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TSV Burgdorf verliert deutlich mit 18:30

Chancenlos beim Spitzenreiter TSV Burgdorf verliert deutlich mit 18:30

Die TSV ist am Sonntagabend im Spiel gegen Favorit Rhein-Neckar Löwen chancenlos und verliert in der Swiss-Life-Hall vor nur 3051 Zuschauern unerwartet deutlich und verdient mit 18:30 (7:13) gegen den Titelaspiranten.

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Fantastischer Handball: Torwart Malte Semisch (links) kann das Tor durch Gedeon Guardiole Villaplana nicht verhindern, Olafur Gudmundsson (rechts) ist schon ausgespielt.

Quelle: Sielski

Hannover. Auch ein Handball-Bundestrainer kann mal irren. „Die Rhein-Neckar Löwen sind sicher Favorit“, sagte Dagur Sigurdssson, „aber die TSV Hannover-Burgdorf ist kein krasser Außenseiter.“ Gut eineinhalb Stunden später musste er seine Aussage revidieren. Die TSV war chancenlos und verlor in der Swiss-Life-Hall vor nur 3051 Zuschauern unerwartet deutlich und verdient mit 18:30 (7:13) gegen den Titelaspiranten.

Die Löwen ließen die TSV überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. „Es war frühzeitig erkennbar, dass wir heute keinen Grund zur Freude haben werden“, sagte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton treffend. „Uns wurden heute unsere Grenzen aufgezeigt“, sagte TSV-Torwart Martin Ziemer, „man muss das so anerkennen und darf nicht vergessen, dass wir gegen die weltbeste Abwehr gespielt haben.“

Diese Urteil des 32-Jährigen mag sehr hoch gesteckt sein, aber was die Gäste in der Defensive spielten, das war schlichtweg beeindruckend. Es war für die „Recken“ sehr schwer, überhaupt zum Abschluss zu kommen, und wenn sie mal durchkamen, stand da noch ein überragender Mikael Alf Appelgren im Tor. Er zeigte unglaubliche 17 Paraden. Ziemer, der ihm mit zwölf abgewehrten Bällen kaum nachstand, zog genau daraus einen positiven Aspekt. „Wir haben uns gegen diese Deckung etliche Chancen heraus gespielt“, sagte er, „sonst hätte Mikael nicht so glänzen können.“

Appelgren hatte allerdings auch den Vorteil, dass viele Möglichkeiten der Hannoveraner durch Einzelaktionen zustande kamen oder die TSV-Spieler aufgrund der guten Löwen-Abwehr nur unkontrolliert zum Wurf kamen.

„Recken“-Trainer Jens Bürkle erkannte den Sieg der Gäste neidlos an. „Wir sind heute auf einen Gegner getroffen, der fantastischen Handball spielt“, sagte er. Bei seiner Mannschaft habe es in der Abwehr überhaupt nicht gepasst. Zwei Löwen-Akteure nutzten die TSV-Schwächen besonders: Alexander Petersson und Mads Mensah Larsen trafen je siebenmal.

Nach gutem Start ist die TSV jetzt mit 4:6 Punkten in der Tabelle etwas abgesackt. Das ist für die Verantwortlichen der „Recken“ jedoch kein Grund, Trübsal zu blasen. „Wir hatten ein sehr schweres Anfangsprogramm“, sagte Geschäftsführer Chatton, „und hoffentlich hört jetzt das Gerede von unserem starken Kiel-Spiel auf.“ Das würde wie ein Rucksack auf den Schultern der Spieler lasten. „Diesen Rucksack werden wir in dieser Woche hoffentlich abtrainieren.“ Damit man in einer Woche gegen HSV Hamburg wieder mit frischem Elan spielen könne.

Tore für die TSV: Christophersen, Häfner (beide 4), Karason (3/ davon 1 Siebenmeter), Kastening (2), Gudmundsson (2), Hykkerud, Schmidt und Olsen. - Zuschauer: 3051 - Zeitstrafen: Hannover 6, Rhein-Neckar 1 - Nächstes Spiel: HSV Hamburg - TSV Hannover-Burgdorf (Sbd., 19 Uhr).

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