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Leipzig hat Riesen-Respekt vor den Recken

Handball-Bundesliga Leipzig hat Riesen-Respekt vor den Recken

Es war der größte Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte für Handball-Bundesligist Leipzig: Der SC DHfK besiegte kurz vor Weihnachten 2016 die TSV Hannover-Burgdorf mit 28:24 und zog damit ins Final Four des DHB-Pokals ein. Was die Recken damals nicht ahnten: Ihnen sollte ein Negativstrudel in der restlichen Saison bevorstehen, ohne einen Sieg im Jahr 2017. Doch die Zeiten haben sich geändert – und Leipzig hat richtig Re­spekt vor den Recken.

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DAS WIRD SCHWUNGVOLL: In Pokal und Rückrunde gewann Leipzig (in Grün) vergangene Saison gegen die Recken – doch die Vorzeichen haben sich geändert.

Quelle: Modla

Leipzig. Am kommenden Sonntag (Anwurf 12.30 Uhr) treffen beide Teams erneut in Sachsen aufeinander. Doch diesmal kommt Hannover-Burgdorf als ungeschlagener Ta­bellenführer nach Leipzig und die DHfK-Verantwortlichen zeigen großen Respekt vor dieser Leistung: „Das wird die ultimative Herausforderung für uns“, meint Manager Karsten Günther. Für ihn seien die Gäste nach der verpatzten Rückrunde eine der größten Überraschungen in der noch jungen Spielzeit. Nationalspieler Niklas Pieczkowski hat be­sonders vor seinem Auswahlkollegen Kai Häfner Respekt. „Der fackelt nicht lange, hat einen großen Drang zum Tor“, sagt der 27-Jährige.

Leipzigs Trainer André Haber glaubt zwar nicht an einen Durchmarsch der Recken bis zum Meistertitel, traut der Mannschaft von seinem Kollegen Carlos Ortega aber auch in Zukunft große Leistungen zu. „Sie können es am Ende unter die besten fünf Mannschaften schaffen“, glaubt der Nachfolger des jetzigen Bundestrainers Christian Prokop auf der Leipziger Bank.

Die Grün-Weißen aus Sachsen wissen, was auf sie zukommt, in Ehrfurcht er­starren sie aber dann doch nicht. „Wir wollen gewinnen und haben nicht vergessen, dass wir in Leipzig spielen“, betont Haber. Die Fans in der Arena waren in der Vergangenheit oft der entscheidende Faktor. Sie haben ein feines Gespür dafür entwickelt, wann ihr Team Hilfe braucht. Dann stehen 4000 Zuschauer wie auf Kommando auf und peitschen ihr Team nach vorn. Auch wenn es einmal nicht läuft: Pfiffe gegen die eigene Mannschaft sind in Leipzig völlig unbekannt.

Der SC DHfK hat sich in die Saison gekämpft. Zum Auftakt gab es enge Siege gegen Minden und Hüttenberg. In Lemgo setzte es die erste Niederlage. Von Minikrise war da schon die Rede. Kritik an Trainer Haber wurde zwar nicht laut, er wird aber stets an Vorgänger Prokop gemessen. Hinzu kommt eine ungewöhnliche Konstellation: Im kommenden Januar gibt Haber sein Amt als Chef an Frauen-Bundestrainer Michael Biegler schon wieder ab, den der Deutsche Handballbund nicht früher nach Leipzig ziehen ließ.

Den Befreiungsschlag schaffte Leipzig vor zwei Wochen mit einem 25:22-Überraschungssieg gegen die SG Flensburg-Handewitt. Die Norddeutschen waren eines der wenigen Teams, gegen die der SC DHfK zuvor stets verloren hatte. Nach dem Abpfiff sorgte Biegler selbst mit einer Aussage für Aufsehen. Mit Blick auf Haber sagte er: „Eine Lokomotive, die läuft, muss man nicht aufhalten.“ Das Ma­nagement reagierte umgehend. Es bleibe alles wie besprochen, Biegler komme auf jeden Fall, auch wenn Haber weiter für Furore sorgen sollte.

Der Trainer auf Zeit muss gegen die Recken nur auf den verletzten Linksaußen Lukas Binder verzichten. Vor allem die Zugänge Philipp Weber (kam aus Wetzlar zurück) und Yves Kunkel (wechselte aus Balingen-Weilstetten) sind seit dem ersten Spieltag feste Stützen im Team. Youngster Franz Semper (20) spielt dazu stark auf im rechten Rückraum.

Angesagt hat sich für die Sonntagspartie übrigens auch der Bundestrainer. Neben Häfner wird Prokop dann einen besonderen Blick für Semper haben, der auf derselben Position drängelt und von einer Berufung in die Nationalmannschaft träumt.

Von Matthias Roth

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