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TSV startet gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke

Ende der Handball-Winterpause TSV startet gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke

Nach der langen EM-Pause geht für die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf wieder die Bundesliga los. Am Sonnabend ist der abgeschlagene Tabellenletzte TuS Nettelstedt-Lübbecke der Gegner. „Recken“-Trainer Jens Bürkle warnt jedoch: „Die Lübbecker sind eine Wundertüte“.

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„Ich weiß nicht, wie lange er uns helfen kann“: Morten Olsen (am Ball) soll morgen für die „Recken“ auflaufen.  

Quelle: Nigel Treblin

Hannover. Der Blick auf die Tabelle der Handball-Bundesliga verleitet zu einem schnellen Urteil. In diesem Fall zu einem vorschnellen. Denn der erste Gegner der TSV Hannover-Burgdorf nach der langen Winterpause ist Sonnabend der abgeschlagene Tabellenletzte TuS Nettelstedt-Lübbecke (Anpfiff in der Merkur-Arena in Lübbecke ist um 19 Uhr). Zwei Pünktchen haben die Westfalen bisher erkämpft, 16-mal verloren und zweimal remis gespielt. Die Hannoveraner sind mit 23 Zählern Achter. Was bitte soll da schiefgehen für die „Recken“? Leichter kann der Auftakt nicht sein. Eigentlich zumindest.

Jens Bürkle jedoch kann mit dieser Einschätzung gar nichts anfangen, er wird sogar fuchsteufelswild, wenn er damit konfrontiert wird. Der TSV-Trainer hält nämlich einiges vom morgigen Gegner, der seinem Team schon beim Hinspiel (29:28) das Leben sehr schwergemacht hat. Und außerdem hat der TuS sich in der Pause noch einmal ordentlich verstärkt, hat vier Neue (Pontus Zettermann/Drott Halmstad, Nikola Manojlovic/Brest KG Meschkov, Tom Wetzel und Piotr Grabarczyk/beide HSV Hamburg) geholt und mit Goran Perkovac einen neuen Trainer - und will es noch einmal wissen. „Die Lübbecker sind eine Wundertüte“, sagt Bürkle, „sie versuchen einen Neustart und werden gegen uns alles reinhauen.“ Für die geplante Aufholjagd sei ein Erfolgserlebnis von großer Bedeutung.

Dennoch liegt die Favoritenrolle natürlich bei den Hannoveranern, deren Vorbereitung auf die Restsaison allerdings alles andere als optimal verlaufen ist. Zum einen waren vier Spieler mit ihren Nationalteams unterwegs - die beiden Europameister Kai Häfner und Erik Schmidt sowie Joakim Hykkerud und Runar Karason - und stehen erst seit ein paar Tagen wieder im Training. „Gerade Kai und Erik hatten etliche PR-Termine und müssen sich erst wieder an unsere Abläufe gewöhnen, die Nationalmannschaft spielt ganz anders als wir“, sagt der TSV-Coach. Zum anderen sind einige Akteure längerfristig verletzt: Lars Lehnhoff, Csaba Szücs und Torge Johannsen.

Spielmacher Morten Olsen hat einen Teil der Vorbereitung nur eingeschränkt mitmachen können. „Ich hoffe, dass er dabei ist“, meint Bürkle. „Ich kann aber immer noch nicht endgültig sagen, ob und wie lange er uns helfen kann.“ Der Däne hatte sich im Training einen Muskelfaserriss zugezogen. „Er hat wieder mittrainiert“, sagt Bürkle, „aber eine lange Spielbelastung hat er noch nicht erlebt.“

Der TSV-Trainer spricht von einigen Baustellen in seinem Team. „Wir sind zwar alle froh, dass es endlich wieder losgeht“, sagt er, „aber wir sind auch sehr gespannt. Ich hoffe nur, dass wir fit sind für den Wettkampf.“ Bürkle gibt alles, damit sein Team den Tabellenletzten nicht unterschätzt - und dafür wählt er auch drastische Worte: „Wir müssen uns gegenseitig helfen, sonst fallen wir auf die Schnauze.“ Und das wäre ein ziemlicher Rückschlag auf dem Weg nach Europa. Aber das ist auch so ein Thema, über das Bürkle genauso ungern spricht wie über die klare Favoritenstellung.

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