Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Recken unterliegen Rhein-Neckar Löwen

TSV Hannover-Burgdorf Recken unterliegen Rhein-Neckar Löwen

Seit Carlos Ortega im Sommer als Trainer bei den Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf übernahm, lief eigentlich alles am Schnürchen. Er flößte seinen Profis neues Selbstbewusstsein ein, sie dankten es mit sechs Siegen aus sieben Spielen. Am Dienstag gab’s den ersten richtigen Rückschlag beim 23:35 gegen die Rhein-Neckar Löwen.

Voriger Artikel
Recken weiter Spitzenreiter nach Sieg gegen Erlangen
Nächster Artikel
Ortega und das neue Recken-Selbstbewusstsein

Bedient: Recken-Trainer Carlos Ortega schaut ratlos drein bei der Pleite bei den Rhein-Neckar Löwen.
 

Quelle: imago

Hannover. Es war eine krachende Niederlage von willen- und ideenlosen Recken beim Doppelmeister. Ortega muss gegensteuern, doch dafür bleibt praktisch keine Zeit. Denn schon am Donnerstag (19 Uhr) geht es beim nächsten Topteam weiter. Zum Glück!

Die Recken haben bei der MT Melsungen Wiedergutmachung im Fokus. Und das, obwohl sie noch weit über den Erwartungen stehen. Tabellenführung verloren an die dominante Löwen, aber immer noch auf Platz zwei. Das hätten auch die kühnsten Optimisten vor der Saison nicht erwartet. Der Ortega-Effekt hat’s möglich gemacht. Bissigere, aggressivere Abwehr. Mehr Tempo im Angriff. Doch von den neuen Stärken, die Siege gegen Flensburg und Kiel möglich machten, war am Dienstag bei der Klatsche in Mannheim absolut nichts zu spüren.

Gegen ein Weltklasseteam allerdings, das obendrein einen richtig guten Tag erwischt hatte. „Das war nahe dran am perfekten Spiel“, gestand sogar Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen. Doch der neue Recken-Lenker Ortega ist Perfektionist. Ihm reicht es lange nicht, nur auf die Stärke des Gegners zu verweisen: „Es ist natürlich schwer, hier zu gewinnen. Und natürlich kann man gegen sie das Spiel verlieren. Aber wir haben nicht gekämpft. Das finde ich traurig“, kritisierte Ortega deutlich. „Aber die Löwen wirkten auch unaufhaltsam, wie Maschinen.“

Seine Recken machten es Mannheim allerdings leicht. Vorne behäbig und in den ersten zwölf Angriffen mit nur einem Torerfolg. Hinten zahnlos gegen bissige Löwen. „Wir waren deutlich schlechter als in den Spielen zuvor“, fand Führungsspieler Fabian Böhm: „Wir haben überhaupt nicht zur normalen Leistung gefunden.“ Der Doppelmeister zeigte dem Überraschungsteam eiskalt die Grenzen auf. Ob’s nach dem Mini-Schock in Mannheim am Donnerstag besser wird gegen das nächste Topteam Melsungen, das sich mit Stars wie den Nationalspielern Finn Lemke und Julius Kühn verstärkt hat? „Wir müssen das halt wegstecken“, sagt Böhm.

Die Englische Woche mit zwei Spielen innerhalb von 50 Stunden könnte dabei zum großen Vorteil werden. Findet zumindest Co-Trainer Iker Romero. „Das Gute ist doch, dass wir sofort alles besser machen können als gegen die Rhein-Neckar Löwen. Wenn du nach so einer Niederlage zehn Tage bis zum nächsten Spiel warten musst, ist das zu viel Zeit. Dann fängst du an, dir den Kopf zu zerbrechen“, sagt der spanische Weltmeister von 2005. Er will der Niederlage ohnehin nicht allzu viel Bedeutung zumessen. „Wir haben da nicht mit gerechnet, aber das kann passieren“, findet Romero: „Diese eine Niederlage führt nicht dazu, dass wir alles ändern müssen. Kopf hoch, weiterkämpfen. Mal hast du Tage, da klappt gar nichts, und an anderen Tagen klappt alles. Gegen Melsungen werden wir alles geben, dass wieder alles klappt.“

Viel Zeit zur Vorbereitung bleibt nicht. Erst in der Nacht zu Mittwoch kamen die Recken mit dem Zug aus Mannheim an. Am Tag dann einmal Videotraining, einmal in der Halle. Die Willensstärke der ersten Spiele ist also mehr denn je gefragt. Zumindest Romero ist absolut zuversichtlich, dass es klappt: „Ich vertraue der Mannschaft zu 120 Prozent!“

Von Jonas Szemkus

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus TSV Hannover-Burgdorf
Die "Recken" gegen THW Kiel

Die "Recken" schlagen im DHB-Achtelfinale THW-Kiel mit 24:22.

Bei SmartBets findest du die besten Wettquoten für Hannover 96.
Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
18. Oktober 2017 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 Dets RaceTeam 642 27 2. Marx Beate 1979 Dets RaceTeam 420 21 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 366 23 4. Klippel-Westphal Kerstin 1970 Klippel Schuhmoden Burgwedel 211 21 5. Meier Sabine 1966 S [...]

mehr