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Olympia 2016
Warum Ruderer morgens Erdnussbutter essen

Ernährungspläne von Olympia-Athleten Warum Ruderer morgens Erdnussbutter essen

Zum Frühstück Erdnussbutter und Marmelade und abends noch ein Eis – wer sich viel bewegt, darf auch viel essen. Das beweisen die Ernährungspläne der Olympia-Teilnehmer. Wie viel die Sportler tatsächlich verdrücken, haben wir für Sie zusammengefasst.

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Tacos, Nudeln, Eis und Avocado – so sieht der Ernährungsplan für den US-amerikanischen Ruderer Seth Weil aus.

Quelle: dpa/Montage

Rio de Janeiro. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro tummeln sich Menschen mit beneidenswert durchtrainierten Körpern. Doch nicht der Sport allein ist für die makellosen Figuren der Sportler verantwortlich – auch die Ernährung spielt eine zentrale Rolle. Das US-amerikanische Nachrichtenmagazin " Time" hat die Ernährungspläne der Hochleistungssportler einmal genauer unter die Lupe genommen.

Denn wann und was die Athleten essen, folgt nicht nur einem wohlüberlegten Zeitplan, sondern ist auch immer von der Sportart abhängig, wie die Ernährungswissenschaftlerin Alicia Kendig dem Magazin erklärt. Sie betreut unter anderem Schwimmer des amerikanischen Olympia-Teams. Die meisten Sportler konzentrierten sich viel zu sehr auf das Essen während des Trainings. Oft würden sie dabei vergessen, dass eine ausgewogene Ernährung auch in Phasen der Erholung wichtig sei, erklärt sie.

Eier, Speck und Eis

So bräuchten Langstreckenschwimmer direkt nach dem Training viele Kohlenhydrate, Sprinter eher Eiweiß. Wie sich das in den Ernährungsplänen der Sportler konkret niederschlägt, zeigt das Magazin am Beispiel des Ruderers Seth Weil. Insgesamt neun Mahlzeiten nimmt der Sportler am Tag zu sich. Morgens startet der 29-Jährige mit Erdnussbutter und Marmelade und einer großen Tasse Kaffee – selbst die Flüssigkeitszufuhr ist genau kalkuliert. Nach dem ersten Training verdrückt Weil Eier und Speck, Käsesandwich mit Avocado und Bagel. Dazu gibt's einen Obstsalat und noch mehr Kaffee.

Noch vor den mindestens drei fleischgefüllten Tacos zum Mittagessen gönnt sich Weil beerige Snacks, Salzbrezeln, Hummus und Gemüsesticks. Kurz vor der zweiten Trainingseinheit um 14 Uhr gibt es noch einen Schoko-Protein-Riegel. Am Nachmittag folgen ein Protein-Shake und eine Schale Müsli. Wer beim Lesen noch nicht satt geworden ist: Zum Abendessen isst Weil noch einen Salat, dazu gibt es Nudeln und Hühnchenbrust. Und als wäre das noch nicht genug, schiebt er noch ein Eis hinterher. Von einem so kalorienhaltigen Programm kann ein durchschnittlicher Sportler nur träumen.

Ernährungsplan des Ruderers Seth Weil (Auswahl)

  • Frühstück: Erdnussbutter, Marmelade, Kaffee
  • nach dem 1. Training: Eier, Speck, Käsesandwich mit Avocado und Bagel, Obstsalat, Kaffee
  • zwischendurch: beerige Snacks, Salzbrezel, Hummus, Gemüsesticks
  • Mittagessen: fleischgefüllte Tacos
  • vor dem 2. Training: Schoko-Protein-Riegel
  • nachmittags: Protein-Shake, Müsli
  • Abendessen: Salat, Nudeln, Hühnchenbrust, Nachtisch (Eis)

So viele Kalorien verbrauchen die Sportler

Noch mehr Kalorien als beim Kraftausdauer-Sport Rudern verbrennt der Körper beim Langstreckenlauf: Wie eine Statistik der US-Sport-Universität von Arizona zeigt, sind die Marathon-Läufer beim olympischen Kalorien-Verbrauch ganz weit vorn. Dann aber gibt's eine Überraschung: Die Bogenschützen folgen auf Rang zwei – noch vor dem 1500-Meter-Lauf. Zum Vergleich: Beim Rudern verbrennt der Körper im Durchschnitt knapp 500 Kalorien in einer Stunde.

Wie kann das sein?

Als Grundlage für die Tabelle gilt der Aufwand, den die Athleten für die Gold-Medaille ihrer Sportart im Finale aufbringen müssen. Und zwar nur während des Wettkampfes. Kein Wunder also, dass Usain Bolt beim 100-Meter-Lauf nur etwa 30 Kalorien verbraucht – der Wettkampf dauert ja noch nicht mal zehn Sekunden für den Superstar.

RND/are/afp

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