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"Recken" starten in Titelkämpfe

Partie gegen Spanien "Recken" starten in Titelkämpfe

„Recke“ soll am Sonntag in Breslau helfen, die „simple“ EM-Taktik des Bundestrainers gegen den klaren Gruppenfavoriten Spanien umzusetzen: Starke Abwehr, schnelles Spiel nach vor.

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„Wir sind gerüstet“: Erik Schmidt.

Quelle: dpa

Hannover/Breslau . Der Auftaktgegner hat es in sich. Er könnte kaum schwieriger sein. Doch Erik Schmidt ist das irgendwie egal. Hauptsache, es geht endlich los. „Die Vorbereitung war lang genug“, sagt der Handballer der TSV Hannover-Burgdorf, „jetzt freuen wir uns einfach auf Polen und die EM.“ Die deutsche Nationalmannschaft, in der der 23-Jährige in der Abwehr gesetzt ist, startet am heutigen Sonnabend (18.30 Uhr, live im ZDF) in Breslau gegen den klaren Gruppenfavoriten Spanien in die kontinentalen Titelkämpfe.

Schmidt weiß um die Schwere der Auftaktpartie und auch um die Kritik, die in den Vorbereitungsspielen gegen Island auf das deutsche Team eingeprasselt war. Besonders am Abwehrverhalten der Auswahl von Bundestrainer Dagur Sigurdsson – und damit auch an Schmidt. „Ich weiß, dass wir da noch einiges zulegen müssen“, sagt der 2,04 Meter lange Kreisläufer. „Aber wir hatten ja auch noch einige Trainingseinheiten und sind enger zusammengerückt.“

Zustimmung erhält er von seinem Clubtrainer. „Natürlich lag gegen die Isländer einiges im Argen“, sagt „Recken“-Coach Jens Bürkle, „aber die Spieler waren nach der harten Vorbereitung auch müde, dann schleichen sich Fehler ein. Ich mache mir jedenfalls keine Sorgen um Erik.“

"Recken" bei der EM

Clubinternes Duell: Außer Erik Schmidt sind zwei weitere Handballer der TSV Hannover-Burgdorf bei der EM vertreten: Runar Kárasson mit der isländischen und Joakim Hykkerud mit der norwegischen Auswahl. Beide Teams spielen in der Vorrundengruppe B – gemeinsam mit Weißrussland und Kroatien. Das direkte Aufeinandertreffen der beiden „Recken“ gab es bereits gestern Abend (26:25 für Island).

Der 27-jährige Kárason spielt in einem sehr erfahrenen Team, in dem viele Spieler schon in die Jahre gekommen sind. Sie wollen es noch einmal wissen bei einem internationalen Turnier; und dazu ist das Weiterkommen (nur der Gruppenletzte scheidet aus) für sie Pflicht. Auswahltrainer Aaron Kristjansson (einst Coach der TSV) hält große Stücke auf Kárason. „Runar wird mit seiner Dynamik wichtige Tore für uns werfen“, sagte er nach dem Testländerspiel am vergangenen Sonntag in Hannover.

Der 29-jährige Hykkerud blickt mit seiner Auswahl auf eher mäßige Jahre zurück. Bei der WM in Katar war sie nicht dabei. Der 27:26-EM-Qualifikationssieg gegen Kroatien hat den Skandinaviern jedoch neuen Mut gemacht. Das Weiterkommen sollte drin sein. Der Star und Schlüsselspieler im Team ist Sander Sagosen, der Mittelmann von Aalborg Handball.  gru

Die Frische ist jetzt – etwa eine Woche später – zurück, genau, wie sich die Abstimmung in der Zeit gebessert hat – und darum gibt sich Schmidt auch ganz optimistisch. Obwohl nach Spanien mit Slowenien und Schweden zwei weitere Schwergewichte in der Vorrundengruppe C warten. „Wir sind gerüstet für das Turnier“, sagt er.

Die Worte des Hannoveraners sind durchaus mutig. Sie klingen dennoch extrem vorsichtig, wenn man sie mit denen der Spanier im Vorfeld vergleicht. Die Iberer strotzen nur vor Selbstbewusstsein, das Gesagte grenzt fast an Arroganz. Joan Cañella, beim deutschen Rekordmeister THW Kiel unter Vertrag, sagte eine Lehrstunde für das Sigurdsson-Team voraus: „Wir gewinnen mit zehn Toren Unterschied.“ Und Gedeón Guardiola von den Rhein-Neckar Löwen legte gleich noch nach: „Wir waren noch nie Europameister, das wollen wir ändern.“

Schmidt und die anderen deutschen Spieler haben die vollmundigen Sprüche der Spanier vernommen – und sie denken sich ihren Teil. „Respekt ist vorhanden, aber keine Angst“, sagt etwa der routinierte Torhüter Carsten Lichtlein. Und auch der Bundestrainer macht seiner Mannschaft Mut, obwohl er nach dem imponierenden 26:12-Testspielsieg der Spanier gegen den EM-Gastgeber Polen sehr besorgt gewirkt hatte. Aber einige Nächte und einige Trainingseinheiten mit seinem Team später ist er wieder ruhiger. „Man hat gegen einen super Gegner immer Sorgen, dass man nicht gut genug ist, dass man zweifelt“, sagt Sigurdsson. „Aber ich habe immer noch ein gutes Gefühl für das ganze Turnier. Ich spüre gar nicht bei den Jungs, dass die nervös sind. Die wollen einfach loslegen.“ Und eben Fachwelt und Spanier überraschen.

„Starke Abwehr, starke Torhüter und schnelles Spiel nach vorne"

Der Isländer hat dafür auch schon einen Plan, für dessen Einfachheit er sich schon vorab entschuldigt. „Das mag langweilig klingen. Aber manchmal ist es nicht so kompliziert“, sagt Sigurdsson. Seine Taktik: „Starke Abwehr, starke Torhüter und schnelles Spiel nach vorne, um den Spaniern keine taktischen Wechsel von Angriffs- und Abwehrspielern zu gestatten.“ Das mag für ihn ziemlich simpel klingen, die Umsetzung dürfte in der Realität dennoch schwer werden.

Mit welcher Startformation er ins Spiel gegen die Iberer gehen wird, wollte Sigurdsson noch nicht preisgeben: „Meine erste Sieben steht, aber die verrate ich nicht.“ Dennoch scheint einigermaßen sicher, dass der einzige „Recke“ in seiner Mannschaft dann auf dem Feld steht. Und Schmidt wird wie seine Nebenspieler bemüht sein, den Spaniern von Anfang an zu zeigen, dass die deutsche Auswahl alles andere als ein Leichtgewicht ist, gegen das man mal so im Vorbeigehen gewinnt.
Und: Ein kleiner Dämpfer täte den großspurigen Spaniern ganz gut.

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