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"Recken" beenden Niederlagenserie

Sieg gegen GWD Minden "Recken" beenden Niederlagenserie

So geht Krisenbewältigung. Mit einem 35:27 (18:11)-Sieg über GWD Minden setzte die TSV Hannover-Burgdorf einen vehementen Schlussstrich unter eine 0:6-Punkteserie und vermiesten dem Mindener Coach Frank Carstens, der die „Recken“ 2009 in die Bundesliga geführt hatte, die Rückkehr.

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Endlich wieder siegreich: Die "Recken" haben GWD Minden am Sonntag bezwungen.

Quelle: Petrow

Hannover. Zum Erfolg trugen auch die 3553 Fans bei, die ihre Lieblinge lautstark unterstützten und feierten. Nach der Partie erklang wieder das Lied „So ein Tag, so wunderschön wie heute“, und die TSV-Profis tanzten ausgelassen alle Misserfolge der Vorwochen weg.

Dabei waren die Voraussetzungen für die ersehnte Wende nach drei Niederlagen in Folge wurden allerdings schon vor dem Anwurf erschwert. Morten Olsen fiel mit einer Verletzung am hinteren rechten Oberschenkel aus, die er sich im Abschlusstraining am Freitag zugezogen hatte. Durch den Ausfall des dänischen Spielmachers vergrößerten sich die Probleme der „Recken“ im Rückraum. Dort fehlen mit langwierigen Blessuren schon Sven-Sören Christophersen und Csaba Szücs. Zudem gingen die Europameister Kai Häfner und Erik Schmidt angeschlagen in die Begegnung.

Häfner aber eröffnete mit dem 1:0 eine erste Halbzeit, in der sich die TSV von den jüngsten Negativerlebnissen freispielte. Nur einmal lagen die Mindener (3:2) in Führung, ansonsten bekamen die „Recken“ nach knapp einer Viertelstunde immer mehr Oberwasser. Vor allem die Abwehrarbeit war wesentlich zupackender als in den vergangenen Spielen. Torwart Martin Ziemer parierte zudem dann glänzend, wenn sich die GWD-Angreifer einmal durchgeetzt hatten. Und im Angriff gewannen die Hannoveraner immer mehr Sicherheit, je länger das Duell dauerte.

Die erste Zweitoreführung stellte Torge Johannsen mit einem Konter zum 7:5 her, da waren 13 Minuten absolviert. Und von der 19. Minute an starteten die „Recken“ durch: Sie bauten den Vorsprung von 10:9 auf 18:11 aus. Minden stand Spalier gegen einen ,Gastgeber, der endlich so „gallig und gierig“ agierte, wie es Trainer Jens Bürkle gefordert hatte. Bemerkenswert: Kreisläufer Dominik Kalafut, der die Vorsaison wegen eines Kreuzbandrisses komplett pausieren musste, trug sich auch in die Torschützenliste ein – zum 17:10.

Die Höhepunkte nach dem Wechsel: Zehn Minuten nach der Pause erklang erstmals Verdis Triumphmarsch: Lars Lehnhoff traf zum 24:14, zehn Tore Vorsprung hatten sich die „Recken“ herausgespielt. ,Kasper Kisume, Neuzugang nach vier Spielen, hatte in der Schlussphase sein persönliches Erfolgserlebnis mit den ersten beiden Toren im TSV-Dress. Der Heimerfolg wurde souverän ins Ziel gebracht, auch wenn den Gästen noch Ergebniskosmetik gelang und sie die Differenz zu den Hannoveranern auf acht Tore drücken konnten. Das trübte aber die Freude in der Swiss-Life-Hall nicht. Die „Festung“ steht wieder.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf:: Lehnhoff (7/davon 4 Siebenmeter), Böhm (7) , Häfner, Patrail (je 5), Johannsen (4), Hykkerud (3), Kisum (2), Karason, Kalafut – Zuschauer: 3553 – Zeitstrafen: Hannover 2, Minden 2 – Nächstes Spiel: THW Kiel – TSV Hannover-Burgdorf (Mi., 19 Uhr).

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