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Olympia 2016
Diniz bricht zusammen – und schleppt sich ins Ziel

50 Kilometer Gehen Diniz bricht zusammen – und schleppt sich ins Ziel

Drama um Yohan Diniz bei den Olympischen Spielen: Der Geher erlitt einen schweren Zusammenbruch und kämpfte während der 50 Kilometer langen Strecke mit Durchfall-Attacken. Nach einem unglaublichen Kraftakt erreichte er noch als Achter ins Ziel.

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Nach den 50 Kilometer Gehen musste der Franzose Yohann Diniz medizinisch versorgt werden.

Quelle: AFP / Jewel SAMAD

Rio de Janeiro. Der Slowake Matej Toth hat in Rio de Janeiro Olympia-Gold über 50 Kilometer Gehen gewonnen. Der 31-jährige Australier Jared Tallent kam wie vor vier Jahren in London als Zweiter ins Ziel. Bronze ging daher an Evan Dunfee (Kanada).

Tallent war im März nachträglich zum Olympiasieger von London 2012 gekürt worden, nachdem der damals siegreiche Russe Sergej Kirdjapkin wurde später des Dopings überführt und disqualifiziert worden war. Mit Freunden und Familie veranstaltete Tallent danach im heimischen Garten seine ganz eigene Siegerehrung. Das Video dazu wurde im Internet ein Hit.

Diniz litt unter Durchfall

Die 50 Kilometer Gehen in Rio waren eine grenzwertige Hitzeschlacht. Insgesamt beendeten bei Temperaturen von über 30 Grad fast 40 Athleten den Wettbewerb nicht – im Männer-Marathon am Sonntag drohen ähnliche Szenen.

Dramatische Szenen spielten sich um Weltrekordler Diniz ab. Der Franzose hatte nach 30 Kilometern klar geführt, kämpfte da aber schon mit körperlichen Problemen, litt unter Durchfall – gnadenlos in Nahaufnahme vom TV-Motorrad festgehalten.

Pohle und Dohmann gaben auf

Diniz stellte sich in den Schatten, wartete auf die Verfolger, hielt eine Zeit lang mit. Dann brach der 38-Jährige offenbar dehydriert und völlig entkräftet auf der Straße zusammen, rappelte sich auf – und schaffte es irgendwie noch ins Ziel.

Die gesundheitsgefährdende Hitzeschlacht forderte weitere Opfer: Rund 20 Geher gaben auf, weil sie am Ende ihrer Kräfte waren, darunter die beiden deutschen Starter Hagen Pohle (Potsdam) und Carl Dohmann (Baden-Baden). Mehr als ein Dutzend Athleten wurde zudem disqualifiziert. "Ich hätte mich durchquälen können, aber es hätte keinen Sinn mehr gemacht. Es war trotzdem eine tolle Erfahrung", sagte Pohle im ZDF.

sid/RND/wer

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