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Eine Lektion zur rechten Zeit

TSV Hannover-Burgdorf Eine Lektion zur rechten Zeit

Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf können den gestiegenen Erwartungen derzeit nicht standhalten. Nach der deutlichen Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen steht fest: Zu den Spitzenmannschaften in der Bundesliga gibt es einen ziemlichen Abstand. 

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„Wir haben einiges gelernt“: TSV-Torwart Martin Ziemer (rechts).  

Quelle: Sielski

Hannover. Martin Ziemer sah das Ganze als Lernprozess. Die saftige Packung durch Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen hatte auch ihn genervt, aber der starke Torwart des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf war bemüht, Gutes für die eigene Mannschaft aus dieser Partie zu ziehen. „Wir wollten gucken, was geht“, sagte er, „und wir haben einiges gelernt, was uns in der Zukunft helfen kann.“

Das Ergebnis (18:30) sei zwar sehr drastisch gewesen, ein besseres Resultat sei aber möglich gewesen, sagte Ziemer. Mehr jedoch auch nicht. „Die Löwen in dieser Verfassung sind für uns nicht zu schlagen“, sagte der TSV-Keeper. Das sahen auch die Offiziellen der „Recken“ so. „So weit sind wir nicht. Wie wir uns gegen den Spitzenreiter präsentiert haben, kann dennoch nicht unser Anspruch sein“, sagte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton. Einige Leistungsträger erreichten nicht einmal annähernd Normalform, die Wurfausbeute war - bei aller Klasse der Mannheimer Abwehr - katastrophal. Lediglich sieben Tore in der 1. Halbzeit sind ein klares Zeichen dafür.

„Zufriedenheit ist der Anfang vom Untergang“

Wie Trainer Jens Bürkle führte Chatton an, dass die Erwartungen in und um Hannover nach dem gelungenen Auftritt bei der knappen Niederlage beim Serienmeister THW Kiel vor ein paar Wochen enorm gestiegen seien. Es schien plötzlich so, als könnten die Hannoveraner bereits im Konzert der Großen mitmischen. Eine Äußerung Bürkles lässt darauf schließen, dass auch einige seiner Spieler die positive Kritik allzu sehr verinnerlicht hätten. „Zufriedenheit ist der Anfang vom Untergang“, sagte der TSV-Trainer.

Dann dürfte die Lektion der „Löwen“ zur rechten Zeit gekommen sein. Alle haben gesehen, dass zu solch einer Spitzenmannschaft ein ziemlicher Abstand besteht. Gegen solche Teams gibt es höchstens einmal Bonuspunkte zu gewinnen, verlassen darf man sich darauf nicht. Die TSV muss sich schnellstens wieder auf ihre Stärken besinnen. Die beiden nächsten Gegner haben es jedoch in sich: HSV Hamburg und MT Melsungen. „Wir haben derzeit das Pech, dass wir immer gegen Mannschaften ran müssen, die gerade in Topform sind“, sagte Chatton. Irgendwann werden das die Gegner auch wieder vor einem Spiel gegen die TSV sagen.

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Chancenlos beim Spitzenreiter
Fantastischer Handball: Torwart Malte Semisch (links) kann das Tor durch Gedeon Guardiole Villaplana nicht verhindern, Olafur Gudmundsson (rechts) ist schon ausgespielt.

Die TSV ist am Sonntagabend im Spiel gegen Favorit Rhein-Neckar Löwen chancenlos und verliert in der Swiss-Life-Hall vor nur 3051 Zuschauern unerwartet deutlich und verdient mit 18:30 (7:13) gegen den Titelaspiranten.

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