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Olympia 2016
Nach dem Kanu auch Gold im Kajak

Olympia in Rio Nach dem Kanu auch Gold im Kajak

Zweites Olympia-Gold am Sonnabend: Nach den beiden Kanuten Sebastian Brendel und Jan Vandrey im Kanu gewann auch der Kajak-Vierer in Rio die Goldmedaille.

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Sebastian Brendel und Jan Vandrey jubeln nach dem Olympia-Sieg.

Quelle: dpa

Rio de Janeiro. Der Kajak-Vierer der Männer hat der deutschen Kanu-Flotte einen krönenden Abschluss bei der olympischen Regatta in Rio de Janeiro beschert. Max Rendschmidt (Essen), Tom Liebscher (Dresden), Max Hoff (Essen) und Marcus Groß (Berlin) holten auf der Lagoa Rodrigo de Freitas Gold vor Weltmeister Slowakei. Bronze ging nach 1000 m an Tschechien.

Für Rendschmidt/Groß war es bereits die zweite Goldmedaille in Rio. Das Duo hatte bereits im Kajak-Zweier über den Kilometer triumphiert.

Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) beendet damit die Olympischen Spiele in Rio mit vier Gold-, zwei Silber-Medaillen und einer Bronze-Medaille und übertraf damit die ohnehin ambitionierte Zielvorgabe von sechs Medaillen. Vier Olympiasieger hatte es für deutsche Kanuten zuletzt 2004 in Athen gegeben.

Zweites Gold für Brendel

Sebastian Brendel hat vier Tage nach seinem Olympiasieg im Canadier-Einer auch im Zweier die Goldmedaille gewonnen. Brendel setzte sich mit Jan Vandrey (beide Potsdam) auf der Lagoa Rodrigo de Freitas nach einem starken Schlussspurt durch.

Damit verwiesen die Kanuten die Brasilianer Erlon de Souza Silva und Isaquias Queiroz dos Santos auf Platz zwei. Bronze ging nach 1000 Metern an Dmitro Iantschuk und Taras Mischtschuk aus der Ukraine.

"Ich hab gestern noch kurz drüber nachgedacht, dass ich es schaffen könnte. Aber, dass es jetzt tatsächlich klappt, ist unglaublich", sagte Brendel. Teamkollege Vandrey sagte: "Ich hatte einfach einen großen Sportler an meiner Seite." Ursprünglich hätte der Deutsche Kanu-Verband (DKV) in Rio de Janeiro in dieser Klasse gar kein Boot an den Start schicken können.

Für Brendel war es die zweite Goldmedaille bei den Sommerspielen in Rio, nachdem er bereits im Einer triumphiert hatte. Für den 24 Jahre alten Vandrey, der erst kurz vor den Spielen ins Team gerückt war, ist es der erste große internationale Erfolg. "Unser Endspurt ist gut gekommen. Das ist unglaublich. Großer Respekt an den Jungen", sagte Brendel in Richtung Vandrey. Der Youngster war nach dem Zieleinlauf überwältigt: "Ein bisschen nervös? Das war schon sehr aufregend."

Zumal das deutsche Boot noch zur Hälfte weit zurückgelegen hatte, doch Brendel und Vandrey hatten das größte Stehvermögen. Erst kurz vor dem Olympia-Start hatte der deutsche Verband trotz verpasster Qualifikation in dieser Disziplin noch eine Startgenehmigung erhalten, weil dem weißrussischen Verband wegen umfangreicher Dopingvorwürfe mehrere Quotenplätze aberkannt worden waren.

dpa/sid

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