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TSV tritt gegen Serienmeister Kiel an

Handball-Bundesliga TSV tritt gegen Serienmeister Kiel an

Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf treten am Mittwoch beim Serienmeister THW Kiel an. Bisher gingen alle 13 Duelle in der Bundesliga und im DHB-Pokal verloren. Doch die TSV gibt sich trotzdem zuversichtlich - und will mit Kampfgeist in die Partie gehen.

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Morten Olsen beim Angriff.

Quelle: Nigel Treblin

Hannover. Es ist ein Traumspiel. „Jeder möchte einmal gegen den THW Kiel spielen“, sagte Jens Bürkle, der Trainer des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf. Für den 34-Jährigen trifft das schon in seinem zweiten Spiel in der „stärksten Liga der Welt“ zu. Und der hannoversche Coach lobt vor dem Duell (Beginn um 20.15 Uhr, Sport 1 überträgt live) den deutschen Serienmeister in den höchsten Tönen. „Jeder Spieler beim THW kann eine Partie entscheiden, sie fahren einen fantastischen Gegenstoß und beherrschen gleich mehrere Abwehrsysteme.“ Zudem könne der THW einen Angriff auf den Punkt spielen und habe die Geduld, seine Chancen optimal zu nutzen.

Das heißt, vom Ergebnis her könnte der TSV ein Albtraum drohen. Bisher gingen alle 13 Duelle mit den Kielern in der Bundesliga und im DHB-Pokal an die Schleswig-Holsteiner. Und in Kiel fielen die Schlappen für die Hannoveraner bisher besonders deftig aus, meist mit zehn und mehr Toren Differenz. Doch Bürkle zieht Zuversicht aus dem Saisondebüt der TSV gegen Frisch Auf Göppingen. Da machte sein Team in nur fünf Minuten einen Sechstorerückstand wett und gewann das Spiel mit 26:23. Ein solcher Kampfgeist, eine solche Moral und Gier sind nach Ansicht des Trainers auch die Voraussetzungen, um überhaupt ansatzweise bei „einer der besten Mannschaften der Welt“ bestehen zu können.

„Er hat keine Schwächen“

Immerhin gab es für die hannoverschen Handballer eine Belohnung nach dem Auftakterfolg und vor dem Duell mit dem Titelverteidiger - ein freies Wochenende. Morten Olsen, Rückkehrer aus Frankreich, nutzte diese seltene Freizeit zu einem Besuch in Kopenhagen bei der Familie. Der Däne mag es allerdings lieber, wenn es Schlag auf Schlag geht. „Von mir aus kann man viermal in zehn Tagen spielen, dann findet die Saison ein schnelleres Ende“, sagte er. Und er ist der Ansicht, dass in „englischen Wochen“ ein Erfolgsrhythmus gefunden werden kann. „Wenn die Pause zu lang ist, dann kann man aus dem Tritt kommen“, sagte Olsen, der für das Duell mit Kiel allerdings skeptisch ist. Viele Tore werden ihm dort wohl nicht gelingen, auch weil Niklas Landin im Tor steht. Olsens Landsmann trägt das Prädikat Weltklasse. „Er hat keine Schwächen“, sagte der Däne in hannoverschen Diensten.

Trainer Bürkle dagegen sieht den Parforceritt in der Bundesliga mit gemischten Gefühlen. „Ich spiele lieber im Wochenrhythmus, da hat man Zeit, in der Mannschaft Dinge taktisch vorzubereiten. Nun aber haben wir nur zwei Tage bis zum Duell mit dem Bergischen HC, der nächsten wichtigen Begegnung.“ Im Heimspiel gegen die Westdeutschen am Sonnabend (19 Uhr) ist die Chance auf Punkte weitaus größer als beim Meister.

Eine besondere Reifeprüfung steht dem hannoverschen Talent Timo Kastening bevor. Der 20-Jährige dürfte in Kiel viel Einsatzzeit erhalten, weil Torge Johannsen, die Nummer 1 auf Rechtsaußen, verletzt ist. Wie schwer die Blessur und wie lang die Pause ist, will der Club am Mittwoch bekanntgeben.

Die TSV und der THW im Vergleich

Etat: Kiel: 9,5 Millionen Euro; Hannover: 3,2 Mio.

Internationale Titel: Kiel: 8 (je 3-mal Champions League und EHF-Pokal, 1-mal Vereinseuropameister, 1-mal Vereinsweltmeister); Hannover: 0

Nationale Titel: Kiel: 40 (20-mal Meister, je 9-mal Pokalsieger und Supercupsieger, 2-mal Feldhandballmeister); Hannover: 0

Bundesligazugehörigkeit: Kiel: 48. Saison (1967 bis 1973, seit 1974); Hannover: 7. Saison (seit 2009)

Direkter Vergleich: 12 Spiele, 12 Siege für Kiel. Die höchsten Siege: 41:22 in Kiel am 12. Dezember 2009, 43:24 in Hannover am 4. März 2012. Die knappsten Siege: 34:25 in Kiel am 14. Dezember 2014, 28:26 in Hannover am 3. Juni 2015

Trainer:   Kiel: Alfred Gislason, 55 Jahre, 18. Bundesligasaison als Trainer (Hameln, Magdeburg, Gummersbach, seit 2008 Kiel), 3-mal Champions-League-Sieger, 2-mal Vereinseuropameister, 1-mal EHF-Pokalsieger, 7-mal deutscher Meister, 5-mal deutscher Supercupsieger, 4-mal DHB-Pokalsieger, 5-mal Trainer des Jahres, 3-mal Trainer der Saison; Hannover: Jens Bürkle, 34 Jahre, 1. Bundesligasaison als Trainer, 2013 Aufstieg mit dem TSV Rimpar in die 2. Liga, 2014 und 2015 Trainer der Saison in der 2. Liga

International bewährteste Spieler: Kiel: Dominik Klein (Linksaußen, 187 Länderspiele), Torsten Jansen (Linksaußen, 178 Länderspiele), Domagoj Duvnjak (Rückraum, 154 Länderspiele für Kroatien) Hannover: Sven-Sören Christophersen (Rückraum, 101 Länderspiele), Mait Patrail (Rückraum, 60 Länderspiele für Estland), Olafur Gudmundsson (Rückraum, 59 Länderspiele für Island), Csaba Szücs (Rückraum, 53 Länderspiele für die Slowakei)

Spielstätte: Kiel: Sparkassen-Arena, Fassungsvermögen 10 285 Zuschauer; Hannover: Swiss-Life-Hall (4460)

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Gesamtwertung Frauen Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf 1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 708 30 2. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 511 28 3. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 458 29 4. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 264 22 5. Grohmann Nadine 1985 Allegretto Hannover [...]

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