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Olympia 2016
Publikum buht Lavillenie bei Siegerehrung aus

Stabhochspringer Publikum buht Lavillenie bei Siegerehrung aus

Stabhochspringer Renaud Lavillenie ist vom brasilianischen Publikum ausgebuht worden, als ihm bei den olympischen Spielen die Silber-Medaille verliehen wurde. Der Franzose weinte bitterlich.

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Stabhochsprung-Star Renaud Lavillenie hat mit bitteren Tränen auf erneute Buhrufe der brasilianischen Zuschauer reagiert.

Quelle: AFP / FABRICE COFFRINI

Rio de Janeiro. Zunächst nahm der Franzose mit versteinerter Miene seine Silbermedaille am Dienstag in Empfang. Wie schon am Abend zuvor gab es von den Rängen Unmutsbezeugungen für den Olympiasieger von 2012. Als dann die brasilianische Nationalhymne für den Sieger Thiago Braz da Silva erklang, liefen Lavillenie die Tränen übers Gesicht. Dennoch applaudierte er seinem Rivalen. Am Ende zeigte Lavillenie den Zuschauern den erhobenen Daumen, was wohl ironisch gemeint war.

Lavillenie irritiert mit Owens-Vergleich

Lavillenie war beim Stabhochsprung ausgepfiffen worden. Er hatte wütend darauf reagiert. "Für die Olympischen Spiele ist das kein gutes Image", hatte der Franzose danach gesagt. "Ich habe den Brasilianern nichts getan." Er hatte mit dem Brasilianer Thiago da Silva das Duell um die Goldmedaille gekämpft und am Ende gegen ihn verloren. Der 22-jährige da Silva war als erster Brasilianer mit übersprungenen 6,03 Meter Olympiasieger im Stabhochsprung geworden.

Der Franzose ließ sich dann zu einem Vergleich hinreißen, für den er sich später entschuldigte. "1936 war die Menge gegen Jesse Owens", sagte der Franzose im Rückblick auf die Sommerspiele vor 80 Jahren in Berlin. "Wir haben so etwas seitdem nicht mehr erlebt. Wir müssen damit umgehen." Owens, der schwarze Sprinter und Weitspringer aus den USA, hatte 1936 vier Goldmedaillen gewonnen. In Hitler-Deutschland wurde dies nicht gern gesehen. Später räumte Lavillenie ein, dass es ein "unpassender Vergleich" gewesen sei. Er entschuldigte sich via Facebook dafür.

sid/dpa/RND/wer

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