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Schmidt bleibt nur bis 2017 ein „Recke“

Neuigkeiten zum Saisonabschluss Schmidt bleibt nur bis 2017 ein „Recke“

Europameister Erik Schmidt wird nur bis 2017 bei den Recken bleiben und dann zu den Füchsen Berlin wechseln, das ist am Sonntag bekannt geworden. Ihr letztes Saisonspiel verloren die TSV-Handballer am Sonntagnachmittag mit 23:27 bei den Rhein-Neckar-Löwen.

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Zupackend: Erik Schmidt (rechts) versucht, Harald Reinkind von den Rhein-Neckar Löwen zu bremsen. 

Quelle: Hübner

Das erste Tor für die TSV Hannover-Burgdorf in Mannheim warf Erik Schmidt, der Kreisläufer traf zum 1:3 nach gut vier Minuten. Der 23-Jährige hatte aber schon vor dem Anpfiff des Handball-Bundesligaspiels bei den Rhein-Neckar Löwen Schlagzeilen geliefert. Sonntagnachmittag wurde bekannt, dass die Zeit des Europameisters in Hannover begrenzt ist. Schmidt wird seinen Vertrag, der bis 30. Juni 2017 läuft, erfüllen, danach aber für die Füchse Berlin spielen, die derzeit Fünfter in der deutschen Eliteliga sind und im Vorjahr den EHF-Europa-Cup gewannen. Die Hauptstädter verpflichteten den Abwehrspezialisten für drei Jahre bis 2020.

Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse, gab zu, dass er Schmidt schon in seiner Zeit bei der TSG Friesenheim (2012 bis 2015) beobachtet hatte. „Wir hätten ihn schon früher gerne nach Berlin geholt“, sagt Bob Hanning. „Jetzt ist es an der Zeit, einen der besten deutschen Kreisläufer an uns zu binden.“ Schmidt passe gut zu den anderen Berliner Leistungsträgern Steffen Fäth, Fabian Wiede, Paul Drux und Silvio Heinevetter, ergänzte Hanning.
Schmidt lobte seinen künftigen Arbeitgeber. „Ich sehe in Berlin eine sehr gute sportliche Perspektive“, sagte er. „Die Füchse haben sich in den vergangenen Jahren sehr entwickelt und gehören definitiv nach Europa, mit ihrer Halle und den Zuschauern, das ist schon gigantisch. Das reizt mich sehr.“

Chatton: "Der Wechsel ist korrekt abgelaufen"

Der Wechsel kommt überraschend, weil Schmidt in der Vergangenheit stets betont hatte, wie wohl er sich in Hannover fühlt. Und noch am Donnerstag hatte er den „Recken“ eine positive sportliche Entwicklung bescheinigt sowie bei sich selbst Steigerungspotenzial gesehen. TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton betonte am Sonntag aber: „Der Wechsel ist sauber und korrekt abgelaufen. Erik hat den Verein und die Mannschaft frühzeitig informiert.“ Schmidt habe zudem versprochen, in der kommenden Saison das Bestmögliche im Trikot der „Recken“ zu geben. Mit der Suche nach einem neuen Kreisläufer werde sich die TSV Zeit lassen, sagte Chatton: „Wir stehen ja nicht unter Druck.“

In Mannheim blieb es bei dem einen Treffer für Schmidt, der wie so oft in dieser Spielzeit auffälliger in der Abwehr agierte. Ihm und seinen Kollegen blieb bei der 23:27 (11:17)-Niederlage ein Erfolgserlebnis zum Saisonabschluss verwehrt. Die gastgebenden Löwen hielten dem Druck des Gewinnenmüssens stand und führten in der zweiten Halbzeit zeitweilig mit neun Treffern Vorsprung. Sie fahren nun mit einem Punkt Vorsprung zum Saisonfinale nach Lübbecke.

Die TSV-Profis, die am kommenden Wochenende spielfrei haben, wehrten sich aber nach Kräften und hielten die Niederlage in erträglichen Grenzen. Allerdings konnten sie nicht eine Premiere in der Clubgeschichte schaffen und gegen jeden Ligakonkurrenten punkten. Gegen die Kurpfälzer stand im direkten Vergleich die Null nach zwei Duellen.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Patrail (5), Johannsen (4), Christophersen, Hykkerud (beide 3), Häfner, Lehnhoff (beide 2). Mortensen, Olsen, Schmidt und Szücs – Zuschauer: 13 200 – Zeitstrafen: Rhein-Neckar 3, Hannover 4 – Nächstes Bundesligaspiel voraussichtlich am Wochenende 3./4. September.

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