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"Recken" verlieren auch gegen Berlin

Zehnte Niederlage in Folge "Recken" verlieren auch gegen Berlin

Die Horror-Serie geht weiter: Auch in Berlin haben die Bundesliga-Handballer der TSV Hannover-Burgdorf am Mittwochabend verloren. Beim 27:34 lieferten sie aber einen guten Kampf ab, der Hoffnung macht.

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Können gegen die Berliner Übermacht – in diesem Fall Paul Drux – nur wenig ausrichten: Die Recken Kai Häfner (l.) und Timo Kastening.
 

Quelle: Imago

Berlin. Am Ende war es wie immer. Der Gegner feierte, die Recken trauerten. Man blickte in enttäuschte, angespannte Gesichter – zum zehnten Mal in Folge. Mit 27:34 verloren die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf bei den Füchsen Berlin. Und das, obwohl sie am Mittwoch eines ihrer besseren Spiele im Jahr 2017 bestritten haben. „Gegen viele andere Mannschaften hätte dieser Auftritt gereicht, um etwas zu holen“, sagte TSV-Trainer Jens Bürkle.

Gegen Berlin aber eben nicht. Die Gastgeber marschieren gerade von Erfolg zu Erfolg, bestreiten genau den entgegengesetzten Weg der Recken. Und das so gewonnene Selbstvertrauen und auch die Selbstverständlichkeit machten in der Max-Schmeling-Halle in Prenzlauer Berg einen Hauptunterschied aus. Während die Füchse leichtfüßig und entschlossen zum nächsten Sieg eilten, fiel den Recken vieles sehr schwer. Sie kämpften bis zum Umfallen, spielerisch aber blieb vieles hinter den Erwartungen zurück. Leichte Fehler, besonders in der Abwehr, begünstigten zudem das Berliner Vorhaben, in der Tabelle an den Champions-League-Plätzen dran zu bleiben.

Trainer Bürkle setzt Olsen auf die Bank

Bei den Recken saßen Mittwochabend die beiden dänischen Olympiasieger Morten Olsen und Caspar Ulrich Mortensen ebenso wie Kapitän Torge Johannsen nur auf der Bank. Während Mortensen und Johannsen zumindest noch eingewechselt wurden, ließ Bürkle seinen eigentlichen Spielmacher Olsen, der das Spiel in langer Hose und mit einem Handtuch um die Schultern ziemlich emotionslos verfolgte, draußen schmoren.

Es war eine disziplinarischen Maßnahme des Trainers. Bürkle wollte das so nicht bestätigen, sagte aber: „Wir haben heute im Angriff einiges richtig und auch richtig gut gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir immerhin 18 Tore geworfen.“ Das war sehr eindeutig. Bürkle wollte mehr Stabilität in sein Team bekommen.

Der TSV-Trainer setzte deshalb auf andere als auf Olsen – und schien damit richtig zu liegen. Seine Recken begannen äußerst konzentriert und entschlossen. 20 Minuten lang kamen die Füchse gar nicht mit ihren Gästen klar. Doch dann leisteten sich die Hannoveraner einige Nachlässigkeiten, die dem Favoriten sofort einen größeren Vorsprung brachte. Erst verwarfen Mait Patrail und Fabian Böhm. Dann vergab Lars Lehnhoff einen Siebenmeter, wenig später scheiterte Rechtsaußen Timo Kastening freistehend an der Querlatte, und schließlich fand Linksaußen Lehnhoff in Füchse-Torwart Silvio Heinevetter seinen Meister. So wurde aus dem knappen 7:8- schnell ein 7:13-Rückstand. Der gerade erstmals eingewechselte Mortensen und Sven-Sören-Christophersen sorgten immerhin noch dafür, dass zur Halbzeit zumindest noch Hoffnung vorhanden war. Zu Unrecht. Am Ende feierte der große Favorit in seinem Fuchsbau Max-Schmeling-Halle mit seinen gut 6000 Fans. Die Recken schauten niedergeschlagen drein. Versuchen jetzt, sich wieder einmal neuen Mut zu machen. „Ab morgen müssen wir wieder Gas geben“, sagte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton. In gut zwei Wochen gegen Stuttgart soll und muss ein Sieg her. Egal wie.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Häfner (6), Patrail, Böhm, Schmidt (alle 4), Lehnhoff (3/davon zwei Siebenmeter), Mortensen (2/1), Johannsen ( 2), Hykkerud und Christophersen.

Von Jörg Grußendorf

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