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Kein Mittel gegen die „Extra-Aggressivität“

TSV Hannover-Burgdorf Kein Mittel gegen die „Extra-Aggressivität“

Die TSV Hannover-Burgdorf unterlag am Sonnabend in einer kuriosen Partie dem Bergischen HC in der Handball-Bundesliga. Ganze fünf Stammspieler der "Recken" waren krank oder verletzt. Drei weitere Spieler hatten wegen eines grippalen Infekts kaum trainiert. Trainer Bürkle beklagt zu viele Fehlwürfe.

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Moritz Preuss vom Bergischen HC durchbricht die Verteidigung der "Recken".

Quelle: Deutzmann/Eibner

Hannover. Jens Bürkle hatte Böses geahnt. „Der Gegner hat eine große Chance, gegen uns beide Punkte zu behalten“, sagte der Trainer der TSV Hannover-Burgdorf vor dem Auswärtsspiel beim Bergischen HC in der Handball-Bundesliga. Am Sonnabend nahmen die „Recken“ tatsächlich nichts mit aus Solingen, der Heimstatt des Kontrahenten, und unterlagen mit 21:24 (7:9). Fünf verletzte oder kranke Stammspieler waren nicht zu ersetzen. Zudem hatten Joakim Hykkerud, Timo Kastening und Casper Ulrich Mortensen in der Vorwoche noch grippale Infekte durchlitten und kaum trainiert.

Es war eine kuriose Begegnung im Bergischen Land, in der vor allem die Abwehrreihen den Ton angaben. Das zeigte sich besonders in der 1. Halbzeit. Das erste Tor fiel erst in der 7. Minute, Moritz Preuss warf das 1:0 für den Gastgeber. Und der Jubel auf beiden Seiten nach gelungenen Angriffen blieb selten. 9:7 führte der Bergische HC zur Halbzeit. Das war ärgerlich für die Hannoveraner, weil sie lange mitgehalten hatten und in der 24. Minute sogar mit 7:6 in Führung gegangen waren.

„Mit unserer Abwehrleistung, der Leistung der Torhüter und unserem Kampfgeist war ich zufrieden“, sagte Bürkle. „Aber der Gegner war noch etwas besser in der Defensive als wir.“ Man merkte dem Bergischen HC an, dass er unbedingt die günstige Gelegenheit nutzen wollte, um gegen eine ersatzgeschwächte hannoversche Mannschaft unverhoffte Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Die Entscheidung gelang dem Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit. Zwischen der 44. und 53. Minute warf die TSV kein einziges Tor – und aus einem 16:15-Vorsprung wurde ein 16:20-Rückstand. „Der Bergische HC hat uns mit seiner Extra-Aggressivität müde gekämpft“, sagte Bürkle. In dieser Phase sei die Personalnot am deutlichsten zu spüren gewesen.

Letztlich wollte der hannoversche Coach die knappe Besetzung aber nicht als Entschuldigung für die verlorenen Punkte gelten lassen. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und uns allein 23 Fehlwürfe geleistet. Wir hatten unsere Chance, auch in dieser Besetzung zu gewinnen“, sagte er etwas enttäuscht. Ein Erfolg hätte der TSV auf dem Weg zum Saisonziel, einem Top-Ten-Tabellenrang, geholfen. Den hält Bürkles Team als Neunter immer noch, rutschte nach dem Gummersbacher Erfolg über Lemgo aber einen Platz nach hinten und bleibt in diesem Jahr weiter ohne Sieg. Der Gastgeber dagegen hat nun drei Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsrang.

Ein positives persönliches Erlebnis nahm Malte Donker aus Solingen mit nach Hannover. Der 18-Jährige, sonst in der A-Jugend-Bundesliga und in der 3.  Liga im Einsatz, war von Bürkle erstmals für den Erstliga-Kader nominiert worden. Donker durfte auch aufs Parkett und trug sich sogar in die Torschützenliste ein. Der Rückraumspieler verwandelte nervenstark einen Siebenmeter in der Schlussminute zum 21:24-Endstand.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Karason (6/davon 2 Siebenmeter), Christophersen, Mortensen (je 4), Hykkerud (3), Patrail (2), Donker (1/1), Kastening – Zuschauer: 2713 – Zeitstrafen: Bergischer HC 3, Hannover 1 – Nächstes Spiel: TSV Hannover-Burgdorf – THW Kiel (Stg., 15 Uhr, Tui-Arena).     

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