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Ein „Recken“-Trio in Rio

TSV bei Olympia Ein „Recken“-Trio in Rio

Was haben Kai Häfner, Morten Olsen und Casper Ulrich Mortensen gemeinsam? Richtig, alle drei Handballer  werden bei den Olympischen Spielen in Rio antreten und alle drei spielen beim TSV-Hannover-Burgdorf.

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Angriffslustig: Kai Häfner, Casper Ulrich Mortensen und Morten Olsen (von links) erleben ihre Olympia-Premiere.

Quelle: Petrow/Collage

Hannover. Die drei Handballer lachen. „Ein Olympiafinale Deutschland gegen Dänemark? Na klar!“, sagen Kai Häfner, Morten Olsen und Casper Ulrich Mortensen übereinstimmend. Doch bei der Frage nach dem Sieger hört die Gemeinsamkeit der „Recken“ auf. Rückraumspieler Häfner wünscht sich mit dem deutschen Team den zweiten großen Titel nach Europameisterschafts-Gold. Mortensen und Olsen dagegen würden zu gern den großen Wurf mit Dänemarks Männern schaffen – es wäre deren erste olympische Medaille überhaupt.

Beim Club des Trios, der TSV Hannover-Burgdorf, ist man stolz auf alle drei. „Olympische Spiele sind etwas ganz Besonderes für jeden Sportler“, sagte Trainer Jens Bürkle. „Ich freue mich, dass sie es geschafft haben.“ Es spricht auch für die gute Arbeit in Hannover, dass TSV-Profis international gefragt sind.

Mortensen kam nach den Sommerspielen 2012 ins dänischen Aufgebot und wurde 2013 WM-Zweiter. Zudem blieb er in der abgelaufenen Saison ohne Verletzungen – eine knifflige Situation bot sich für den 26-jährige Linksaußen aber, als im Januar sein damaliger Club HSV Hamburg den Spielbetrieb einstellte. Mortensen musste von heute auf morgen einen neuen Arbeitgeber finden – das gelang ihm in Hannover. „Morten Olsen hatte mir ausschließlich Positives berichtet“, sagte er. Die Eindrücke bestätigten sich. „Ich fühle mich bei der TSV richtig wohl“, sagte der Spieler.

Weitaus überraschender erhielt Olsen die Rio-Fahrkarte. „Ich war schon im Urlaub, da hat mich der Auswahltrainer angerufen und zum Olympia-Lehrgang eingeladen“, sagte der 31-Jährige. Der Rückraumspieler, 2015 zur TSV zurückgekehrt, ist der kreative Kopf im zentralen Rückraum. Doch ein großes Turnier fehlt ihm noch in seiner Karriere. „Verletzungen haben mich immer wieder zurückgeworfen“, sagte Olsen.

Jetzt aber ist der Däne fit, wie Häfner. Der gebürtige Schwaben fielen Steine vom Herzen, als seine Zugehörigkeit zum deutschen Aufgebot feststand. Der 27-jährige Linkshänder hatte zuvor eine Achterbahnfahrt erlebt: Im Januar wartete er während der EM auf Abruf in Hannover, wurde für die drei letzten Spiele eingeflogen und warf im Endspiel gegen Spanien die meisten Tore. Es folgte allerdings ein bitterer März, als Häfner einen Mittelhandbruch erlitt und erst Ende Mai wieder spielen konnte. „Das Projekt Olympia ist kippelig“, sagte er. Doch es folgte im Juli die strahlenden Momente – erst die Hochzeit mit Frau Saskia und dann die Berufung für Rio.

Der Weg nach Brasilien ist frei – jetzt muss nur noch das Traumfinale der „Recken“ Wirklichkeit werden.

In unserer Serie stellen wir alle Sportler aus der Region vor, die sich für die Olympischen Spiele im August in Rio qualifiziert haben. Bisher erschienen: Kanutin Sabrina Hering (7. Juni), Radfahrerin Emma Hinze (15. Juni), Judoka Igor Wandtke (23. Juni), Leichtathletin Ruth Sophia Spelmeyer (24. Juni) und Judoka André Breitbarth (14. Juli) und Turner Andreas Toba (20. Juli).

Portraits

Kai Häfner

Geburtsdatum: 10. Juli 1989 in Schwäbisch Gmünd.
Geschwister: Häfner hat zwei jüngere Brüder (23 und 20 Jahre), die ebenfalls Handball spielen. Vater Wolfgang war der erste Trainer des Rückraumspielers.
Hobbys: Der Handballer reist gern in seiner Freizeit, bevorzugt Städtetouren.
Musik: Häfner hat keine besonderen Vorlieben: „Ich höre querbeet“.
Erfolge: Der rechte Rückraumspieler wurde 2016 Europameister mit der deutschen Auswahl. 2009 wurde er Junioren-Weltmeister mit dem deutschen Team. Den größten Erfolg auf Vereinsebene feierte er bei Frisch Auf Göppingen mit dem Gewinn des EHF-Pokals 2011. Mit den „Recken“ kam Häfner in der abgelaufenen Spielzeit auf den 7. Platz.cas

Casper Ulrich Mortensen

Geburtsdatum: 14. Dezember 1989 in Kopenhagen
Geschwister: Mortensen hat einen älteren Bruder, Andreas (36), und eine ältere Schwester, Line (31). Die Schwester spielte auch Handball, der Bruder war als Fußball-Mittelstürmer beim dänischen Vorzeigeklub FC Kopenhagen aktiv.
Hobbys: Mortensen interessiert sich für alles rund um die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA.
Musik: Vor dem Wettkampf hört der Handballer gern Hip-Hop.
Erfolge: Mortensen spielte bis 2015 in Dänemark, unter anderem mit Bjerringbro-Silkeborg in der Champions League. Ein halbes Jahr lang war er beim HSV Hamburg aktiv, seitdem spielt er bei den „Recken“. Mit dem Nationalteam stand er 2013 im WM-Finale.
Der Plan nach Rio: Der Däne möchte noch einige Jahre Profi-Handball spielen, wenn er gesund bleibt.

Morten Olsen

Geburtsdatum: 11. Oktober 1984 in Lejre/Dänemark.
Geschwister: Olsen hat einen Zwillingsbruder, Kenneth, und einen älteren Bruder (34). Beide spielen ebenfalls Handball.
Hobbys: Golf spielen.
Musik: Olsen mag „alles – alte Stücke und neue Songs“.
Erfolge: Zu Beginn seiner Karriere holte er mit dem GOG Gudme den Meistertitel (2004) und Pokalsieg (2005) in Dänemark. Im Sommer 2010 wechselte er zur TSV Hannover-Burgdorf und schaffte mit dem Club 2013 die Qualifikation für den EHF-Europa-Cup. Von 2013 bis 2015 spielte Olsen bei Saint-Raphaël Var in Frankreich und al-Rayyan in Katar. Seit einem Jahr ist er wieder bei den „Recken“ am Ball.
Der Plan nach Rio: „Vier Jahre schaffe ich noch“, sagt Olsen. Er hofft, dass er dabei seltener von Verletzungen heimgesucht wird als in den Vorjahren.

cas

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Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

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