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TSV-Handballer holen zum großen Wurf aus

Duell gegen SC DHfK Leipzig TSV-Handballer holen zum großen Wurf aus

Die Handballer der TSV Hannover Hannover-Burgdorf stehen vor einem richtungweisenden Duell: Am Sonnabend sind gegen den SC DHfK Leipzig zwei Punkte eingeplant, will die TSV als derzeit Elfter den anvisierten 10. Platz in der Tabelle nicht aus dem Blick verlieren.

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„Ich habe keine Schmerzen mehr im Spiel“: Auf Mait Patrails Wurfkraft kann die TSV Hannover-Burgdorf im Duell mit Leipzig bauen.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Der goldene Oktober hat Einzug gehalten bei den Handballern der TSV Hannover-Burgdorf. Am vergangenen Sonnabend gab es in der Bundesliga den ersten Auswärtssieg seit mehr als neun Monaten. „Der Fluch ist weg“ sagte TSV-Trainer Jens Bürkle nach dem 30:27-Erfolg bei seinem langjährigen Club HBW Balingen-Weilstetten - wobei der 34-Jährige selbst an der Misere in der Fremde wenig Anteil hatte. Bürkle ist erst seit Sommer dieses Jahres in Hannover verantwortlich.

Dem sportlichen Sonnenschein soll am Sonnabend aber keinesfalls der erste Bodenfrost folgen. Das heißt: Gegen den SC DHfK Leipzig sind zwei Punkte eingeplant, die Begegnung in der hannoverschen Swiss-Life-Hall beginnt um 19 Uhr. „Wir müssen gewinnen“, sagte Rückraumspieler Mait Patrail unmissverständlich. Der Este und seine Kollegen nehmen die Favoritenrolle der TSV gegen dem Aufsteiger an, auch wenn Bürkle den Sachsen bescheinigt, sie seien „eine gute Mannschaft und hätten mit dem Abstieg nichts zu tun“.

Die richtungweisende Bedeutung für beide Mannschaften lässt sich aus der Tabelle ablesen. Die TSV braucht als aktueller Elfter weitere Punkte, um den avisierten Top-Ten-Platz zu erreichen.Leipzig rangiert aber nur einen Rang hinter den Hannoveranern. „Die DHfK hat schon mit Heimsiegen gegen Magdeburg und Hamburg aufhorchen lassen“, sagte Bürkle. Doch auch sein Team trotze den Spitzenteams aus Göppingen (26:23) und Melsungen (24:24) Punkte in der Swiss-Life-Hall ab.

Besondere Aufmerksamkeit widmet der TSV-Coach der Leipziger Defensive, die er als „sehr variabel“ einstuft. „Sie spielen einen sehr guten Gegenstoß“, ergänzte Bürkle. Und damit wird auch die Aufmerksamkeit der hannoverschen Abwehr gefordert sein, die gegenüber der Vorsaison weitaus stabiler steht. Das liegt auch am Mittelblock mit Patrail. „Wir haben mit mir, Erik Schmidt und Csaba Szücs gleich mehrere Leute, die größer als zwei Meter sind, da kommt man halt schwer durch“, sagte der 27-Jährige, dem von der Schulterverletzung und der notwendigen Operation vor knapp einem Jahr nur noch wenig anzumerken ist. „Ich freue mich, wieder mitspielen zu dürfen“, sagte der Este und ergänzte, dass er zumindest im Wettkampf keine Schmerzen mehr hat.

Ruhen wird in den 60 Minuten auf dem Parkett der Swiss-Life-Hall die Freundschaft von Patrail zu Aivis Jurdzs, der von 2009 bis 2013 in Hannover spielte und nun bei der DHfK mit Philipp Pöterund Christoph Steinert einen wurfgewaltigen Rückraum bildet. „Wir wollen ihn nicht zum Wurf kommen lassen“, versprach Patrail.

Bestens im hannoverschen Handball kennt sich auch Gästetrainer Christian Prokop aus. Der 36-Jährige,der aus Köthen/Anhalt stammt, trainierte von 2006 bis 2009 den TSV Hannover-Anderten beziehungsweise HSV Hannover (ab 2008), der seinerzeit auch die heutige Swiss-Life-Hall als Heimspielort nutzte. Und er traf mit seiner damaligen Mannschaft in der 2. Bundesliga Nord in vier Derbys auf die TSV Hannover-Burgdorf, verlor aber jedes Mal. Ein gutes Omen.

Andererseits war Bürkle in der Vorsaison mit DJK Rimpar in beiden Spiele gegen Prokops Leipziger deutlich unterlegen. Deshalb äußerte der TSV-Coach viel Respekt für den Kollegen. „Christian hat in Leipzig tolle Aufbauarbeit geleistet, er war in der Vorsaison wohl der beste Zweitligacoach.“ Bemerkenswert, weil der Wahlsieger zum Zweitligatrainer 2015 Jens Bürkle war.

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