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TSV-Profis beugen Gehirnerschütterungen vor

Neuropsychologischer Test TSV-Profis beugen Gehirnerschütterungen vor

Beim Handball kann es schnell zu Kopfverletzungen kommen. Um unentdeckten Gehirnerschütterungen vorzubeugen, haben sich die Handballprofis vom TSV Burgdorf am Dienstag einem neuropsychologischen Test unterzogen und Basiswerte zu ihrer Reaktionsfähigkeit ermittelt.

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Erik Schmidt (links) konzentriert sich auf die Testaufgabe, Neuropsychologin Manuela Arndt (rechts) beobachtet den Handballspieler.

Quelle: Nigel Treblin

Hannover. Erik Schmidt schaut auf den Laptop-Schirm. Derweil erwartet Neuropsychologin Manuela Arndt aus Hamburg Mausklicks von dem Erstliga-Handballer der TSV Hannover-Burgdorf.

Es geht um die Reaktionsfähigkeit des Sportlers, allerdings nicht in neuen Rekordbereichen, sondern im Alltag.

Schmidt und seine Kollegen unterzogen sich am Dienstag einem neuropsychologischen Test mit diversen Aufgaben zur Reaktion, aber auch zur Lernfähigkeit, Wahrnehmung, zum Erinnerungsvermögen und Arbeitsgedächtnis. Die Ergebnisse, die alle TSV-Profis bei bester Gesundheit erzielten, erhalten Relevanz, wenn die Sportler verletzt sind - und zwar am Kopf durch eine Gehirnerschütterung. Zur Diagnose werden neben der Reflexeprüfung, dem EEG und dem MRT erneute neuropsychologische Tests herangezogen. Meistens ist dann eine Pause angesagt, wenn die Resultate anders ausfallen als die am Mittwoch ermittelten Basiswerte.

„Eine Kopfverletzung kann im Handball schnell passieren, durch einen hart geworfenen Ball, Ellenbogenschlag oder Sturz“, sagte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton. Gehirnerschütterungen sind besonders tückisch, weil sie unbehandelt zu Vorstufen von Alzheimer-Demenz, Parkinson-Erkrankungen und zahlreichen Beeinträchtigungen der Gedächtnisleistungen führen können. Die Ermittlung neuropsychologischer Basis-Testwerte im Handball ist noch nicht verpflichtend, obwohl TSV-Coach Jens Bürkle während seiner Tätigkeit beim Zweitligisten ASV Rimpar die Wichtigkeit dieser Untersuchungsmethode erlebt hat. „Einer meiner damaligen Spieler hatte einen Schlag an den Kopf bekommen und pausiert. Nach einer Woche fühlte er sich immer noch unwohl“, erzählte der 34-Jährige. Das schlechte Gefühl des Handballers bestätigten die Tests. Daraufhin pausierte er länger, die Verletzung konnte ausheilen.

Durchgeführt wurden die Testreihen vom Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg, das in diesem Bereich mit zahlreichen Sportpartnern zusammenarbeitet, unter anderem mit den Hamburg Freezers aus der Deutschen Eishockey-Liga und auch Fußballprofis. Auch bei denen kracht es zuweilen bedrohlich, wenn sie bei einem Luftduell mit den Köpfen zusammenrasseln.

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