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TSV holt Punktgewinn in Hambung

23:23 gegen den HSV TSV holt Punktgewinn in Hambung

Was für ein verrücktes Spiel! Am Ende fühlte sich das 23:23 (13:14) beim HSV Hamburg für die TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga an wie ein Sieg. „Nach diesem Spielverlauf haben wir keinen Punkt verloren, sondern einen gewonnen“, sagte Geschäftsführer Benjamin Chatton.

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 Trainer Christopher Nordmeyer kann sich über den ersten Punkt für seine Recken freuen.

Quelle: Petrow

Hamburg. Linksaußen Lars Lehnhoff fehlte fast die Worte. „Einfach sensationell! Wir haben nie aufgegeben.“

Vor allem die letzten 60 Sekunden hatten es in sich. Da holte die Mannschaft von Christopher Nordmeyer aus zum großen Kraftakt und spielte ihre athletischen Qualitäten aus. Der Vorsprung des HSV war auf 23:22 geschmolzen, Torhüter Martin Ziemer hatte gerade eine weitere Großchance vereitelt – da bäumte sich das TSV-Team noch einmal auf und belagerte das Tor des überragenden Johannes Bitter. Doch eine gute Wurfsituation wollte sich partout nicht ergeben. Als sechs Sekunden vor Spielende ein Wurf von Kai Häfner geblockt wurde, schien die Niederlage besiegelt. Von wegen: Es gab noch das Kraftpaket namens Hykkerud, dem der Ball irgendwie in die Hände sprang und der eiskalt verwandelte. Wer das TSV-Team danach jubeln sah, der konnte ahnen, was für harte Arbeit hinter ihm lag.

Denn es war gar nicht gut losgegangen für die Gäste. Und das in beiden Halbzeiten. Auch wenn Torge Johannsen mit einem Wurf aus spitzem Winkel für das 1:0 (1. Minute) gesorgt hatte: Danach passte wenig zusammen gegen eine Hamburger Mannschaft, die in der Abwehr zupackend agierte. Den TSV-Spielern flatterten dagegen die Nerven, was sich in einer hohen Fehlerquote niederschlug. Der HSV enteilte, führte rasch mit 5:2 (5.). Auch die Forderung von Trainer Nordmeyer in der ersten Auszeit nach nur sechs Minuten, mehr Selbstvertrauen im Abschluss zu zeigen, schien zu verpuffen. Danach zogen die Hamburger zweimal mit fünf Toren Vorsprung (7:2, 8:3) davon. Eigentlich hieß die Frage nur noch: Wie hoch fällt der Sieg des HSV aus?

Es bedurfte eines Weckrufs des starken Neuzugangs Häfner, der in Unterzahl auf 7:10 (20.) verkürzte und damit die beste Phase der Gäste vor der Pause einleitete. Binnen zehn Minuten schien das Spiel zu kippen, als Johannsen mit einem Gegenstoß erst zum 12:12 (26.) ausglich und Juan Andreu (13:12, 28.) sowie erneut kaum zu stoppende Johannsen (14:13, 30., erneut in Unterzahl) für Führungen sorgten.

Doch nach Wiederbeginn war es wieder da: Das andere Gesicht der TSV, das es rasch zu verbergen gilt. Auch schon am Sonntag im Heimspiel gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke. Erneut lief im Angriff wenig zusammen, der HSV lag gar mit sechs Toren vorn (22:16, 48.). Doch die Moral der Gäste war nicht gebrochen. „Wir haben da auch super verteidigt und uns den Punkt verdient“, sagte Nordmeyer nach dem dritten Remis in Folge in Hamburg. Folgt Sonntag daheim nun der erste Sieg dieser Saison?

Tore für die TSV: Johannsen (7), Häfner (6), Hykkerud (4), Andreu, Szücs (beide 2), Patrail, Lehnhoff – Zuschauer: 5112 – Nächstes Spiel: Hannover– Nettelstedt-Lübbecke (Stg., 17.15 Uhr, Swiss-Life-Hall).

von Norbert Fettback

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