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„Die Freundschaft ruht 60 Minuten“

TSV-Torwart Malte Semisch „Die Freundschaft ruht 60 Minuten“

Die Bundesliga-Handballer der TSV Hannover-Burgdorf empfangen heute den TuS Nettelstedt-Lübbecke. Für TSV-Torwart Malte Semisch ist das Spiel ein besonderes, muss er doch die Bälle seiner früheren Vereinskollegen halten. Allerdings ist für ihn heute klar: „Die Freundschaft ruht 60 Minuten.“

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„Zeigen, wer Herr im Haus ist“: Malte Semisch setzt heute auf Sieg.

Quelle: Sielski

Hannover. Malte Semisch lässt gar keine Zweifel aufkommen. „Da muss die Freundschaft für 60 Minuten ruhen“, sagte der 23-Jährige vor dem heutigen Spiel der TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga. Der Torwart trifft mit seinen TSV-Kollegen auf den TuS Nettelstedt-Lübbecke (Anwurf um 19.45 Uhr in der Swiss-Life-Hall); für die Ostwestfalen hatte er in den beiden vergangenen Spielzeiten zwischen den Pfosten gestanden.

„Ich habe einiges gelernt in Nettelstedt und mich auch gut mit den anderen verstanden“, ergänzte Semisch. Der gebürtige Neustädter hatte im Sommer 2013 die TSV Hannover-Burgdorf verlassen. Damals war Semisch, der als 19-Jähriger ein Jahr zuvor ein sehr frühes Erstligadebüt gefeiert hatte, die Nummer 3 in der Torhüterhierarchie hinter Martin Ziemer und Nenad Puljezevic. Der Junioren-Nationalspieler hatte in Nettelstedt Aussicht auf mehr Einsatzzeiten - wichtig für die sportliche Entwicklung.

TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton hatte allerdings schon damals eine Rückkehroption für das Torwarttalent im Hinterkopf. „Wir werden ihn weiterhin beobachten, vielleicht ergibt sich die Möglichkeit, ihn wieder im TSV-Dress zu sehen“, sagte er. Die Chance ergab sich 2015, auch weil Semisch für den zweiten Anlauf in Hannover die Option der Nummer 2 im Tor hinter Ziemer erhielt.

Bisher hat sich die Rückkehr ausgezahlt. Semisch bekommt diverse Bewährungschancen in dieser Saison. Er spielte von Beginn an gegen den Bergischen HC sowie den TVB Stuttgart und machte seine Sache gut. „Gegen Stuttgart zeigte er 25 Paraden“, sagte Trainer Jens Bürkle, der den 23-Jährigen zudem ausdrücklich für den Auftritt bei HBW Balingen-Weil-stetten in der zweiten Halbzeit lobte: „Da hat er uns den Sieg gerettet.“ Der Coach ergänzte, dass auf Semisch auch in anderen Partien Verlass war, wenn er für Ziemer eingewechselt wurde. „Er findet recht schnell ins Spiel“, sagte Bürkle.

Ob Semisch allerdings auch Tore gegen die früheren Kollegen verhindern darf, steht noch nicht fest. „Ich entscheide kurzfristig, wer beginnt“, sagte Bürkle. Das heißt nicht, dass der Coach am augenblicklichen Nummer-1-Status des erfahrenen, neun Jahre älteren Ziemer rütteln will. Bürkle weiß aber, dass Semisch die Zukunft gehört. Der Riese mit einer Körpergröße von 2,08 Metern bietet gegnerischen Stürmern kaum eine Lücke zum Wurf und zeichnet sich darüber hinaus durch hervorragende Reflexe aus.

Semisch ist zudem erfolgshungrig - oder „gierig“, wie es Bürkle auszudrücken pflegt. „Wir müssen von Anfang an zeigen, wer der Herr im Haus ist“, sagte der Torwart vor dem Duell mit den früheren Kollegen. Er weiß, dass die TSV-Fans mit einem klaren Resultat gegen den sieglosen Tabellenletzten rechnen. Und Semisch sieht in den folgenden Spielen im Dezember in Eisenach, gegen Wetzlar, in Melsungen und gegen Balingen-Weil-stetten die Chance, dass „wir uns nach vorn bringen“.

Stagnation passt nicht in die Laufbahn von Malte Semisch.

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