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So wollen die "Recken" gegen Magdeburg siegen

Ohne Furcht zum Angstgegner So wollen die "Recken" gegen Magdeburg siegen

Beim SC Magdeburg konnte die TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga noch nie gewinnen. Die Bilanz: sieben Auftritte in der dortigen Großsporthalle, sieben Niederlagen. Das soll sich am Mittwoch Abend ändern.

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Kein Durchkommen gab es für TSV-Profi Erik Schmidt beim Auswärtsspiel in Magdeburg vor einem Jahr. Am Mittwoch Abend wollen es die „Recken“ besser machen.

Quelle: dpa

Hannover. Es ist eine der kürzesten Auswärtsreisen. Beliebt ist sie bei den Handballern der TSV Hannover Burgdorf deshalb jedoch nicht. Die Rückfahrten sind sogar verhasst. Es gibt daher nicht wenige beim niedersächsischen Bundesligisten, die Partien beim SC Magdeburg am liebsten aus dem Spielplan streichen würden. Zu erben gab es da bisher nämlich nichts, nicht einmal ein Remis.

Beim SCM hat es dazu geführt, dass er die Punkte für die heutige Partie (Beginn der Getec-Arena ist um 19 Uhr) anscheinend bereits auf der Habenseite verbucht hat. „Die TSV ist in Magdeburg nach der Papierform ein Lieblingsgegner unseres SCM“, ist auf der Homepage des Clubs zu lesen.

Als Respektlosigkeit will man das bei  den „Recken“ nicht auslegen. „Die Papierform sagt das ja auch aus“, meint TSV-Trainer Jens Bürkle schmunzelnd. Weiter kommentieren will der 36-Jährige das nicht. Man merkt aber, dass er den Satz überhaupt nicht lustig findet. Er wird darin vielmehr eine zusätzliche Motivation für seine Mannschaft sehen. Dass sie zusätzlich angestachelt diese elend lange Negativserie in Magdeburg endlich beenden kann.  

Auch wenn die TSV in der Lage dazu scheint, dort zu gewinnen: Irgendetwas muss dieser SCM doch an sich haben, dass es bisher einfach nicht klappen wollte. Bürkle spricht von der aufgeheizten Atmosphäre in der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt, die er als Spieler und Trainer kennengelernt hat. „Magdeburg gehört schon zu den Hallen, die richtig Charme haben“, sagt er. „Da sind 8000 Leute, die ihre Mannschaft nach vorne treiben, aber auch massiven Druck auf die Schiedsrichter ausüben.“ Bürkle hat im Gegensatz zu seinem jetzigen Club schon die Erfahrung gemacht wie es ist, in Magdeburg zu triumphieren. „Es ist wichtig, dort einen coolen Kopf zu bewahren und nie in der Konzentration nachzulassen“, sagt er. Ob das allein reicht?

Auch TSV-Torwart Malte Semisch weiß, wie es sich anfühlt, in Magdeburg zu siegen. „Wir haben mit dem TuS Nettelstedt-Lübbecke einmal ein wichtiges Spiel im Abstiegskampf dort gewonnen“, sagt der 24-Jährige. „Das war krass zu sehen, wie die Stimmung in der Halle plötzlich gekippt ist. Die Fans haben da schon zur Halbzeit lautstark gepfiffen, weil wir knapp geführt haben.“

Das Publikum in der Getec-Arena mag frenetisch sein, es ist aber auch ausgesprochen anspruchsvoll. Es erwartet eine Menge von den Spielern. Die Historie spielt immer mit. Egal ist dabei, dass die großen internationalen Erfolge des Vereins länger zurückliegen. 2001 war der SCM erster deutsche Sieger in der Champions League, 2007 gewann man den EHF-Pokal. Immerhin hat Magdeburg im Frühjahr zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder den deutschen Pokal geholt – was die Erwartungen im Umfeld enorm erhöht hat.

Jetzt kommen die „Recken“, die bisher immer dort verloren haben. Also ist ein Sieg des SCM Pflicht. „Die Zuschauer erwarten ganz einfach, dass die Magdeburger zu Hause gewinnen“, sagt Semisch. „Das baut aber auch einen ungeheuren Druck auf die Spieler auf.“

„Genau da liegt vielleicht unsere Chance. Wir müssen sehen, dass wir die Stimmung möglichst schnell zum Kippen bringen“, sagt Trainer Bürkle. Das Konzept dafür steht. „Der SCM ist eine Topmannschaft, was das Konterspielen angeht. Das müssen wir unterbinden“, sagt der TSV-Coach. Und Semisch führt an: „Wir müssen in der Abwehr so bissig spielen wie gegen Erlangen, dann geht auch in Magdeburg was.“
Und dann gäbe es vielleicht endlich mal eine angenehme Rückfahrt.

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