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Olympia 2016
Zweifel an Überfall auf US-Schwimmer

Olympische Spiele 2016 Zweifel an Überfall auf US-Schwimmer

Überraschende Kehrtwende im Fall der während der Olympischen Spiele angeblich ausgeraubten US-Schwimmer: Wegen Zweifeln an den Aussagen der Sportler zum vermeintlichen bewaffneten Überfall hat eine Justizbehörde in Rio de Janeiro veranlasst, die Reisepässe des Duos einzukassieren.

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Nach dem Überfall auf US-Schwimmstar Ryan Lochte wollte die brasilianische Justiz dessen Pass einziehen.

Quelle: dpa

Rio de Janeiro. Nach dem Überfall auf US-Schwimmstar Ryan Lochte wollte die brasilianische Justiz dessen Pass einziehen. Nach Angaben seines Vaters ist der Olympiasieger aber wieder in USA. Er habe ihn am Dienstag nach seiner Ankunft angerufen, sagte Steve Lochte der Nachrichtenagentur AP am Mittwoch. Die Entscheidung zur Beschlagnahmung der Pässe fällte die beim Gerichtshof in Rio de Janeiro für Großveranstaltungen zuständige Richterin Keyla Blank.

Lochte, der in Rio de Janeiro Gold mit der 4x200-m-Freistilstaffel geholt hatte, ist laut seines Managements bereits wieder in seiner Heimat. Die Bundespolizei Brasiliens bestätigte, dass der 32-Jährige bereits am Montag Richtung USA geflogen sei. Über den Aufenthaltsort Feigens, der nicht mehr im Athletendorf wohnt, gab die US-Delegation in Rio "aus Sicherheitsgründen" keine Auskunft.

Video wiederspricht Aussagen

Vor allem ein am Dienstag von der britischen Tageszeitung Daily Mail veröffentlichtes Video widerspricht den Aussagen der angeblich überfallenen Schwimmer. Die Bilder einer Überwachungskamera zeigen Lochte, Feigen sowie Gunnar Bentz und Jack Conger bei der Ankunft gegen sieben Uhr morgens im Olympischen Dorf, als sie ruhig und geordnet Wertsachen beim Security-Check auf das Band des Röntgengerätes legen.

Bei der ersten Polizeivernehmung hatten die Schwimmer erklärt, schon gegen vier Uhr eine Party im Stadtteil Leblon verlassen zu haben und auf der Taxifahrt von bewaffneten Dieben, die sich als Polizisten ausgegeben hätten, mit vorgehaltener Waffe ausgeraubt worden zu sein.

Die Behörden wollen nun vor allem Lochte und Feigen, die sich schon bei der Polizeibefragung in Widersprüche verwickelt hatten und angaben, dass sie wegen Alkoholkonsums sich nicht an Details erinnern könnten, noch einmal hören. Falls sich deren Version als erfunden herausstellen sollte, droht eine Anklage wegen Vortäuschung einer Straftat.

SID/RND

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