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"Recken" verlieren denkbar knapp gegen THW Kiel

Handball "Recken" verlieren denkbar knapp gegen THW Kiel

Schade, „Recken“. Im gestrigen Handball-Bundesligaspiel der TSV Hannover-Burgdorf gegen den THW Kiel war mehr drin als eine 26:27 (12:13)-Niederlage. Eine Torflaute zwischen der 25. und 40. Minute entschied die Partie, da machten die Kieler aus einem 8:12 ein 17:12.

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Quelle: Sielski

Hannover. Die Hannoveraner kämpften zwar aufopferungsvoll, rutschen aber nach der sechsten Niederlage in Folge weiter ab.

Das Duell mit den Weltklassespielern des Rekordmeisters lockte nicht nur die Handball-Fans in die Tui-Arena; die mit 9800 Besuchern fast ausverkauft war. Auch die meisten „Recken“-Profis meldeten sich rechtzeitig zu dem Schlager wieder fit, darunter Kapitän Torge Johannsen und Europameister Erik Schmidt, die in den vorangegangenen Partien schmerzlich vermisst worden waren.

Die „Recken“ haben in der Handball-Bundesliga mit 26:27 gegen Rekordmeister THW Kiel verloren.

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Johannsen setzte mit der erhobenen Faust beim Einlaufen ein sichtbares Zeichen an das Publikum, dass er und sein Team bereit sind, alles in die Waagschale zu werfen. Die Zuschauer nahmen die Geste auf und feuerten lautstark das Heimteam an – mit Tröten, Trommeln und der eigenen Stimmkraft. Und der Start war verheißungsvoll: Nach drei Minuten führte die TSV mit 2:1.Fortan war in de ersten Halbzeit kaum noch etwas von einer Last fünf vorangegangener Schlappen zu merken. Vor allem Mait Patrail und Fabian Böhm drehten nach zuletzt weniger starken Auftritten  im Rückraum auf. Und die Rückkehr von Schmidt gab der Defensive Stabilität.

Mit 12:8 führten die „Recken“ nach 24 Minuten, sollte sich da eine Riesenüberraschung anbahnen? Doch die Kieler behielten die Nerven, und bei den TSV-Profis schlichen sich kleine Fehler vorne und hinten ein. Das nutzten die Gäste gnadenlos und drehten die Partie zu einer nicht mehr erwarteten 13:12-Pausenführung.

Der Vorsprung beflügelte die Kieler. Sie setzten sich nach dem Wechsel schnell auf 17:12 ab. Die „Recken“ hatten ihren Spielfaden und die Treffsicherheit komplett verloren, Casper Ulrich Mortensen warf sogar einen Siebenmeter am Tor vorbei. Wenigstens beendete er wenig später nach einem Konter in der 40. Minute eine Viertelstunde Torflaute auf TSV-Seite.

Unverdrossenen blieben trotz der ungünstigen Wende aus hannoverscher Sicht die „Recken“-Fans. Sie feuerten ihr Team nach Kräften an. Doch der Rekordmeister verteidigte den eigenen Vorteil. Eine Viertelstunde vor dem Ende hieß es 21:17 für den THW.

Hoffnung keimen ließen Kai Häfner, Patrail und Morten Olsen, die mit ihren Toren die „Recken“ auf 20:22 heranbrachten. Spannende zehn Schlussminuten folgten, in denen die Kieler sich nicht mehr absetzen konnten. Dazu trug auch Jendrik Meyer, etatmäßiger Regionalliga-Torwart, mit einigen starken Paraden bei. Er hätte sogar zum Held des Tages werden können, als er kurz vor Schluss einen Wurf von Patrick Wiencek bravourös hielt. Doch im letzten Angriff des Spiels unterlief Olsen ein Fehlpass, damit war die Chance auf den 27:27-Ausgleich dahin. Er wäre gerecht gewesen.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf : Böhm (7), Häfner (5), Kastening (4), Patrail, Olsen (je 3), ,Mortensen (2/davon 1 Siebenmeter), Hykkerud, Lehnhoff – Zeitstrafen: Hannover 1, Kiel 5 1- Nächstes Spiel: MT Melsungen – TSV Hannover-Burgdorf (Mi., 19 Uhr).

Stimmen zum Spiel

Alfred Gislason (Trainer THW Kiel) : „Ich bin sehr zufreiden mit den zwei Punkten. Wir hatten zu Beginn Probleme in der Abwehr, auch weil uns einige Stammkräfte gefehlt haben. Außerdem sind uns vorn zu leichte Fehler unterlaufen. Ich mache dem Team aber ein Riesenkompliment, wie es nach dem 8;12-Rückstand zurück ins Spiel gekommen ist.

Jens Bürkle (Trainer TSV Hannover-Burgdorf) : „Wir haben einen hervorragenden Gegenstoß gespielt und standen bis kurz vor der Halbzeit auch sicher in der Abwehrhab Dann haben wir allerdings eine Schwächephase erwischt und sehr lange gebraucht, um uns davon zu erholen. So bleiben wir wieder ohne Punkte.“

Benjamin Chatton (Geschäftsführer TSV Hannover-Burgdorf) : „Wir belohnen uns derzeit nicht mit Punkten für die harte und intensive Arbeit, die wir im Training machen. Wir müssen nun weitermachen, dann klappt es vielleicht auch wieder mit den Siegen.“

Der Druck wächst

Ein Kommentar von Carsten Schmidt

Diese Niederlage birgt viele Schichten. Oberflächlich betrachtet kann die TSV Hannover-Burgdorf zufrieden mit dem Auftritt gegen den THW Kiel sein. Eine 26:27-Niederlage gegen den deutschen Handball-Vorzeigeclub bietet keinen Anlass zum Schämen. Die „Recken“ haben gut gekämpft und bewiesen, dass sie auch nach fünf Niederlagen in Folge große Moral haben.

Dennoch werden sich der Trainer und die Profis der TSV ärgern. Wieder einmal war der Sieg zum Greifen nah gegen den THW wie schon in den drei vorangegangenen Duellen beider Teams. Besonders bitter ist, dass nicht zum ersten Mal in der Saison wegen eines temporären Blackouts Punkte verloren gingen.

Gegen Kiel war der Befreiungsschlag zum Greifen nah. Er hätte der TSV ein ruhiges letztes Saisondrittel beschert. Nun aber wächst der Druck, in diesem Jahr endlich die ersten Zähler zu verbuchen. Die nächsten Aufgaben in Melsungen und gegen Magdeburg werden nicht einfacher. Und das Minimalziel Top Ten wackelt.

Wer so stark gegen Kiel auftritt, wie es die „Recken“ 45 Minuten lang geschafft haben, der hat das Potenzial für die obere Tabellenhälfte. Das Team braucht aber insbesondere gegen Abstiegskandidaten Konzentration, Biss und Engagement wie in einem Kräftemessen mit einem Topclub. Es sind nicht die Niederlagen gegen Kiel und Flensburg, die schmerzen. Die Punktverluste in Stuttgart, in Erlangen und zweimal gegen Balingen führen zu einer „Recken“-Platzierung unter Wert. Spätestens in der neuen Saison müssen die Pflichtaufgaben seriös gelöst werden. Dann klappt es auch mit der Kür gegen Kiel.

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