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Die TSV macht sich das Siegen schwer

29:28 gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke Die TSV macht sich das Siegen schwer

Es war ein Zitterspiel mit Happy End. Nach dem 29:28 (14:12)-Erfolg der TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga wurde am Freitagabend das obligate Lied „Oh, wie ist 
das schön!“ gespielt. Doch Kontrahent TuS Nettelstedt-Lübbecke, der Tabellenletzte, leistete unerwartet großen Widerstand.

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Durchgetankt: Der TSVer Kai Häfner setzt sich gegen die Gäste-Deckung mit Christian Klimek (vorn) und Gabor Langhans (rechts) durch. 

Quelle: Sielski

Hannover. Die Gastgeber machten sich mit einer fahrigen Vorstellung selbst das Siegen schwer.

Viele der 3047 Besucher waren in erwartungsvoller, vorweihnachtlicher Stimmung in die Swiss-Life-Hall gekommen. Was sollte gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten schon passieren? Doch schon in den ersten zehn Minuten war mit der Besinnlichkeit Schluss. Die TSV agierte überhastet und unpräzise in der Offensive, zudem ließ die Abwehr den Nettelstedtern reichlich Platz. Martin Ziemer, der zwischen den hannoverschen Torpfosten begann, konnte einem Leid tun, weil ihm die Gästespieler ein ums andere Mal die Bälle ins Netz legten. Die 7:4-Führung des Tabellenletzten zu diesem Zeitpunkt war nicht unverdient.

Eine Auszeit von TSV-Trainer Jens Bürkle brachte eine leichte Ergebnisentspannung, auch weil sich die Nettelstedter mehr Fehler im Angriff leisteten. Sieben Minuten blieben sie ohne Tor, das nutzte die TSV zur eigenen 8:7-Führung. An der größeren Defensivstabilität hatte Torwart Ziemer mit zahlreichen Paraden Anteil. Aber absetzen konnten sich die im Angriff nervösen TSV-Profis nicht, auch weil Nettelstedts Torwart Nikola Blazicko genauso prächtige Reflexe bot wie sein Gegenüber. Das 14:12 zur Pause für die Hannoveraner verhieß noch viel Arbeit für die zweiten 30 Minuten. Kaum Impulse gab in der ersten Hälfte Lars Lehnhoff, der nach gut einem Monat Verletzungspause wieder auflaufen konnte.
Die Partie blieb auf beiden Seiten zerfahren, immerhin behaupteten die „Recken“ die Zwei-Tore-Führung, obwohl sie viele Angriffe nach wie vor zu hastig abschlossen. Bis zu 45. Minute: Da warfen die Gäste auf einmal den Ausgleich. Drohte jetzt eine böse Bescherung, zumal Lehnhoff bei diesem Stand einen Siebenmeter vergab?

Die Youngster Malte Semisch im Tor (von der 46. Minute an kurzfristig für Ziemer im Spiel) mit einer Parade und Timo Kastening mit einem Treffer nach einem schnellen Angriff sorgten zunächst wieder für einen knappen Vorsprung (22:21).

Die Ostwestfalen witterten aber, dass in der Swiss-Life-Hall etwas zu holen war, und hielten noch in der 50. Minute ein 24:24. Erst Erik Schmidt mit seinem Tor zum 29:26 vier Minuten vor dem Ende brachte Stimmung in die Halle. Für die Moral der Gäste indes sprach, dass sie noch einmal auf 28:29 verkürzten. Und als Patrail den letzten TSV-Angriff erfolglos abschloss, stockte dem Publikum der Atem. Doch zum Glück kamen die Nettelstedter in den verbleibenden acht Sekunden nicht mehr zu einem erfolgreichen Abschluss. Und so konnte das Siegerlied angestimmt werden.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Häfner (8), Schmidt (6), Kastening, Olsen (je 4), Karason (3), Christophersen, Hykkerud, Lehnhoff, Patrail – Zeitstrafen: Hannover 1, Nettelstedt 4 – Nächstes Spiel: Eisenach – TSV Hannover-Burgdorf (12. 12., 19 Uhr).     

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