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"Recken" bedauern Abgang von Sigurdsson

Nationaltrainer "Recken" bedauern Abgang von Sigurdsson

Kai Häfner spricht vielen Handballfans aus dem Herzen. „Es ist sehr, sehr schade, dass Dagur Sigurdsson als Bundestrainer aufhört“, sagte der Rückraumspieler der TSV Hannover-Burgdorf zu der Ankündigung des Isländers, sein Amt nach der Weltmeisterschaft im Januar 2017 niederzulegen.

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Die Wege trennen sich: Bundestrainer Dagur Sigurdsson (2. v. l.) feierte noch im Januar den EM-Titel mit Kai Häfner (l.) und Erik Schmidt aus Hannover (r.). In Kürze wird der Isländer sein Amt aber niederlegen und nach Japan wechseln.

Quelle: Jens Wolf/dpa

Hannover. Sigurdsson wird nach acht Jahren in Deutschland mit seiner Familie wieder in die isländische Heimat zurückkehren. Von dort aus wird der 43-Jährige regelmäßig zu seinem neuen Arbeitgeber in den Fernen Osten fliegen, er soll das japanische Handballteam auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten. „Jetzt wissen alle Bescheid, und wir können uns mit aller Energie auf die kommende Weltmeisterschaft konzentrieren“, sagte der Isländer gestern. In Japan kennt er sich aus, vor 16 Jahren wechselte Sigurdsson als Spieler vom LTV Wuppertal zu Wakunaga Hiroshima. Mit dem damaligen Wakunaga-Coach Kiyohara Sakamaki ist der Isländer noch heute befreundet.

Sigurdsson hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) im Sommer 2014 übernommen und wieder zurück in die absolute Weltspitze geführt. In diesem Jahr wurde die deutsche Mannschaft Europameister und Olympia-Dritter, bei beiden Turnieren stand Häfner im Kader und hatte mit den meisten Toren im EM-Finale gegen Spanien auch erheblichen Anteil an den Erfolgen. „Es war eine Zeit, in der wir viel erreicht haben“, sagte der „Recken“-Profi und ergänzte: „Wir wollen jetzt aber nicht über Abschied sprechen, sondern erst noch eine starke Weltmeisterschaft spielen.“ Auch Häfners Kollege Erik Schmidt bedauerte den Abschied: „Sigurdsson hat mir den Weg in die Nationalmannschaft geebnet“, sagte der 23-Jährige. „Ich bin mit ihm Europameister geworden.“ Der Kreisläufer hatte zwar auch hinnehmen müssen, dass ihn der Bundestrainer nicht in den Kader für Rio berief, resümierte dennoch, dass durch Sigurdssons Abschied ein „wesentlicher Baustein des bisherigen Erfolgs wegbricht“.

Unvorbereitet traf den DHB die gestern offiziell verkündete Entscheidung des Bundestrainers nicht. Sigurdsson hatte Vizepräsident Bob Hanning bereits nach den Olympischen Spielen informiert. Hanning würdigte ausdrücklich die Arbeit des Coaches: „Dagur hat das Denken im deutschen Handball nachhaltig geändert - das wird über seine Zeit hinaus wirken“, sagte er.

Der DHB-Vizepräsident ist zudem überzeugt, dass Sigurdsson sich mit einer erfolgreichen WM verabschieden wird. „Dagur ist nie satt, was Titel angeht“ Anerkennung für Sigurdssons Arbeit zollte auch Jens Bürkle, Coach der TSV Hannover-Burgdorf: „Er hat mit seinem Mitarbeiterstab viel geschafft. Mich hat seine Entscheidung überrascht, nach der WM als Bundestrainer aufzuhören.“

Ein Nachfolger Sigurdssons soll bis spätestens zum 1. Juli 2017 bestellt werden. „Dabei geht Qualität vor Tempo“, sagte Hanning. Als Wunschkandidat gilt Christian Prokop. Der 37-Jährige trainiert den SC DHfK Leipzig, derzeit Fünfter in der Bundesliga, und hatte 2007 den TSV Anderten in die 2. Liga geführt. Weitere Kandidaten sind der frühere Weltmeister Markus Baur, Trainer beim TVB Stuttgart, und Dänemarks scheidender Nationaltrainer Gudmundur Gudmundsson.

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