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Die "Recken" verlieren in Stuttgart

Bittere Niederlage Die "Recken" verlieren in Stuttgart

Misserfolge in der alten Heimat sind besonders bitter. Jens Bürkle macht keine Ausnahme von dieser Regel: Der Trainer des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf hat länger an Niederlagen zu knabbern, die sich in Württemberg vollziehen. Ihre Auswärtsserie reißt für die "Recken" mit dem 20:30 in Stuttgart.

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Ein „Recke“ nimmt Maß: Casper Ulrich Mortensen (links) versucht, Stuttgarts Torwart Johannes Bitter zu überwinden.

Quelle: imago

Hannover. Der gestrige Freitag war für Bürkle und die „Recken“ besonders bitter, weil es mit dem 20:30 (14:18) beim TVB 1898 Stuttgart einen unerwarteten Rückschlag nach 6:2 Punkten in den ersten vier Partien gab. Der Kontrahent aus Schwaben galt zwar als unbequem, wurde aber trotz der Routiniers Johannes Bitter und Michael Kraus klar schwächer eingeschätzt als Bürkles Team.

„Es war keine gute Leistung“, sagte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton. „In der ersten Hälfte haben die Stuttgarter mit drei Rechtshändern gespielt, da hat unsere Abwehr kein Mittel gefunden. Und nach dem Wechsel sind unsere Werfer an Bitter verzweifelt.“

Rund 20 Paraden zeugen von der starken Leistung des TVB-Torwarts. Und er hatte damit großen Anteil, dass nach zwei Siegen eine Auswärts-Erfolgsserie der TSV endete, die noch gar nicht richtig begonnen hatte. Und der schüchterne Blick der Hannoveraner nach vorn richtet sich nun wieder in Richtung Mittelfeld, zumal es der nächste Gegner, Füchse Berlin (3. Oktober, 15 Uhr, Tui-Arena), in sich hat. Die Hauptstädter haben noch keinen Verlustpunkt. Vielleicht helfen neun Tage Pause aber der TSV, bei der die drei Olympia-Medaillengewinner Casper Ulrich Mortensen, Morten Olsen und Kai Häfner etwas müde wirkten.

Von der bisherigen Abwehrstärke der Hannoveraner, die mit Ausnahme des Flensburg-Spiels nur 23 Gegentore pro Partie kassiert hatten, war insbesondere in der ersten Halbzeit nichts zu sehen. Allein 18 Tore warf der Gastgeber in 30 Minuten und führte vor dem Seitenwechsel klar mit 18:14. Nur in den ersten sechs Minuten hielten die „Recken“ das Duell ausgeglichen. Nach dem Zwischenstand von 4:4 zogen die Schwaben kontinuierlich davon auf bis zu sechs Tore (15:9). Und hätte Mortensen danach nicht drei Treffer in Folge erzielt, wäre die TSV mit einem noch größeren Rückstand in die Pause gegangen.

In der zweiten Hälfte schlug dann Bitters Stunde. Obwohl seine Vorderleute jetzt nicht mehr so effektiv wie im ersten Abschnitt agierten, behauptete der TVB die deutliche Führung. 22:16 hieß es nach 46 Minuten, als Bürkle eine Auszeit nahm, um sein Team noch einmal für die Schlussphase einzustimmen.

Doch die erhoffte Aufholjagd wurde schon im Keim von Bitter und seinen Vorderleuten erstickt. Die Stuttgarter hielten ihr Tor sauber, auch mit Hilfe von Latte und Pfosten, und trafen vorn sogar in den leeren hannoverschen Kasten zum 23:16. Danach war der Widerstand der Gäste gebrochen, der TVB erhöhte noch auf 30:20 bis zum Ende der Partie – fürwahr ein bitteres Resultat.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Olsen (6), Mortensen (4), Johannsen (3/davon 2 Siebenmeter), Häfner (2), Böhm, Hykkerud, Karason, Patrail, Schmidt – Zuschauer: 2251 – Zeitstrafen: Stuttgart 3, Hannover 3 – Nächstes Spiel: TSV Hannover-Burgdorf – Füchse Berlin (Mo., 3. 10., 15 Uhr, Tui-Arena).

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Foto: Enttäuscht: Burgdorfs Kai Häfner.

Am Ende jubelten die Gäste: Die TSV Hannover-Burgdorf hat in der Handball-Bundesliga eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Gegen die Füchse Berlin verloren die "Recken" nach Aufholjagd in Halbzeit zwei mit 29:30.

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