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Lars Lehnhoff ist der Dauerbrenner der "Recken"

Linksaußen hat viel vor Lars Lehnhoff ist der Dauerbrenner der "Recken"

Vor dem Saisonstart des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf hat sich Linksaußen Lars Lehnhoff über persönlichen Einsatz geäußert – über Saisonziele will er dagegen nicht sprechen. Nur etwas weniger Abstiegskampf wäre schön.

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Steuert auf die 1000-Tore-Marke zu: Linksaußen Lars Lehnhoff.

Quelle: dpa/Archiv

Hannover. Zu viel Handball? Das gibt es nicht für Lars Lehnhoff. Der Linksaußen des Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf betreibt seinen Sport mit großer Leidenschaft, und dazu gehört eben auch, mal 60 Minuten durchzuspielen. „Ich habe schon als kleiner Junge davon geträumt, in der Bundesliga zu spielen“, sagt der 28-Jährige. Und der Wunsch erfüllt sich mittlerweile im siebten Jahr infolge. Lehnhoff ist im Club nahezu konkurrenzlos auf seiner Position, er steuert auf die 1000-Tore-Marke in der „besten Liga der Welt“ zu (bisher sind es 904 Treffer) - und er trifft zuverlässig vom Siebenmeterpunkt. Nerven zeigt der Handballer selten. „Einer muss ja die Verantwortung übernehmen“. Das wird Lehnhoff auch am Sonnabend, wenn die TSV zum Bundesliga-Saisonstart das Team von Frisch Auf Göppingen empfängt (Swiss-Life-Hall, 19 Uhr).

Lehnhoff ist mannschaftsdienlich, heimatverbunden und vereinstreu. Er stammt aus Celle, natürlich aus einer Handballfamilie. Wie die Eltern und die Schwestern, begann auch er mit seinem Sport im Vorortverein SV Altencelle. Nächste Station war der MTV-Post-Eintracht Celle, mit dem er norddeutscher Jugendmeister wurde. Und dann folgte 2004, mit knapp 18 Jahren, der Wechsel zur TSV Burgdorf. Der damals ambitionierte Drittligist war eine perfekte Adresse für ein Talent wie Lehnhoff. „Und Burgdorf ist nur 20 Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt“, sagt Lehnhoff, der nach wie vor „sehr gern“ in Celle wohnt. „Dort leben meine Freundin und die Familie. Warum sollte ich mich anderswo niederlassen?“

Dagegen spricht auch die Karriere mit der TSV. Lehnhoff schaffte mit dem Verein den Sprung aus der damals drittklassigen Regionalliga bis in die höchste deutsche Spielklasse und bewies, dass nicht jeder die Heimat hinter sich lassen muss für die große Karriere. Obwohl, erwartet hatte der Linksaußen nicht, dass er so hoch mit den Burgdorfern aufsteigt. „Es ist schon enorm, wie sich der Verein entwickelt hat“, sagt er. „Vor elf Jahren lief vieles noch ehrenamtlich. Dann kamen der Umzug nach Hannover, der Aufbau einer Geschäftsstelle, professionelle Strukturen“, sagt Lehnhoff. Und vom Aufstieg der Mannschaft kündet auch die Inszenierung vor den Bundesligaspielen mit Musik beim Einlaufen und der Spielervorstellung.

Neue Zeiten sind bei der TSV auch auf der Trainerbank angebrochen - der 34-jährige Jens Bürkle, ein Sportwissenschaftler und ehemaliger Erstliga-Handballer aus Württemberg, leitet nun die Einheiten, nicht mehr Christopher Nordmeyer (47), der 40 Jahre Handball-Vergangenheit in Burgdorf hat. „Natürlich hat er andere Vorstellungen“, sagt Lehhoff über seinen neuen Coach. „Er gibt jedem kleine Aufgaben.“ Der Linksaußen bestätigte auch, dass Bürkle sehr viel Wert auf das Üben taktischer Formationen in der Abwehr und im Angriff legt.

In puncto Saisonzielen gibt sich der stellvertretende Mannschaftsführer allerdings genauso vorsichtig wie das gesamte TSV-Umfeld. Er lässt die Hoffnung durchblicken, dass es dieses Mal weniger Abstiegskampf geben möge als in der Vorsaison. Das Wort „Europapokal“ fällt nicht.

Eine Weichenstellung soll es 2016 dennoch geben, Lehnhoff plant dann den Abschluss seines Studiums der Wirtschaftswissenschaften an der Leibniz-Universität in Hannover. Der Vertrag bei der TSV läuft noch ein Jahr länger bis 2017, dann wäre er 13 Jahre im Club. Hat Lehnhoff bis dahin noch sportliche Träume? „Das Final Four im Pokal ist eine Riesensache, und es wird in Hamburg ausgetragen, das ist auch relativ nahe.“ Bis dorthin muss er mit seiner Mannschaft allerdings im Pokal noch zweimal gewinnen und viel investieren, wie der Linksaußen selbst feststellt. „Wenn man nicht hart arbeitet, hat man keinen Erfolg.“

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