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TSV gelingt Blitzverstärkung

Handball-EHF-Pokal TSV gelingt Blitzverstärkung

Geschäftsführer Benjamin Chatton hat den isländischen Rückraumspieler Runar Karason zu den Recken geholt. Der Linkshänder soll zunächst bis zum Saisonende bleiben und helfen, die beiden am Knie verletzten Profis Torge Johannsen und Tamás Mocsai zu ersetzen.

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Neu bei den „Recken“: Rückraumspieler Runar Karason.

Quelle: imago

Hannover. Bei der TSV Hannover-Burgdorf haben sich gestern die Ereignisse überschlagen. Überraschend hat der Handball-Bundesligist mit dem Isländer Runar Karason einen Neuzugang für die rechte Rückraumseite bis zum Saisonende verpflichtet. „Einen viel schnelleren Transfer habe ich noch nicht vollzogen“, räumte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton danach ein. Die Eile kam nicht von ungefähr. Im Training hatte sich gezeigt, dass ein Einsatz von Tamás Mocsai im EHF-Pokalspiel bei den Kadetten Schaffhausen am Sonnabend nicht infrage kommt. Die Erkenntnis war eher niederschmetternd: „Tamás muss wohl auch operiert werden“, sagte Chatton über die Probleme des Ungarn mit dessen lädiertem Knie.

Zwei längerfristige Ausfälle auf einer Angriffsseite - da bestand sofortiger Handlungsbedarf. Und Chatton wurde mit Karason schnell fündig. Der isländischen Nationalspieler wechselte erst im vergangenen Sommer vom TV Großwallstadt zu den Rhein-Neckar Löwen, war aber nach der Rückkehr des verletzten Alexander Petersson nur noch die Nummer 3 der Kurpfälzer im rechten Rückraum.

Da die Mannheimer gerade erst ein neues Sparprogramm aufgelegt hatten, kam ihnen die Anfrage aus Hannover gelegen. Der Vertrag mit Karason wurde aufgelöst und der Spieler für die TSV freigegeben. Gestern Mittag kam der 25-Jährige in Hannover an und trainierte bereits am Nachmittag mit seinem neuen Team.

„Wir freuen uns, dass wir Runar Karason kurzfristig verpflichten konnten. Mit ihm bekommen wir einen Spieler, der uns sofort helfen kann. Da er über mehrjährige Erfahrung in der stärksten Liga der Welt verfügt und damit keine lange Eingewöhnungszeit benötigt“, sagte Chatton, der auch flugs die Meldung des Neuzugangs für den EHF-Pokal verwirklichen musste, da die Frist dafür gestern abgelaufen ist.

Auch Karason wirkte bei seiner Ankunft noch von den Ereignissen überrumpelt. „In den vergangenen Tagen ging alles sehr schnell. Ich bin froh, jetzt in Hannover zu sein“, sagt er.

Offenbar schließt die sportliche Leitung der TSV aber weitere Ausfälle für Sonnabend nicht aus, denn auf der Meldeliste für den EHF-Pokal, die online einsehbar ist, findet sich mit Mario Clößner ein Name, der eigentlich seit dem vergangenen Sommer keine Rolle mehr bei der TSV spielt. Der nach seinem Weggang noch vereinslose Kreisläufer könnte aber im Falle des Falles sowohl im Angriff als auch im Mittelblock der Abwehr eingesetzt werden, also genau auf den Positionen der verletzten Wackelkandidaten Juan Andreu, Csaba Szücs und Gustav Rydergard.

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