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Die „Recken“ stecken in der Krise

Fünfte Niederlage in Folge Die „Recken“ stecken in der Krise

Die TSV Hannover-Burgdorf verliert auch das fünfte Spiel in Serie mit 30:34 bei der HSG Wetzlar – und wieder gibt es beim Handball-Bundesligisten Probleme in der Defensivarbeit. „Uns fehlen Erik Schmidt als Abwehrchef und auch Csaba Szücs im Mittelblock“, sagt Trainer Bürkle.

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Stefan Cavor (Wetzlar) im Zweikampf mit Morten Olsen.

Quelle: Imago

Hannover. Denke positiv. Diese Maxime prägte zunächst das Urteil bei der TSV Hannover-Burgdorf nach der erneuten Niederlage in der Handball-Bundesliga - der mittlerweile fünften in Serie. „Leider hat sich die Mannschaft nicht für eine ordentliche erste Halbzeit belohnt“, sagte Geschäftsführer Benjamin Chatton nach dem 30:34 (16:14) bei der HSG Wetzlar. Und Trainer Jens Bürkle ergänzte: „Wir haben eine ordentliche Angriffsleistung geboten und 30 Tore gegen die starke Deckung der Hessen geworfen.“

Die beiden Verantwortlichen der „Recken“ sahen auf dem Parkett eine deutliche Steigerung der Profis gegenüber der 26:29-Heimschlappe gegen HBW Balingen/Weilstetten in der Vorwoche. Und auch Kai Wandschneider, der Trainer des Gastgebers, lobte den Verlierer: „Hannover hatte einen starken Rückraum mit Kai Häfner und Morten Olsen.“ Er habe in der Pause die Deckung umstellen müssen, damit die Gefährlichkeit der Gästeschützen unterbunden wird.

In der Offensive läuft es also durchaus rund bei den „Recken“. Das große Sorgenkind bleibt die Defensive. Auch in Wetzlar habe man „in der Abwehr während des gesamten Spiel keinen Zugriff bekommen“ (Bürkle). Ein Manko, das sich durch alle TSV-Partien in 2017 zieht. „In den ersten eineinhalb Jahren ist es uns kontinuierlich gelungen, den Schnitt der Gegentreffer zu senken“, sagte der hannoversche Coach, der seit Sommer 2015 auf der Bank sitzt.

Doch 152 Gegentore in den fünf Begegnungen seit der Winterpause ärgern gerade Bürkle, der im Training viel Wert auf die Defensivarbeit legt. „Uns fehlen Erik Schmidt als Abwehrchef und auch Csaba Szücs im Mittelblock“, sagte der 36-Jährige. Beide Profis sind verletzt, die Rückkehr ist ungewiss. Zudem fällt auch Malte Semisch, ein zuverlässiger zweiter Torwart bei den „Recken“, länger aus. In Wetzlar kam A-Jugend-Keeper Jonas Wilde zu seinem unverhofften Erstliga-Debüt. Das Wasser, in das er geworfen wurde, war aber viel zu kalt. So musste sich Martin Ziemer 56 Minuten lang den Wetzlarer Angriffen stellen - und kam selten dazu, sich mit Paraden auszuzeichnen.

Trotz der Defensivschwächen kontrollierten die Gäste lange Zeit die Partie. Einen 1:3-Rückstand aus der Startphase machten die „Recken“ schnell wett. Nach 36 Minuten führten sie mit 20:17, und ein Ende der schwarzen Serie schien zum Greifen nahe.

„Dann haben wir aber einige gute Chancen liegen gelassen. Das hat sich gerächt, weil wir in der Abwehr nicht in der Lage waren, Bälle zu gewinnen“, sagte Bürkle. „In vielen Details erreichen wir zurzeit nicht die Perfektion, die nötig wäre.“ Immerhin hat er bis auf Häfner in den folgenden zwei Trainingswochen alle gesunden Spieler beisammen und die Möglichkeit, Fehler auszumerzen.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Häfner (7), Olsen (6), Mortensen (5/davon 1 Siebenmeter), Böhm (4), Lehnhoff (2/2), Patrail (2), Hykkerud, Kalafut, Karason, Kastening - Zuschauer: 4239 - Zeitstrafen: Wetzlar 4, Hannover-Burgdorf 6 - Nächstes Spiel: TSV Hannover-Burgdorf - THW Kiel (26. März, 15 Uhr, Tui-Arena).

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