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Ortega und das neue Recken-Selbstbewusstsein

TSV Hannover-Burgdorf Ortega und das neue Recken-Selbstbewusstsein

Der Trainer der Bundesliga-Handballer sieht eine 50:50-Chance gegen das Topteam aus Berlin

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Klare Anzeige: Recken-Trainer Carlos Ortega (links) und sein Assistent Iker Romero weisen den Handballern den Weg.

Quelle: Petrow

Hannover. Carlos Ortega hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. „Sind die Favorit?“, fragte der Trainer des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf provokant, als er in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Füchse Berlin (Sonntag, 12.30 Uhr, Tui-Arena) auf den vermeintlich übermächtigen Gegner angesprochen wurde. „Ich sehe unsere Chancen 50:50“, ergänzte der Spanier. „Die Berliner haben zwar sieben Mal in Folge gewonnen, wir spielen aber zu Hause und sind da auch noch ungeschlagen.“

Ortega verkörpert das neue Recken-Selbstbewusstsein und bleibt dennoch bodenständig. Der 46-Jährige räumte ein, dass seiner Mannschaft trotz starker 12:6-Punkte noch die Balance zwischen Angriff und Abwehr fehlt. Der TSV-Coach nannte aber auch seine Philosophie: „Es ist wichtiger, in der Defensive eine gute Ordnung zu halten.“

Die Recken kennen die Stärken des Gegners. „Steffen Fäth und Petar Nenadic im Rückraum agieren bisher überragend“, sagte Ortega. Und Rückraumspieler Fabian Böhm ergänzte: „Natürlich wissen wir, zu welchen Paraden Silvio Heinevetter im Tor fähig ist.“ Böhm ergänzte aber auch, dass die Hannoveraner nicht drei Spiele in Folge verlieren wollen. Und eine Voraussetzung für einen Erfolg ist gegeben: Abwehrchef Sven-Sören Christo-phersen, der in Kassel wegen einer Zerrung gefehlt hatte, stieg am Donnerstag wieder ins Teamtraining ein. Fraglich ist der Einsatz von Mait Patrail (Rückenprobleme), Pavel Atman und Lars Lehnhoff sind noch nicht von ihren Verletzungen genesen.

Ortega aber hält nichts davon, das Fehlen von Profis zum größeren Thema zu machen. Für den Punkteverlust bei den Melsungern machte er daher weniger Christophersens Ausfall verantwortlich als „drei verpasste Chancen. Da hat uns der Killerinstinkt gefehlt.“

Nicht zuletzt bauen Ortega und seine Profis auf die Fans in der Tui-Arena. „Es macht Spaß, dort zu spielen. Es herrscht eine klasse Atmosphäre“, sagte Böhm.

Davon überzeugen können sich am Sonntag auch Infa-Besucher. Sie bekommen bei einem Besuch des Recken-Spiels zehn Prozent Ermäßigung, wenn sie ihre Eintrittskarte an der Tageskasse vorlegen.

Von Carsten Schmidt

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