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TSV Hannover-Burgdorf siegt klar gegen Eisenach

Handball TSV Hannover-Burgdorf siegt klar gegen Eisenach

Die „Recken“ machen auch ihre Pflichtaufgaben in der Handball-Bundesliga zum Erlebnis. Gegen den ThSV Eisenach gab es zwar den erwartet klaren 37:27 (14:13)-Erfolg. Aber richtig drehte der Gastgeber erst in der zweiten Halbzeit auf. Zuvor wirkte die Mannschaft unkonzentriert.

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Die "Recken" siegten klar gegen Eisenach.

Quelle: Florian Petrow

Hannover. Es schien fast, als hätte man die Thüringer unterschätzt, gegen die es im Hinspiel den höchsten TSV-Bundesligasieg aller Zeiten (36:24) gegeben hatte.

Mitte der ersten Halbzeit sprang Csaba Szücs von der Spielerbank auf, wurde laut und gestikulierte. Das war ein Alarmzeichen, weil der Slowake sich meistens so bemerkbar macht, wenn es nicht läuft. Und das zu diesem Zeitpunkt noch untertrieben. Mit 7:4 führte der Tabellendrittletzte. Und hätte Torwart Malte Semisch, der von Beginn an eine Chance von Bürkle erhalten hatte, in dieser Phase nicht einige gute Paraden gezeigt, hätte es noch schlechter laufen können

Die lauten Worte von Szücs stimulierten am ehesten Sven-Sören Christophersen und Runar Karason. Beide warfen fünf Tore in den ersten 30 Minuten, während dem Rückraumkollegen Mait Patrail nahezu jeder Wurfversuch misslang. Dennoch fand die TSV langsam in die Partie, auch weil Semisch im Tor richtig gut aufgelegt war und immer wieder auch gegen freistehende Eisenacher rettete.

Nach 19 Minuten hatten die „Recken“ ausgeglichen, nach 23 Minuten führte der Gastgeber erstmals mit zwei Toren Vorsprung (10:8). Doch Ruhe kam nicht in die Partie. Gelungenen Abwehraktionen folgten viel zu schnelle und unnötige Ballverluste. Auch in der Deckungsarbeit klappte vieles nicht. Daher war die Führung gegen den Abstiegskandidaten mit 14:13 zur Halbzeit unerwartet knapp.

Das Publikum in der erneut nahezu ausverkauften Swiss-Life-Hall kam aber in der zweiten Hälfte auf seine Kosten. Auf 22:16 nach knapp zehn Minuten bauten die Hannoveraner den Vorsprung aus. Vielleicht war es dieser energische Zwischenspurt, der nicht nur die Gäste aus dem Tritt brachte, sondern auch die Anzeige-Videotafel. Sie versagte erst teilweise, dann komplett den Dienst. Und wie in alten Zeiten informierte der Sprecher über die Zwischenstände.

Diese entwickelten immer erfreulicher für den Gastgeber, der nun in der Abwehr aggressiv und effektiv agierte. Und vorn legte auch Patrail seine Unsicherheit ab, der Vorsprung wuchs auf 26:16 nach 44 Minuten. Bei dem Zehn-Tore-Vorsprung erklang erstmals Verdis Triumphmarsch, und auch die Anzeigetafel funktionierte wieder tadellos. Und nach 47 Minuten war beim 30:18 ein Zwölftorevorsprung wie im Hinspiel erreicht. Die Eisenacher verloren in der zweiten Hälfte komplett den spielerischen Faden, es wurde zum Rätsel, wie dieses Team den Hannoveranern im ersten Abschnitt so viele Probleme bereiten konnte.

Dass es nicht zu einem erneuten Rekordsieg der „Recken“ kam, lag am weniger intensiven Zupacken in der Abwehr. Doch viele gelungene Abschlüsse in der Offensive und insgesamt 37 Tore der Heimmannschaft boten die beste Grundlage für die Party auf dem Parkett nach dem Schlusspfiff.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Karason (7), Christophersen, Olsen, Patrail (alle 5), Lehnhoff (4/davon 1 Siebenmeter), Johannsen (3/1), Mortensen (3), Schmidt, Hykkerud (beide 2), Kastening (1), – Zuschauer: 3850 – Zeitstrafen: Hannover 5, Eisenach 4 - Nächstes Spiel: VfL Gummersbach – TSV Hannover-Burgdorf (Sbd., 7. Mai, 19 Uhr).

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