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Die "Recken" scheitern nur knapp

TSV Hannover-Burgdorf gegen Magdeburg Die "Recken" scheitern nur knapp

Der Aha-Effekt bleibt aus. Die TSV Hannover-Burgdorf kehrt mit leeren Händen vom Handball-Bundesligaspiel beim SC Magdeburg zurück. Die „Recken“ unterlagen mit 28:30 (11:12), kassierten aber die bisher knappste Niederlage beim ostdeutschen Traditionsclub.

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Die Lücke im Bollwerk: Erik Schmidt (Mitte) kommt gegen die Magdeburger Abwehr frei zum Wurf.

Quelle: Huebner/Schoof

Magdeburg. Die Gäste ließen die 5960 Zuschauer in der Getec-Arena lange zittern, sofern diese Anhänger des SC waren, ein Punktgewinn wäre nicht unverdient gewesen. „Wir hatten eine gefühlte Überlegenheit, vor allem in der ersten Hälfte“, sagte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton. „Aber eine Schwächephase um die 45. Minute hat uns auf die Verliererstraße gebracht.“

Erfreuliche Nachrichten gab es vor dem ersten Spielzug: Trotz strengerer Sicherheitskontrollen begann die Partie in der Getec-Arena pünktlich. Und auf hannoverscher Seite gab Morten Olsen tatsächlich sein Comeback nach gut vier Wochen Pause wegen Schulterproblemen und eines Innenbandrisses im Knie. Der von manchen erwartete „Tag des offenen Tores“ war es aber nicht in der ersten Halbzeit. Die TSV fand zu der Stabilität in der Defensive zurück, die sie schon häufiger in dieser Spielzeit ausgezeichnet hatte. Zudem war Martin Ziemer im Tor auf dem Posten.

Doch auch die Sachsen-Anhaltiner hatten sich nach zuletzt 67 Gegentoren in den beiden vorangegangenen Spielen in der Abwehr stabilisiert. So gab es viel Spannung, die Führung wechselte mehrfach, und nur ein einziges Mal gab es einen Zweitorevorsprung- nach einer Viertelstunde führten die Gäste mit 6:4. Doch die Magdeburger kamen schnell zurück in die Partie, ihre 12:11-Pausenführung war dennoch glücklich. Die Hannoveraner hatten sich ganz anders präsentiert als zuletzt beim 21:37 in Flensburg und gezeigt, dass sie gewillt und auch fähig waren, mehr als nur Lob aus Magdeburg mitzubringen.

Nach dem Wechsel hatten die Hannoveraner allerdings Pech: Sven-Sören Christophersen, der mit zehn Treffern seine bisher beste Ausbeute in dieser Saison erreichte, und Kai Häfner trafen nur den Pfosten. Das nutzten die Gastgeber zu ihrer erstmaligen Zweitoreführung (13:11). Und die Magdeburger gingen nach einem misslungenen Siebenmeter von Timo Kastening nach 39 Minuten sogar mit 17:14 in Führung. Binnen 71 Sekunden verkürzte aber Christophersen auf 17:16, das Duell blieb spannend. In der 45. Minute warf Häfner sogar noch einmal den 19:19-Ausgleich.

Ein energischer Zwischenspurt brachte dem Gastgeber wenig später jedoch die vorentscheidende 24:20-Führung ein. Die Hannoveraner kämpften zwar, konnten aber nicht mehr entscheidend verkürzen.

Tore für die TSV: Christophersen (10), Häfner (6), Olsen (3), Hinz, Karason, Patrail, Schmidt (je 2), Kastening - Zeitstrafen: Magdeburg 1, Hannover 1 - nächstes Spiel: TSV Hannover-Burgdorf - TuS Nettelstedt-Lübbecke (Fr., 4. 12., 19.45 Uhr).

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