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Der nächste Recken-Schock

TSV Hannover-Burgdorf Der nächste Recken-Schock

Statt des erhofften ersten Sieges in 2017 gab’s für die Recken wieder nur eine Pleite in der Handball-Bundesliga beim 26:27 bei GWD Minden. Wieder wurde in letzter Sekunde ein Punkt verloren – wie schon am Sonnabend beim 24:24 gegen TVB Stuttgart.

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Harte Bandagen: Mait Patrail (links) im Duell mit Mindens Christoffer Rambo.

Quelle: Sielski

Dabei ging es erst mal gut los für die TSV Hannover-Burgdorf. Vor allem Mait Patrail warf befreit drauflos und traf schon in den ersten 20 Minuten vierfach. Bis zur 9:7-Führung durch Rechtsaußen Timo Kastening (17. Minute) wirkte alles noch nach Plan. „Wir sind gut gestartet“, urteilte auch Trainer Jens Bürkle.

Doch gegen Ende der ersten Halbzeit war sie wieder zu spüren, diese verflixte Verunsicherung, die sich im neuen Jahr durch (fast) alle Recken-Spiele zieht wie ein roter Faden. Fünf unbeantwortete Tore der Mindener in fünf Minuten und einige krasse Aussetzer im Passspiel der Recken – zur Halbzeit lag die TSV mit 12:16 hinten. „Da haben wir zu schnell, zu viele Fehler gemacht“, sagte Bürkle. Es ist eben schwer, nach elf sieglosen Spielen den Kopf frei zu haben.

In der zweiten Hälfte passierte plötzlich was mit den Recken: Sie zeigten unglaubliche Moral, da war neuer Biss. Und sie kamen wieder ran! „Wir haben uns richtig dagegen gestemmt“, lobte Sven-Sören Christophersen. Und Trainer Bürkle befand: „Wir haben uns fantastisch reingekämpft, das war emotional.“ Erst traf Fabian Böhm, dann Lars Lehnhoff per Siebenmeter, dann Patrail und nochmal Lehnhoff – nur noch 20:21 (45.). Lehnhoff brüllte seine Mitspieler wach: „Boom!“ Und Olympiasieger Morten Olsen traf sogar zur 23:22-Führung (53.). Doch erst glich Mindens Christoffer Rambo Sekunden später erneut aus, dann mussten die Gäste aus Hannover in doppelter Unterzahl ran. Nicht die einzige komische Entscheidung der Schiedsrichter gegen das Gastteam aus Hannover. „Ich sage zu dem Thema nichts“, sagte Bürkle vielsagend …

Und so gehörte Minden dann bei 26:26-Gleichstand der letzte Angriff. In dem kassierte Recke Erik Schmidt dann die nächste Zweiminutenstrafe. Charlie Sjöstrand ballerte den Ball rein – die nächste Recken-Pleite war perfekt.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Häfner 6, Patrail 5, Lehnhoff 3/ davon 1 Siebenmeter, Olsen 3, Böhm, Kastening, Schmidt (alle 2), Mortensen 1/1, Hykkerud, Johannsen – Zuschauer: 3087 – Strafminuten: 2 / 10 – Disqualifikation: Schmidt (59.) – Nächstes Spiel: TSV Hannover-Burgdorf – SC DHfK Leipzig (Mi., 19 Uhr, Swiss-Life-Hall).

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