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Achterbahnfahrt zum Remis

TSV Hannover-Burgdorf Achterbahnfahrt zum Remis

Ein Spiel wie eine Berg-und-Tal-Fahrt: Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf machen in Berlin zweimal einen klaren Rückstand wieder wett – und gehen am Ende mit einem Unentschieden vom Platz.

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Kampfstark in der Abwehr: Joakim Hykkerud (r.) hindert den Berliner Drago Vukovic am Wurf.

Quelle: imago

Hannover. Benjamin Chatton sah keinen Grund zum Überschwang. „Es war ein eher glücklicher Punkt“, sagte der Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf nach dem 28:28 (12:18) bei den Füchsen Berlin. Dieses Remis beim Vereinsweltmeister hatten eigentlich nur unerschütterliche Optimisten im Umfeld der TSV erwartet, zumal die 25:31-Pleite gegen Leipzig in der Vorwoche ein Thema in Hannover auch in den folgenden Tagen geblieben war und die Mannschaft am Freitag noch eine Hiobsbotschaft erhalten hatte: Die Stammspieler Morten Olsen (Schulterverletzung) und Erik Schmidt (Oberschenkelblessur) mussten die Reise in die Hauptstadt absagen.

„Ich möchte es nicht so hoch hängen, dass diese Spieler ausgefallen waren“, sagte Chatton. Er ärgerte sich vielmehr, dass die Hannoveraner vor 8699 Besuchern in der Max-Schmeling-Halle den Start verschliefen und wie schon gegen Leipzig mit 2:6 in Rückstand gerieten. Wenigstens konnte die TSV danach diesen Abstand bis kurz vor der Pause halten, dann warfen die Füchse aber zwei Tore und gingen mit einer 18:12-Führung in die Kabine.

Wer aber geglaubt hatte, dass der favorisierte Tabellensechste nun leichtes Spiel haben würde, beide Punkte in der Halle zu behalten, der wurde eines Besseren belehrt. Die Hannoveraner kamen wie ausgewechselt aus der Pause. Sie zeigten nun jene Einsatzfreude und auch Leidenschaft, die Trainer Jens Bürkle vor der Partie gefordert hatte. „Nun waren die Berliner schläfrig“, sagte Chatton. In fünf Minuten verkürzte seine Mannschaft auf 17:18, und nach 36 Minuten und 56 Sekunden gelang Joakim Hykkerud sogar der Ausgleich zum 19:19.

Doch in diesem Achterbahnspiel wurden die Gäste prompt wieder aus der Kurve getragen. Eine Viertelstunde vor Schluss hatten die Berliner wieder eine 24:20-Führung erspielt. Es schien, als bliebe ihre Schwächephase ohne Konsequenz. Bürkle aber nahm eine Auszeit und fand die richtige Ansprache, um die Hannoveraner wieder in die Spur zu bringen. Lars Lehnhoff warf nach 51 Minuten den Ausgleich zum 25:25 per Siebenmeter. Und danach brachten Sven-Sören Christophersen und zweimal Hykkerud die TSV sogar dreimal in Führung. Die Gastgeber behielten aber die Nerven und glichen dreimal wieder aus. Und sie durften sich letztlich auch über den einen Punkt freuen, weil Mait Patrail quasi mit dem Schlusspfiff den letzten Wurf am Füchse-Tor vorbeizielte.

Berlin bleibt eine Reise wert für die TSV, die dort zwei der sechs vorangegangenen Begegnungen gewonnen hatte. Chatton bescheinigte Martin Ziemer im hannoverschen Tor „zeitweise“ eine gute Leistung und lobte den besten Torschützen Timo Kastening. Und Bürkle hob hervor, dass Csaba Szücs die Mannschaft „sehr gut geführt“ habe. Wohltuend für den Slowaken, der in Fankreisen zuletzt kritisiert worden war.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Kastening (7/davon 5 Siebenmeter), Häfner (6), Christophersen (4), Hykkerud, Patrail (beide 3), Lehnhoff (3/1), Karason (2) – Zeitstrafen: Berlin 2, Hannover 2 – Nächstes Spiel: TSV Hannover-Burgdorf – VfL Gummersbach (Sbd., 19 Uhr, Swiss-Life-Hall).

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