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TSV Hannover-Burgdorf besiegt DHC Rheinland mit 31:23

Handball TSV Hannover-Burgdorf besiegt DHC Rheinland mit 31:23

Schmankerl, Fortschritte und Abschiede: Beim Saisonfinale der TSV Hannover-Burgdorf am Sonnabend ist die andere Handschrift von Trainer Christopher Nordmeyer wieder einmal sichtbar geworden.

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Tschüss: Die TSV Hannover-Burgdorf verabschiedete beim letzten Saisonspiel gegen den DHC Rheinland von Jacek Bedzikowsk (stehend von links), Jendrik Meyer, Marc Hohenberg, Jannis Fauteck und Thomas Bergmann. Sigurbergur Sveinsson fehlte.

Quelle: Florian Petrow

Am Ende war auch noch einer mittendrin, dessen Name gar nicht auf dem Spielberichtsbogen auftauchte. Christopher Nordmeyer hatte sich nach Spielschluss ein grünes Trikot mit der Nummer 8 übergestreift; eigentlich trägt dies ja Hannes Jon Jonsson. Doch statt Handball zu spielen, hielt sich der Isländer bereits in seiner Heimat auf, als die TSV Hannover-Burgdorf mit einem ungefährdeten 31:23 (14:8)-Erfolg gegen den DHC Rheinland einen Schlussstrich unter die Saison 2010/2011 zog. Jonsson, der im April am linken Knie operiert wurde, ist zur Reha im hohen Norden – sein Double hielt die Erinnerung an ihn wach. „Er ist doch das Herz unserer Mannschaft“, sagte Nordmeyer. „Und ich bin nicht nur Trainer, sondern auch ein Fan von Hannes, der alles dafür getan hat, damit wir Erfolg haben.“

Das Wort Erfolg buchstabiert sich für die TSV nach 34 Spielen wie folgt: Platz 14, was weiter erstklassige Aussichten verheißt, und 20 Punkte, wie sie auch vor einem Jahr nach der ersten Saison in der 1. Liga zu Buche standen. Dennoch sind unverkennbare Fortschritte auszumachen, seitdem Nordmeyer Mitte Februar das Ruder übernahm. Vorletzter war die TSV damals und mit sich selbst in sportlicher Hinsicht so im Unreinen, dass das Schlimmste zu befürchten war. Die vordringlichste Aufgabe lautete seinerzeit, einem verunsicherten Team wieder jenen Geist einzuhauchen, der Erfolge möglich macht. Am Sonnabend sagte Nordmeyer: „Was wir zusammen erreicht haben, ist beeindruckend. Wir haben als Kollektiv überzeugt. Das macht mich stolz.“ Es spricht für den 43-Jährigen, dass er dabei nicht nur an einen wie Jonsson dachte. Auch seinem Vorgänger, dem glücklosen Aron Kristjansson, sprach er Respekt aus: „Dieses Team hat er zusammengestellt.“

Doch Nordmeyer, der sich von der Lutherschule bis zum Ablauf seines Vertrages 2012 beurlauben ließ, hat eine andere Handschrift und wohl auch mehr Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Spielern. Das wurde auch gegen den DHC Rheinland deutlich, der aufgrund einer Insolvenz Mitte der Saison durch manches Fegefeuer ging und beizeiten als erster Absteiger feststand. Auf die Abwehr mit einem erneut starken Nenad Puljezevic war auch dieses Mal Verlass; nur anfangs konnten die Dormagener andeuten, warum sie in den vergangenen Wochen für so manche Überraschung sorgten. „Bei uns war die Luft raus“, sagte Trainer Kai Wandschneider. Spätestens beim Stand von 11:5 (26. Minute) durch ein Tor von Fanliebling Gustav Rydergard war abzusehen, dass die Gäste kein Land sehen würden. Später führte die TSV, die in Morten Olsen (sieben Treffer) ihren besten Werfer hatte, zeitweise mit zehn Toren (30:20, 58.). Auch Handball-Schmankerl gab es zu beklatschen, vorneweg ein Rückhandtor vom Kreis durch Vignir Svarvarsson zum 22:15 (46.).

Die 2424 Zuschauer spendeten am Ende auch einem Sextett Beifall, das die TSV verlassen wird. Besonders Jacek Bedzikowski dürfte der Abschied schwerfallen. Mit seinem Namen verbindet sich der Aufstieg in die 1. Liga, denn er warf vor knapp zwei Jahren in letzter Sekunde das entscheidende Tor gegen die TSG Friesenheim. Jetzt hat dem 38-Jährigen eine langwierige Knieverletzung einen dicken Strich durch die Lebensplanung gemacht – bei der TSV gibt es keine Weiterbeschäftigung für ihn. Bedzikowski verfolgte das letzte Spiel als Zuschauer – an seine Zeit in Hannover wird ihn später ein großes Porträt als „Aufstiegsheld“ erinnern, das ihm Lars Lehnhoff überreichte.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Olsen (7, davon 1 Siebenmeter), Johannsen, Buschmann (beide 4), Lehnhoff (3/2), Svavarsson, Hallgrimsson (beide 3), Jurdzs, Rydergard (beide 2), Hohenberg, Prybecki und Fauteck – DHC Rheinland: Holst (5/3), Wernig (4/1), Tesch (4), Plaz, Böhm (beide 3), Mahe (2), Linder und Lochtenbergh – Schiedsrichter: A. und M. Pritschow – Strafzeiten: je 4 – Zuschauer: 2424.

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