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Olympia 2016
Doping: Gewichtheber muss Bronze abgeben

Isat Artykow aus Kirgisien Doping: Gewichtheber muss Bronze abgeben

Gewichtheber Isat Artykow ist als erster Medaillengewinner der Olympischen Spiele von Rio des Dopings überführt worden. Er hatte Strychnin genommen. Ihm wird deshalb Bronze aberkannt. 

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Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ist der erste Medaillengewinner des Dopings überführt worden: Issat Artykow muss seine Bronze-Medaille zurückgeben.

Quelle: AFP / GOH Chai Hin

Rio de Janeiro. Artykow wurde der Einnahme der verbotenen Substanz Strychnin überführt. Der Kirgise wurde von den Sommerspielen ausgeschlossen. Seine Medaille dürfte damit an den Kolumbianer Luis Javier Mosquera Lozano gehen, der in dem Wettbewerb Vierter geworden war.

Das Gewichtheben gilt seit langem als stark dopingbelastet. Bundestrainer Oliver Caruso warf während der Rio-Spiele neun Ländern systematischen Betrug vor: Russland, Bulgarien, Kasachstan, Weißrussland, Usbekistan, Armenien, Moldawien, Rumänien und der Ukraine. Die Russen durften wegen des Staatsdoping-Skandals in Rio nicht am Gewichtheben teilnehmen, auch Bulgaren und Aserbaidschaner waren vorab ausgeschlossen worden.

Vorher bereits drei Dopingfälle

Zudem sollten Weißrussen, Kasachen, Armenier und Türken eigentlich nicht in Rio starten dürfen. Das hatte der Gewichtheber-Weltverband IWF verfügt, weil diesen Nationen bei den Nachtests von Peking 2008 und London 2012 jeweils mindestens drei Doping-Fälle nachgewiesen worden waren. Voraussetzung für eine Sperre war jedoch, dass das Internationale Olympische Komitee die Verfahren gegen die Sportler rechtzeitig bis Rio abschließt. Das war nicht der Fall.

So mussten sich die eigener Aussage nach sauberen deutschen Athleten mit verdächtigen Startern aus Doping-Hochburgen messen. "Wenn man sich die Wettkämpfe hier angeguckt, dann ist das einfach nur peinlich", sagte Almir Velagic der "Welt". "Das sind junge Leute, die fangen fast mit Weltrekord an", fügte Velagic hinzu.

Vor dem Fall Artykow hatten die Sportrichter des CAS drei Dopingfälle bei den Sommerspielen publik gemacht. Ein polnischer Gewichtheber und eine bulgarische Leichtathletin wurden ausgeschlossen. Der Fall einer chinesischen Schwimmerin ist noch nicht abschließend entschieden. Zudem war kurz vor Olympia der brasilianische Radprofi Kleber Ramos positiv auf das EPO-Präparat Cera getestet worden.

dpa/RND

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