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Die erste Delle im Aufschwung

TSV Hannover-Burgdorf Die erste Delle im Aufschwung

„Ein undankbarer Auftakt.“ Dieses Attribut gab Trainer Jens Bürkle dem ersten Pflichtspiel 2016 der TSV Hannover-Burgdorf. 29:29 hieß es am Sonnabend nach 60 umkämpften Minuten beim zuvor abgeschlagenen Tabellenletzten der Handball-Bundesliga, TuS Nettelstedt-Lübbecke.

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Ein Pflichtspieldebüt nach Maß: Casper Ulrich Mortensen (Mitte) erzielt neun Tore für die TSV Hannover-Burgdorf in der Lübbecker Arena.

Quelle: imago sportfotodienst

Hannover. Damit schwächte sich der Dezember-Aufschwung mit fünf Siegen in Serie ab, mit 24 Pluspunkten halten die Hannoveraner dennoch Anschluss an die vorderen Tabellenränge.

Die Ernüchterung über das Remis in Ostwestfalen hielt sich allerdings in Grenzen. Bürkle hatte im Vorfeld der Partie darauf hingewiesen, dass der Gegner sein Team in der Winterpause weitgehend umgekrempelt und durch den Rückzug des HSV Hamburg neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt erhalten habe. Zudem sei die eigene Vorbereitung alles andere als optimal gelaufen. „Wir hatten viele Verletzte, zudem fehlten Runar Karason, Joakim Hykkerud, Erik Schmidt und zum Schluss auch Kai Häfner wegen ihrer EM-Einsätze“, sagte der TSV-Coach. „Wir konnten kaum sechs gegen sechs im Training spielen, das hat sich bemerkbar gemacht.“ Zudem hatten die Nettelstedter bereits im Hinspiel nur einen hauchdünnen 29:28-Erfolg der Hannoveraner zugelassen und gezeigt, dass sie Potenzial für die 1.Liga haben.

Schmerzlich vermissten die „Recken“ insbesondere die ruhigen und ordnenden Hände von Morten Olsen und Csaba Szücs im zentralen Rückraum. Olsen hatte sich am Donnerstagabend mit einer Wadenverletzung für das Spiel abgemeldet, er wird wohl auch für das Heimspiel gegen den SC Magdeburg am Mittwoch noch nicht fit sein. Die Nettelstedter schienen diese personellen Probleme der TSV auszunutzen und führten nach 13 Minuten schon mit 8:4. „Wir haben viele Fehler gemacht“,sagte Bürkle, aber seine Spieler behielten wenigstens kühlen Kopf und kämpften sich zurück in die Partie. Nach 19 Minuten hieß es 10:10, zur Halbzeit führten die Gäste mit 18:16.

Diesen Vorsprung hielten die Hannoveraner bis zur 53. Minute (27:25), kassierten dann aber binnen 80 Sekunden den Ausgleich. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende warf Tim Suton sogar das 29:28 für den Gastgeber. Mait Patrail aber gelang 55 Sekunden das 29:29, und Torwart Malte Semisch rettete mit einer Parade fast direkt mit der Schlusssirene das Remis. Bürkle lobte den Torwart für die Rettungstat, merkte aber auch an: „Malte und Martin Ziemer hätten den einen oder anderen Ball mehr halten können. Unsere Deckung hat es beiden aber auch nicht einfach gemacht.“ Großen Anteil am Remis hatte Neuzugang Casper Ulrich Mortensen. Der Däne warf neun Tore. „Er hat seine Klasse gezeigt“ sagte Bürkle.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Mortensen (9/davon 6 Siebenmeter), Patrail 6, Christophersen, Häfner (beide 5), Kastening, Schmidt (beide 2) - Zuschauer: 2193 - Strafzeiten: Nettelstedt 6, Hannover 1 - Nächstes Spiel: TSV Hannover-Burgdorf - SC Magdeburg (Mi., 19 Uhr).

SC Magdeburg kommt in Form

Starker Auftritt im EHF-Europapokal: Die TSV Hannover-Burgdorf muss sich übermorgen mächtig anstrengen, damit sie in der Handball-Bundesliga auf dem Erfolgsweg bleibt. Der Kontrahent in der Swiss-Life-Hall, der SC Magdeburg, holte sich gestern Abend mit dem 25:19-Erfolg über Aalborg Handball im ersten Hauptrundenspiel des EHF-Europapokals viel Selbstvertrauen. Robert Weber (6) und Nemanja Zelenovic (5) waren die besten Torschützen aufseiten der Sachsen-Anhaltiner, die nie in Bedrängnis gerieten. Die Magdeburger stehen in der Partie in Hannover (Anwurf um 19 Uhr) aber auch unter Zugzwang. Sie enttäuschten bisher in der Bundesliga als Zehnter mit sieben Punkten Rückstand auf die TSV und blamierten sich am Mittwoch beim 28:31 gegen den SC DHfK Leipzig.

An der Tabellenspitze behaupteten die Rhein-Neckar Löwen ihren Zweipunktevorsprung auf den THW Kiel. Die Kurpfälzer setzten sich gestern mit 26:19 bei Frisch Auf Göppingen durch. Nur bis zum 3:3 in der 10. Minute konnte Göppingen die Partie ausgeglichen gestalten, dann setzten sich die Gäste Tor um Tor ab. Eine entscheidende Rolle spielte Löwen-Torhüter Mikael Appelgren, der Göppingen mit zahlreichen Glanzparaden den Schneid abkaufte. Spielmacher Andy Schmid erzielte elf Tore und kam dabei auf die überragende Wurfquote von 92 Prozent.

Einen Rückschlag im Kampf um die Europacup-Plätze erlitt die HSG Wetzlar, die mit 26:27 beim abstiegsgefährdeten HBW Balingen-Weilstetten unterlag. Europameister Martin Strobel erzielte sieben Sekunden vor Schluss mit einem Gewaltwurf aus dem linken Rückraum den Siegtreffer für die Württemberger. Punkte für den Klassenerhalt holten auch der TVB Stuttgart beim 25:23-Heimerfolg über den Bergischen HC und der TBV?Lemgo, der in Eisenach mit 28:22 gewann.

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Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

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