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"Recken" rutschen in die erste kleine Krise

TSV Hannover-Burgdorf "Recken" rutschen in die erste kleine Krise

Die TSV Hannover-Burgdorf verliert mit 27:30 beim HBW Balingen-Weilstetten. Es ist bereits die dritte Punktspielniederlage in Serie und damit rutschen die "Recken" vorläufig aus der Top Ten der Tabelle. Das Spiel entschied sich zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die TSV ungenau und der HBW taktisch klug agierte.

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In der Zange: Kai Häfner wird beim Torwurf von den Balingern Martin Strobel (2. v. l.) und Matthias Flohr (r.) bedrängt.

Quelle: imago

Hannover. Das ist eine Premiere für Jens Bürkle – eine unangenehme. Der Trainer des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf kassierte erstmals seit seinem Amtsantritt im Sommer 2015 drei Punktspielniederlagen in Folge mit seinem Team. Und das 27:30 (15:16) Dienstagabend beim HBW Balingen-Weilstetten war gleich dreifach bitter: Die „Recken“ rutschen vorläufig aus den Top Ten der Tabelle, sie verloren beim bisher sieglosen Tabellenletzten und in Bürkles sportlicher Heimat, in der der Coach doppelt ungern Punkte lässt. Es scheint, als stehe Bürkle die erste kleine Krise in Hannover bevor.

„Es sind viele kleine Dinge, die derzeit nicht zu unseren Gunsten laufen“, sagte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton nach der Partie. Drei Viertel der Spielzeit hätte die TSV ordentlich agiert, letztlich habe eine Schwächeperiode der „Recken“ zwischen der 26. und 41. Minute das Duell entschieden. Chatton zollte aber auch dem Gastgeber Respekt, der bisher in der Tabelle unter Wert platziert gewesen sei. „Es kommt eben nicht darauf an, wer den größeren Motor hat, sondern wer schneller auf dem Parkett ist“, sagte der TSV-Chef.

Dabei hatten die „Recken“ den etwas besseren Start erwischt und sich schon früh auf 3:1 absetzen können. Doch der Tabellenletzte ließ sich nicht abschütteln, nach 20 Minute lag er sogar mit 12:11 erstmals in Führung nach einem zwischenzeitlichen Dreitorerückstand. Und HBW machte in den letzten fünf Minuten des ersten Abschnitts abermals einen 12:15-Rückstand wett. Aufseiten der TSV vergaben zum Schluss Mait Patrail und Lars Lehnhoff Torwürfe, die zumindest ein Remis ermöglicht hätten.

Lehnhoff bestritt in Württemberg sein erstes Bundesligaspiel in diesem Jahr und gab ein zufriedenstellendes Comeback. Der 30-Jährige warf sechs Tore, darunter waren vier Siebenmeter, damit war der Linksaußen treffsicherster „Recke“. Eine überzeugende Offensivleistung bot auch Erik Schmidt. Der Europameister traf fünfmal.

Das Erfolgsrezept zu Beginn der zweiten Halbzeit fanden die Hallenherren in der häufigen Einwechslung des siebten Feldspielers. Dank der Offensiv-Überzahl zogen sie schnell auf vier Tore (20:16) davon, dabei half ihnen eine „Recken“-Phase mit ungenauen Würfen, zudem war HBW-Keeper Peter Johannesson gut aufgelegt. Thomas Mrkva, zweiter Torwart der Gastgeber, hatte dann zwei starke Momente bei parierten Siebenmetern von Lehnhoff. Er nahm der TSV damit die Möglichkeit zum Anschluss Mitte der zweiten Halbzeit. Der gelang dank Torge Johannsen, der vier Strafwürfe verwandelte, zwar drei Minuten vor dem Ende der Partie zum 27:29. Aber Kai Häfners Wurf eine halbe Minute vor Schluss wurde von Christoph Foth geblockt. Das war’s.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Lehnhoff (6/davon 4 Siebenmeter), Schmidt (5), Johannsen (4/4), Häfner (4), Patrail (3), Kastening, Olsen (je 2), Karason

Zuschauer: 2150

Zeitstrafen: Balingen 3, Hannover 5

Nächstes Spiel: Hannover-Burgdorf – Minden (Sonntag., 17.15 Uhr, Swiss-Life-Hall).

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