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Recken unterliegen gegen HBW Balingen-Weilstetten

TSV Hannover-Burgdorf Recken unterliegen gegen HBW Balingen-Weilstetten

Die TSV Hannover-Burgdorf zieht in der Handball-Bundesliga mit 26:29 den Kürzeren gegen den Abstiegskandidaten HBW Balingen-Weilstetten. Die Mannschaft muss sich damit von Träumen von einer Europacup-Qualifikation verabschieden, sogar der angepeilte Top-Ten-Rang gerät in Gefahr.

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Quelle: Sielski

Hannover. Dieses Ergebnis schmerzte nachhaltig. „Wir sind als klarer Favorit angetreten, und ich möchte auch keinem Spieler absprechen, dass er sich nicht bemüht hat“, sagte Jens Bürkle, Trainer der TSV Hanover-Burgdorf, am Sonntag. Unterm Strich stand aber eine 26:29 (10:11)-Niederlage in der Handball-Bundesliga gegen den Abstiegskandidaten HBW Balingen-Weilstetten. Dieses Resultat – der erste Punktgewinn der Württemberger in Hannover – führte auch zu Fassungslosigkeit auf den Rängen der mit 4150 Zuschauern abermals ausverkauften Swiss-Life-Hall. Viele verließen schweigend und schnellen Schrittes die Stätte der Schlappe. Werbung für die nächsten Partien der „Recken“ unter anderem gegen Rekordmeister THW Kiel in der Tui-Arena am Ende des Monats (26.  März, 15  Uhr) sieht anders aus.

Am Sonnabend verlor die TSV Hannover-Burgdorf mit einem Spielstand von 26:29 gegen HBW Balingen-Weilstetten.

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Es ist nicht nur Bürkles besondere Beziehung zu Balingen, die diese Niederlage besonders bitter für den 36-Jährigen macht. Der heutige TSV-Coach war Kreisläufer und engagierter Jugendtrainer bei den Württembergern und hat in Begegnungen mit dem früheren Club genauso viel Ehrgeiz wie vier andere Hannover mit einer Vergangenheit im Schwäbischen – Geschäftsführer Benjamin Chatton sowie die Profis Fabian Böhm, Kai Häfner und Martin Ziemer. Zwei der früheren HBW-Spieler boten am Sonnabend noch am ehesten Normalform. Torwart Ziemer verhinderte mit einem runden Dutzend Paraden in der ersten Halbzeit einen höheren Pausenrückstand. Und Häfner bekam nach dem Wechsel mit sechs Treffern einen Lauf, der aber von den Schiedsrichtern mit der dritten Zeitstrafe fünf Minuten vor Schluss und der damit folgenden Disqualifikation unterbrochen wurde. „Summa summarum war das etwas hart“, sagte der Linkshänder.

Entscheidend waren aber andere Faktoren dafür, dass die TSV auch nach der vierten Bundesliga-Begegnung 2017 immer noch auf den ersten Punkt wartet. Es gab damit eine unschöne Premiere für Bürkle: „Vier Niederlagen in Folge habe ich in Hannover bisher noch nicht einstecken müssen“, sagte er. Die Duelle Mann gegen Mann waren ausschlaggebend, wie Bürkle einräumte. „Wir haben zu wenig Zweikämpfe gewonnen“, sagte der Trainer. Es kam daher kaum zu Kontern, auch Spielzüge über die Flügel hatten Seltenheit. „Und in der Abwehr haben wir uns von den Balingern einschläfern lassen.“ Zudem wurde im Mittelblock Erik Schmidt mit seiner Aggressivität schmerzlich vermisst. Bürkle hofft, dass der Europameister zumindest am kommenden Sonnabend in Wetzlar wieder einsatzbereit ist.

Zupacken sollten die „Recken“ beim Tabellensechsten in Hessen insbesondere, was Punkte betrifft. Die TSV als derzeitiger Achter droht im Falle weiterer Misserfolge aus den Top Ten zu fallen und damit das eigentliche Saisonziel zu verpassen. „Wir müssen auf uns schauen und besser spielen“, sagte Sven-Sören Christophersen. Der Routinier kam nach einem Schlag auf die Hand in der Anfangsphase wenig zum Einsatz. Seine Routine hätte vielleicht helfen können, die Pleite abzuwenden.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Häfner (7), Lehnhoff (4/davon 3 Siebenmeter), Kastening (4), Patrail (3), Mortensen (2/2), Böhm, Hykkerud, Olsen (je 2) – Zuschauer: 4150 (ausverkauft) – Zeitstrafen: Hannover 6, Balingen 8 – Nächstes Spiel: HSG Wetzlar – TSV Hannover-Burgdorf (11. März, 19 Uhr).

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