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Knapper Sieg: „Recken“ zeigen zwei Gesichter

33:27 gegen Bergischen HC Knapper Sieg: „Recken“ zeigen zwei Gesichter

Nach dem 33:27 der TSV Hannover-Burgdorf gegen den Bergischen HC ist "Recken"-Trainer Jens Bürkle nur mit der ersten Hälfte des Spiels zufrieden. "Wir schenken das so leicht her, lassen das Spiel so dahinplätschern", sagt er.

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Verhaltene Freude: Fabian Böhm (Mitte) reckt die Arme hoch, die Kollegen Mait Patrail und Runar Karason dagegen schauen etwas bedröppelt.

Quelle: Sielski

Hannover. Hatten die „Recken“ wirklich gewonnen? Jens Bürkle sah jedenfalls nicht so aus. Der Trainer der TSV Hannover-Burgdorf stapfte nämlich wutentbrannt aus der Halle, stur vor sich hin blickend. „So kann man nicht Handball spielen“, sagte er und verschwand in der Kabine. Dabei hatte sein Team gerade im Bundesligaspiel den Bergischen HC mit 33:27 (19:13) besiegt, war die klar bessere Mannschaft, und der Erfolg war nie in Gefahr gewesen. Außerdem wurde die TSV von den 3336 Zuschauern euphorisch gefeiert.

In der Swiss Life Hall tritt der TSV Hannover-Burgdorf gegen den Bergischen HC an.

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Und dennoch war nicht nur der Trainer total unzufrieden. Selbst die Spieler stimmten in die Kritik Bürkles ein. „Der Trainer hat zur Halbzeit gefordert, dass wir das Ding klar gewinnen“, sagte Fabian Böhm, „und dann legen wir so eine zweite Hälfte hin.“ Und Olympiasieger Morten Olsen, der sein Comeback nach ausgeheilter Zerrung gefeiert hatte, legte nach. „Wir spielen 27 Minuten super, werfen in dieser Zeit starke 19 Tore“, sagte er, „und stellen dann das gute Handballspielen ein. Das geht nicht. Da hat die Konzentration gefehlt.“ Der zurzeit verletzte Sven-Sören Christophersen, der gestern erstmals auch als Ko-Trainer fungierte („Es hat Spaß gemacht“), meinte: „So ein Ding muss man ganz einfach viel höher gewinnen.

Was Trainer Bürkle besonders ärgerte: „Ein gutes Torverhältnis kann in dieser engen Liga Tabellenplätze bedeuten“, sagte er, „und wir schenken das so leicht her, lassen das Spiel so dahinplätschern.“

Eine Halbzeit lang hatte sein Team wirklich sehr stark gespielt, hatte den Bergischen HC überhaupt nicht zur Entfaltung kommen lassen. Da seine Spieler auch die sogenannten 1:1-Situationen mit dem gegnerischen Torwart fast alle erfolgreich bestritten, waren sie zur Pause um sechs Tore davongezogen. Die Gäste waren da nicht mehr als ein Spielball der „Recken“. Es wirkte oft wie ein Klassenunterschied, wenn die Hannoveraner ihr Tempo-Handball spielten, einige Konter sehenswert abschlossen. Dass der mitunter hilflose BHC dennoch 13 Tore geworfen hatte, lag an - zu diesem Zeitpunkt entschuldbaren - kleinen Nachlässigkeiten in der TSV-Abwehr und dem einen oder anderen Sieben-Meter-Gegentor.

Was dann folgte, war nicht nur aus Sicht des Trainers und einiger Spieler unverständlich. Die BHC-Torhüter, die vor der Pause kaum eine Chance hatten, sich auszuzeichnen, zeigten plötzlich eine Parade nach der anderen. Christopher Rudeck hielt jetzt klasse, hatte aber einige Bälle abwehren müssen, die auch ein mittelmäßig begabter Bezirksliga-Keeper gehalten hätte: So schwach wurden die Angriffe abgeschlossen. „Da waren wir weit von 100 Prozent entfernt“, sagte TSV-Spielmacher Olsen. Auf der anderen Seite hatte Malte Semisch, der Martin Ziemer nach 30 Minuten abgelöst hatte, viel mehr zu tun, als es ihm recht gewesen sein dürfte.

Er tat es mit Bravour, zehn abgewehrte Bälle in einer Halbzeit sprechen für sich. Genauso wie die nachlässige Leistung seiner Mitspieler in dieser Zeit.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Lehnhoff (6/davon 2 Siebenmeter), Häfner (6), Böhm, Karason (beide 4), Schmidt, Olsen, Patrail (alle 3), Johannsen (2/1), Hykkerud und Kastening - Zuschauer: 3336 - Strafzeiten: Hannover 6, Bergischer HC 2 - Nächstes Spiel: TSV Hannover-Burgdorf - HC Erlangen (12. November, 19 Uhr).

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