Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Gewitter

Navigation:
Lernen die „Recken“ jetzt das Fürchten?

Handball Lernen die „Recken“ jetzt das Fürchten?

Nach fünf Niederlagen in Folge geht bei den Fans des Handball-Bundesligisten auch mancher bange Blick nach unten – obwohl das Polster zu den Abstiegsrängen noch komfortabel ist.

Voriger Artikel
Handball-Talent Kalafut bleibt bis 2018 in Hannover
Nächster Artikel
„Wir wollen THW Kiel schlagen“

„Uns ist die Leichtigkeit abhandengekommen“: Trainer Jens Bürkle benennt eine Ursache für die aktuelle Negativserie der „Recken“ in der Handball-Bundesliga.

Quelle: Sielksi

Hannover. „Nach unten blicken?“ Jens Bürkle wiederholt die Frage, stockt etwas, dann antwortet der Trainer des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf. „Das ist bei uns kein Thema. Wir haben immer gesagt, dass wir unser Saisonziel Top Ten erreichen wollen.“

Nach fünf Niederlagen in Folge und dem vorerst letzten Platz in der Rückrunden-Tabelle legte mancher „Recken“-Fan die Stirn in Falten - nicht nur wegen des deutlichen Leistungsabfalls der Mannschaft gegenüber der Hinrunde. Es kriecht eine Ahnung herauf, dass sich Bundesliga-Historie wiederholt. Und da gab es vor zwei Jahren nach einer ordentlichen Hinrunde einen ähnlichen Leistungsabfall, der die TSV in bedrohliche Nähe der Abstiegszone führte.

Verletzungen mindern Präzision

Die Situation von damals ist allerdings nicht mit der heutigen Lage so unmittelbar vergleichbar. Damals war der „Recken“-Kader so stark dezimiert worden, dass der damalige Coach Christopher Nordmeyer Spiel für Spiel Handballer aus der zweiten Mannschaft oder aus der A-Jugend aufbieten musste. Diese fehlende Routine führte zu der damaligen Zitterpartie.

So weit gediehen ist die aktuelle Personalnot bei den Hannoveranern noch nicht. Bürkle bekam zum Spieltag bisher immer noch genügend Profis zusammen. Doch die Verletzungen von Erik Schmidt, Csaba Szücs und Torge Johannsen - hinzu kommen angeschlagene Akteure wie Sven-Sören Christophersen und Mait Patrail - führten zu zwei ungünstigen Effekten. Andere Akteure mussten länger auf dem Parkett agieren und erhielten weniger Erholungspausen. Und im Training waren mit einem reduzierten Aufgebot Spielformen sechs gegen sechs oder sieben gegen sechs kaum möglich. Das wirkte sich auf die Präzision sowohl in der Abwehr als auch im Aufbau aus.

Verlorene Leichtigkeit

Es gibt aber noch einen anderen Umstand bei den „Recken“, der das Abrutschen erklärt. „Uns ist die Leichtigkeit abhandengekommen, die wir zum Ende der Hinrunde hatten“, sagte Bürkle. „Die Spiele gegen Gummersbach und Göppingen zum Jahresende erforderten auch Kraftakte, aber da hat vieles in unserem Spiel wie von selbst geklappt.“ Doch Niederlagen in Serie führen - ein bekanntes Phänomen im Sport - zu Nachdenken und Grübeln darüber, wie man es denn besser machen kann. Das schafft Verkrampfungen im Körper und im Geist, die nur schwer zu lösen sind.

Bürkle muss den Spagat wagen. Er hat die Abwehrschwäche anzusprechen und sagte auch freimütig: „Bei der Niederlage gegen Balingen haben wir in der Halbzeit eine offensivere und aggressivere Deckung gefordert. Doch der Gegner hat uns dann eingeschläfert.“ Er hob aber insbesondere nach dem Spiel in Wetzlar die gute Angriffsleistung seiner Mannschaft hervor.

Mut und Zuspruch brauchen die „Recken“ für die nächsten Aufgaben gegen Kiel (26. März), in Melsungen (29. März), gegen Magdeburg (16. April), in Gummersbach (23. April) und in Berlin (26. April). Auch wenn es die Gewissheit gibt, dass die derzeit erkämpften 22 Punkte in der Regel den Bundesliga-Klassenerhalt sichern. Zudem ist das Polster auf die Abstiegsränge mit zehn Punkten noch recht komfortabel.

Kein Abstiegskampf mehr

Es geht für die TSV aber nicht nur um ein weiteres Erstliga-Jahr, sondern auch um Attraktivität. Der Zuschauerschnitt der „Recken“ ist deutlich gestiegen, weil das Team im ersten Trainerjahr Bürkles vor allem daheim in der Swiss-Life-Hall begeisterte. Künftig spielt das Team in der 10 000 Besucher fassenden Tui-Arena. Um diese Halle zu füllen, sind Europacup-Feste gefragt. Kein Abstiegskampf.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus TSV Hannover-Burgdorf
Teilnehmerfotos vom Steelman-Run 2017

Hier finden Sie die Teilnehmerfotos vom Steelman-Run 2017.

Bei SmartBets findest du die besten Wettquoten für Hannover 96.
Auf dem Laufenden: HAZ-Redakteur Norbert Fettback (rechts) und Journalist Frerk Schenker verbinden in ihrem Blog die Themen „Laufen" und „Hannover" – mit Tipps zu Trainingsstrecken und Wettkämpfen sowie skurrilen Geschichten aus dem Läuferalltag.
14. Dezember 2017 - Frerk Schenker in HAZ-Laufpass

Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 Dets RaceTeam 692 29 2. Marx Beate 1979 Dets RaceTeam 480 24 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 412 26 4. Klippel-Westphal Kerstin 1970 Burgwedel 263 25 5. Meier Sabine 1966 SG Bredenbeck 227 15 [...]

mehr