-Meter-Höhenflug in Eberstadt und dem ersten Ausrufezeichen: In Amsterdam gewann der Hannoveraner Bronze bei den Europameisterschaften. Es war seine Medaillenpremiere auf der internationalen Bühne, das erste Edelmetall eines deutschen Hochspringers seit Tränhardts EM-Bronze 1986 und die erste Top-Drei-Platzierung eines hannoverschen Leichtathleten bei kontinentalen Titelkämpfen seit 1966.

„Ich habe erst spät mit der Leichtathletik begonnen, also habe ich noch nicht so viele Trainingsjahre auf dem Buckel wie die Konkurrenz“, sagte Onnen, der nicht im Entferntesten an sein Karriereende denkt. Das freut vor allem die hiesigen Meeting-Veranstalter, die den Hannoveraner gern als „national hero“ buchen. „Und wir helfen den Organisatoren gern“, sagte Onnen, der auf diese Weise auch zu gutklassigen Wettkämpfen kommt.

Onnens Vorgabe für Rio ist klar. „Ich will die Qualifikation fürs Finale schaffen“, sagte er – ein logisches Ziel für den Zehnten der Weltjahresbestenliste. Und er hat noch einen Traum – „persönliche Bestleistung im Endkampf“: Das wären 2,35 Meter. Nur 1988 musste man höher springen, um eine Medaille zu holen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Top-Nachrichten
Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
2. Dezember 2016 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

mehr