Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Ein Hausbesuch bei Hektor

Maskottchen der TSV Burgdorf Ein Hausbesuch bei Hektor

Dennis Lichtenberg ist nicht nur privat ein riesiger „Recken“-Fan, er hat sich auch einen Traum erfüllt: Seit anderthalb Jahren begeistert er die Fans bei den Heimspielen der TSV Hannover-Burgdorf als Maskottchen Hektor.

Voriger Artikel
Den "Recken" ist in Hannover niemand gewachsen
Nächster Artikel
„Recken“ wollen zum Abschluss feiern

Dennis Lichtenberg ist das Maskottchen der „Recken“ – mit Leib und Seele.

Quelle: Kutter

Hannover. Der Job ist anstrengend. In der Halle ist es stickig, der pferdeähnliche Kopf drückt auf Dennis Lichterbergs Schultern. Doch das darf sich der 25-Jährige nicht anmerken lassen. Denn Lichtenberg, oder besser gesagt Hektor, ist in der Swiss-Life-Hall, um die Fans der „Recken“ anzuheizen und gute Stimmung zu verbreiten. Bei jedem Heimspiel, auch am Sonntag gegen den TBV Lemgo (Beginn um 17.15 Uhr), schlüpft der Familienvater in das flauschige, grüne Kostüm mit den markanten orangenen Haaren und der Ritterrüstung – seit eineinhalb Jahren.
„Ich bin ein verrückter Typ und mache mich gern zum Affen“, sagt Lichtenberg über seinen Job als Maskottchen. Geld bekommt er für die Auftritte nicht. Das will er aber auch gar nicht.

Dennis Lichtenberg ist nicht nur privat ein riesiger Recken-Fan, er hat sich auch einen Traum erfuellt. Seit anderthalb Jahren begeistert er die Fans als Maskottchen Hektor. Ein Hausbesuch.

Zur Bildergalerie

Lichtenberg ist ein „Recken“-Fan mit Leib und Seele. In seinem Einfamilienhaus in Wettmar hängen wohl mehr Fahnen, Schals, Trikots und Spielerposter an den Wänden und Türen als in manchem Fanshop. Sogar die Hausnummer ist Grün. Ehefrau Sara ist Vorstandsmitglied des Fanclubs „Die grüne Welle“. Sie und ihr Mann haben den Aufstieg der Mannschaft miterlebt und beim Herrichten der Halle mitgeholfen. Die dreijährige Tochter Tialda, Patenkind von Linksaußen Lars Lehnhoff, war gerade einmal zwei Wochen alt, als sie ihr erstes Heimspiel gesehen – oder besser verschlafen – hat. Familie Lichtenberg liebt den Sport und die Mannschaft, und lebt auch nach ihr.

Deshalb ist es auch eine Herzensangelegenheit für den Haustechniker, bei jedem Heimspiel in das Kostüm zu steigen und zu Hektor zu werden für mindestens drei Stunden. Schon bevor es das Maskottchen der „Recken“ gab, hat Lichtenberg sich dem Verein als Träger vorgeschlagen. Seit Anfang 2015 steckte er nur zweimal nicht in dem Pelz: bei der Präsentation und bei einem Spiel. Wegen einer Lungenentzündung. Das, so sagt Lichtenberg, der selbst auf der Halblinks-Position in Großburgwedel Handball spielt, ärgert ihn noch heute.
Tipps und Tricks, wie ein Maskottchen sich verhält und bewegt, hat der 25-Jährige sich vor allem bei Kollegen abgeschaut. Die sogenannten All Star Games sind für ihn immer ein Highlight: Dort treffen sich die Maskottchen der Handball-Bundesligisten, tauschen sich aus und üben Tänze ein.

Hektors Alter Ego ist ein Kinderfreund. Und die Kinder lieben Hektor, wollen ihn umarmen, die Hand schütteln oder ein Autogramm von dem Fabelwesen, das aussieht wie eine Mischung aus Pferd und Drachen. Nur wenn sie ihm am Schwanz ziehen, könne es ein bisschen nerven. Zum An- und Ausziehen braucht Lichtenberg Hilfe, während des Spiels kann er nur durch einen überlangen Strohhalm etwas trinken. Denn um den Kopf abnehmen zu können, müsste er auch das Unterteil ausziehen. Doch egal, wie eng und schwitzig es auch wird: „Mir macht das nichts aus“, sagt er.

Noch so lange wie möglich möchte Lichtenberg als Hektor die Fans anheizen. Und die Chancen dazu stehen ziemlich gut: Laut Autogrammkarte hat das Maskottchen bei der TSV einen Vertrag auf Lebenszeit.

von Isabel Rollenhagen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Saisonabschluss gegen Lemgo
Fan-Lieblinge: Die „Recken“ begeistern in diesem Jahr bei ihren Heimauftritten und wollen auch zum Saisonabschluss gegen Lemgo mit ihren Anhängern tanzen.

Jens Bürkle ist kreativ, wenn es um Ziele für die Bundesliga-Handballer der TSV Hannover-Burgdorf geht. „Seit vier Spielzeiten hat es im letzten Heimauftritt keinen Sieg für die TSV gegeben“, sagte der Trainer. „Das soll sich am Sonntag ändern.“

mehr
Mehr aus TSV Hannover-Burgdorf
Recken besiegen HSC 2000 Coburg

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt sich treu in der Handball-Bundesliga. Starken Auftritten folgen Zitterpartien, und so wurde es am Sonntag gegen den HSC 2000 Coburg nichts mit dem allseits erwarteten klaren „Recken“ -Erfolg.

Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
2. Dezember 2016 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

mehr