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Den "Recken" ist in Hannover niemand gewachsen

Sieg gegen Berlin Den "Recken" ist in Hannover niemand gewachsen

Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf schlug am Mittwochabend die Füchse Berlin mit 25:22 (11:11) in einer erneut ausverkauften Swiss-Life-Hall. Damit bleiben die Hannoveraner seit dem 10. Oktober 2015 auf eigenem Parkett unbesiegt und brachten mit dem Tabellenfünften aus Berlin eine weitere Spitzenmannschaft zum Stolpern.

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Joakim Hykkerrud (14, TSV Hannover-Burgdorf, li.) und Torge Johannsen (2, TSV Hannover-Burgdorf) blocken Petar Nenadic (13, Fuechse Berlin).

Quelle: Sielski

Hannover. Zugleich gab es gegen die Füchse den ersten Heimsieg im siebten Bundesliga-Jahr. Dabei gab es Sorgen vor der Partie. Runar Karason (Bauchmuskelverletzung) und Europameister Kai Häfner fehlten im rechten Rückraum. So übernahm Kapitän Torge Johannsen, der etatmäßige Rechtsaußen, zunächst diese Position. Später ging der Däne Morten Olsen nach rechts.

Die Improvisation klappte ordentlich, nach 30 Minuten stand es 11:11. Es war eine Abwehrschlacht, sowohl die Gäste als auch die TSV-Profis unterbanden viele Offensivaktionen. Zudem war „Recken“-Torwart Martin Ziemer ebenso auf dem Posten wie sein Gegenüber Silvio Heinevetter.

Die Füchse mussten allerdings nach einer knappen Viertelstunde den Ausfall von Mattias Zachrisson (Knieverletzung) verkraften. Das brachte die Hauptstädter etwas aus dem Konzept.

Es blieb spannend in der zweiten Hälfte. Die Gäste führten zunächst, konnten sich aber mit nicht mehr als drei Treffern absetzen. Und nach einer Viertelstunde büßte Heinevetter für seine penetranten Verbalattacken gegen die Schiedsrichter, die „Recken“-Aktuere und das Publikum und kassierte zur großen Freude der Zuschauer eine Zwei-Minuten-Strafe. Allerdings nutzte die TSV diese Überzahl nicht zu einem Treffer, sondern kassierte ein bitteres Kontertor nach leichtem Fehler.

Die „Recken“-Festung wankte, auch wenn der Rückstand zwölf Minuten vor Schluss mit 18:19 knapp war. Mittlerweile stand Malte Semisch iim Tor des Gastgebers. Auch er parierte mehrfach stark.

Ein Konter durch Johannsen brachte in der 52. Minute aber den 21:21-Ausgleich, der die Wende und eine weitere dramatische Schlussphase in der Swiss-Life-Hall einläutete. Der gestern sehr einsatzfreudige und auch wurfstarke Patrail tankte sich zwei Minuten später durch und erzielte das 22:21 für den Gastgeber. Lars Lehnhoff behielt die Nerven vom Siebenmeterpunkt und warf das 23:22 drei Minuten vor dem Ende.

Morten Olsen war es vorbehalten, die Schlusspunkte zu setzen. Der Däne traf noch zweimal, riss die Fans von den Sitzen und zum Schluss hieß es wieder einmal: „So ein Tag, so wunderschön wie heute“. Die Festung bleibt unbezwingbar.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Patrail (6), Lehnhoff (4, davon 3 Siebenmeter), Schmidt, Olsen, Johannsen (alle 3), Hykkerud, Szücs (je 2), Mortensen, Christophersen – Zuschauer: 4150 – Zeitstrafen: Hannover 2, Berlin 2 – Nächstes Spiel: SC DHfK Leipzig – TSV Hannover-Burgdorf (Mo, 15 Uhr).

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