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„Recken" unterliegen knapp gegen Berlin

Handball „Recken" unterliegen knapp gegen Berlin

Am Ende jubelten die Gäste: Die TSV Hannover-Burgdorf hat in der Handball-Bundesliga eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Gegen die Füchse Berlin verloren die "Recken" nach Aufholjagd in Halbzeit zwei mit 29:30.

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Enttäuscht: Burgdorfs Kai Häfner.

Quelle: Sielski

Hannover. Am Ende hielt es keinen mehr auf seinem Stuhl. Alle Zuschauer in der Tui-Arena standen und feuerten an. So, als wenn sie den letzten Ball noch reinschreien wollten ins Tor der Berliner Füchse. Es sollte aber nicht sein. Die TSV Hannover-Burgdorf war gestern drauf und dran, dem Bundesliga-Tabellenführer ein Bein zu stellen. Sie hatte eine sensationelle zweite Halbzeit gespielt, aber aufgrund der mäßigen ersten Hälfte doch noch knapp verloren – mit 29:30 (13:18). Und damit riss die imponierende Serie der „Recken“ in der Tui-Arena. In fünf Jahren hatten sie dort kein Spiel verloren.

Ein Tor fehlte am Ende für ein Unentschieden: Die TSV Hannover-Burgdorf hat unglücklich mit 29:30 gegen die Füchse Berlin verloren.

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Die TSV-Fans unter den 7355 Zuschauern in Hannovers größter Halle, und das waren bis auf ein paar Berliner alle, feierten ihr Team dennoch. Die zweiten 30 Minuten waren einfach zu außergewöhnlich gewesen, boten alles, was man vom Handball verlangen kann: knisternde Spannung, Tempo, tolle Tore, packende Zweikämpfe, und, und, und.

"Letzte Konsequenz hat gefehlt"

Besonders einer hatte an dieser Show einen gehörigen Anteil. Morten Olsen, Olympiasieger im Team der „Recken“, lief zur Höchstform auf, warf Tore, von denen eines schöner war als das andere – und enorm wichtig. Der Däne sorgte dafür, dass aus einem Spiel, das zur Halbzeit entschieden schien, noch solch ein Krimi wurde. Zur Pause lagen die Berliner mit fünf Treffern vorn, waren nach 20 ausgeglichenen Minuten das bessere Team. Die TSV-Abwehr ließ allerdings auch viel zu viel zu. „In dieser Phase habe ich vermisst, dass wir zeigen, dass wir Herr im eigenen Hause sind oder es wenigstens sein wollen“, sagte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton.

Das holten die „Recken“, die aufgrund der Verletzung von Casper Mortensen (Achillessehnenprobleme) die meiste Zeit ohne echten Linksaußen spielten, nach Wiederbeginn nach. Sie gingen ganz anders in die Zweikämpfe. „Vorher hat uns irgendwie die letzte Konsequenz gefehlt“, sagte Rückraumspieler Fabian Böhm. „Dann kam unsere Abwehr zurück.“ Und so kam die TSV, die nach der dritten Zeitstrafe auf Europameister Erik Schmidt verzichten musste (46:41), den Füchsen immer näher. In der 47. Minute war es der Kapitän, der sein Team erstmals wieder in Führung warf. Torge Johansen traf zum 22:21.

"Dumme Fehler gemacht"

Danach ging es munter hin und her, keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich abzusetzen. „Wir haben in den entscheidenden Momenten sehr dumme Fehler gemacht, da durften wir die Bälle nicht so leicht hergeben“, sagte Olsen. Und so zogen die Berliner beim Stand von 28:28 knapp zwei Minuten vor dem Ende auf zwei Tore davon.

Ein Rückschlag, von dem sich die „Recken“ nicht mehr erholten. 33 Sekunden vor Schluss traf Julius Hinz zwar noch zum 29:30, aber das war es dann. Auch, weil die Unparteiischen alles andere als Heimschiedsrichter waren. Sie zogen sich mehrfach den Unmut der TSVer zu. Geschäftsführer Chatton gratulierte den Berlinern zwar zu einem „insgesamt verdienten Sieg“, sagte aber auch: „Für mich ist unsere Serie in der Tui-Arena nicht gerissen. Ich bin mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter am Ende nicht einverstanden. Und darum haben wir für mich unentschieden gespielt.“ Verdient gehabt hätten es seine „Recken“ allemal.

Tore für die TSV: Olsen (10), Johannsen (6/davon 2 Siebenmeter), Häfner (5), Böhm (4), Hykkerud (3) und Hinz – Zuschauer: 7355 – Zeitstrafen: 2/2 – Disqualifikation: Schmidt (3. Zeitstrafe, 47.) – Nächstes Spiel: HBW Balingen – TSV Hannover-Burgdorf (Dienstag, 11. Oktober, 20.15 Uhr).

 

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Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

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