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Hannover empfängt die Europameister

Handball Hannover empfängt die Europameister

Etwa 150 „Recken“-Fans sorgten am Montag für Stimmung im Rathaus. Dort wurden die beiden Handball-Europameister Kai Häfner und Erik Schmidt von Oberbürgermeister Stefan Schostok empfangen. Unter Beifall und Fangesängen trugen sich die beiden TSV-Spieler in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein.

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In Feierlaune: 
Erik Schmidt (li.) und Kai Häfner (2. v. re.) mit Stefan Schostok und Stephan Manke (re.).

Quelle: Treblin

Hannover. Die Aufzählung von Stefan Schostok war lang. Gekrönte und ungekrönte Monarchen hätten sich schon in das Goldene Buch der Landeshauptstadt eingetragen, sagte Hannovers Oberbürgermeister, ebenso wie Sportler, Künstler, Diplomaten und Staatsoberhäupter. Und jetzt kämen zwei Monarchen hinzu: „Wir begrüßen die Könige des Handballs ins Hannover“, sagte Schostok unter dem Jubel der etwa 150 Fans, begleitet von einem Trommelwirbel der Handballfreunde Burgdorf. „Kai Häfner und Erik Schmidt, Sie haben etwas Großes für Hannover geleistet.“

Wieder brandete Beifall auf – und Fangesänge wurden angestimmt wie „Wir sind stolz auf unsere Jungs aus Hannover“. Die beiden Handballeuropameister der TSV Hannover-Burgdorf standen neben dem Stadtoberhaupt und Sport-Staatssekretär Stephan Manke auf der Rathaustreppe und waren sichtlich berührt. „Ein wirklich phänomenaler Empfang“, sagte Häfner.

Nach dem offiziellen Teil ging es für die beiden Handball-Helden munter weiter. Autogramme schreiben, sich mit Fans ablichten lassen – und immer wieder mussten sie ihre Goldmedaillen von dem Triumph in Polen zeigen – was sie natürlich stolz und ausdauernd taten. Müde wurden sie jedoch nicht, und wer weiß, wie lange sie noch hätten schreiben und lächeln müssen, wenn ihr Vereinscoach Jens Bürkle nicht das Nachmittagstraining angesetzt hätte.

Am Montag trugen sich die Handball-Europameister Kai Häfner und Erik Schmidt in das goldene Buch der Stadt Hannover ein.

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Die EM-Medaille wird bei beiden zu Hause einen Ehrenplatz erhalten. Häfner hat sogar schon konkrete Vorstellungen: „Ich werden sie aufhängen, gemeinsam mit einem Bild und einem Trikot.“ Schmidt überlegt noch. „Ich habe eine wunderschöne Box geschenkt bekommen“, sagt er, „vielleicht hänge ich die Medaille aber auch auf.“

Mit dem Empfang im Rathaus am Montag hat der Feiermarathon allerdings vorerst ein Ende. Und wenn man die diplomatische Antwort Schmidts auf die Frage, was denn anstrengender gewesen sei, die zwei Wochen Handball-EM oder eine Woche Empfänge?, richtig deutet, wird klar, dass er froh ist, endlich wieder Handball spielen und trainieren zu können. „Wenn ich diese Frage beantworte, kann ich nur verlieren“, sagte er 24-Jährige neben Hausherr Schostok stehend.

Die nachmittägliche Trainingseinheit war dann für ihn die erste nach dem sensationellen Erfolg mit dem Nationalteam. „Jetzt darf er endlich wieder in die Halle“, sagte Bürkle augenzwinkernd. Wegen eines privaten Termins am Sonntagabend hatte der Abwehrspieler morgens noch frei bekommen. Häfner musste da bereits wieder ran, obwohl auch er erst nachts um zwei von einem Termin beim NDR in Hamburg zurückgekommen war. „Krafttraining. Einen Ball haben wir leider nicht gesehen“, sagte er – und verwies auf seine letzte Trainingseinheit bei den „Recken“ vor der Nachnominierung fürs Nationalteam. „Krafttraining und Runden laufen im Schnee.“ Trotzdem sei es schön, dass es endlich normal weitergehe – und am Sonnabend das erste Bundesligaspiel nach der EM- und Winterpause anstehe. So „phänomenal“ der Empfang im Rathaus auch gewesen ist. Sie sind halt die „Könige des Handballs“ und fühlen sich in der Halle am wohlsten.

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